Howard Hughes

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Howard Hughes

Howard Robard Hughes, Jr. (* 24. September 1905 in Humble, Texas oder 24. Dezember 1905 in Houston, Texas; † 5. April 1976 in einem Flugzeug über Texas) war ein amerikanischer Unternehmer. Er war der Haupterbe der einträglichen Hughes Tool Company, Filmproduzent und Luftfahrtpionier.[1]

Leben[Bearbeiten]

Geburt[Bearbeiten]

Es existieren zwei Geburtsdaten von Howard Hughes; das erste Datum (24. September) basiert auf dem Taufregister der St. John's Church in Keokuk, Iowa vom Oktober 1906, dem Wohnort von Hughes Großeltern; eine Geburtsurkunde wurde jedoch nicht erstellt.[2][3][4]

Das zweite Geburtsdatum (24. Dezember) basiert auf einer nachträglichen Geburtsurkunde in Form einer eidesstattlichen Versicherung aus dem familiären Umfeld von 1941.[5][6][7]

Jugend und Hollywood[Bearbeiten]

Hughes war das einzige Kind des wohlhabenden Geschäftsmanns und Ölsuchers Howard Robard „Bo“ Hughes (1869–1924) und dessen Frau Allene Stone Gano (1883–1922), einer reichen Erbin aus Dallas. Howard kam mit einem angeborenen Hörleiden (Otosklerose) zur Welt. Er besuchte die exklusive Thacher School in Kalifornien, jedoch ohne Abschluss. Seine Mutter starb im Alter von 38 Jahren an den Folgen einer Extrauteringravidität, sein Vater erlag mit 54 Jahren einem Herzinfarkt. Wegen des Todes seines Vaters verließ der junge Hughes die Rice University, die er bis dahin besucht hatte, und übernahm die Hughes Tool Company, die dank ihres Monopols auf Erdöl-Bohrköpfe jährlich Millionengewinne erwirtschaftete. „Mein erstes Ziel ist es, der beste Golfspieler der Welt zu werden. Zweitens der beste Flieger zu werden und drittens der berühmteste Filmproduzent. Und dann will ich, dass Sie mich zum reichsten Mann der Welt machen.“ sagte Howard Hughes zu seinem Generalbevollmächtigten Noah Dietrich, den er 1925 eingestellt hatte, und der es bis 1957 blieb.

Mit der finanziellen Sicherheit der Hughes Tool Company im Rücken ging Hughes nach Hollywood, um sich als Filmproduzent und Regisseur zu betätigen. Er heiratete am 1. Juni 1925 Ella Rice aus Houston, Texas, von der er sich am 9. Dezember 1929 wieder scheiden ließ. Mit der Filmschauspielerin Katharine Hepburn war er einige Jahre liiert. Seine zweite Ehe schloss Hughes am 12. Januar 1957 mit der Schauspielerin Jean Peters. Das Paar trennte sich jedoch bald wieder, und 1971 reichte Peters die Scheidung ein. Howard Hughes zeichnete verantwortlich für Filme wie Die Schlachtenbummler (1927), The Racket (1928), Scarface (1932), The Outlaw (1940) sowie zahlreiche weniger bekannte, von denen einige floppten. Erfolgreichere Produktionen wie Hell's Angels (1930, der bis dahin teuerste Film der Welt) und The Front Page (1931) wurden für den Oscar nominiert. Als Regisseur entdeckte er Jean Harlow und Jane Russell, die er zu Filmstars machte. 1948 kaufte er das angeschlagene Hollywood-Studio RKO. Er nahm viel Einfluss auf die laufenden Produktionen, stoppte diese teils sogar für Wochen und verkaufte das Unternehmen 1955 an die General Tire and Rubber Company. Die dazugehörige Kinokette wurde aus Kartellgründen abgespalten.

Die Fliegerei[Bearbeiten]

Parallel zu den Aktivitäten im Filmgeschäft begann sich Hughes für die Fliegerei zu interessieren und bezog eine Baracke in Burbank (Los Angeles County), um Flugzeuge zu entwickeln, die er als Pilot selbst testete. Mit diesen selbstentwickelten Flugzeugen stellte er einige Rekorde auf, unter anderem 1935 den absoluten Geschwindigkeitsrekord von 567 km/h und die Rekordzeit von 7 Stunden, 28 Minuten und 25 Sekunden für die Strecke Los Angeles — New York. Auch sein Rekord der schnellsten Weltumrundung mit 91 Stunden im Jahr 1938 brachte ihm Anerkennung ein: Am 10. Juli 1938 traf er mit seinen Begleitern nach einem Flug in einer Lockheed 14 über Paris–Moskau−Omsk–Jakutsk–Anchorage–Minneapolis wieder am Abflughafen in New York City ein. Nur für kurze Zeit trug der William P. Hobby Airport in Houston seinen Namen, nach Protesten gegen die Benennung nach einer lebenden Person wurde diese Ehrung jedoch zurückgenommen.

Aus Hughes’ Baracke in Burbank ging schließlich die Firma Hughes Aircraft hervor, und 1938/39 wurde Hughes Mehrheitsaktionär der Fluglinie Transcontinental and Western Air (TWA), die später in Trans World Airlines umbenannt wurde. Der TWA-Chef William John Frye finanzierte mit Hughes Geld den Kauf des Boeing B-307 Stratoliner. Von Hughes stammte auch die Grundidee für die Lockheed Constellation (als Weiterentwicklung Super Constellation), eines der ersten Passagierflugzeuge mit Druckkabine, von der TWA exklusiv die ersten Exemplare erwarb.

Die Spruce Goose (Hughes H-4 Hercules)

Da 1942 zahlreiche Transportschiffe der Alliierten von deutschen U-Booten versenkt wurden, entwickelte Hughes den Plan, riesige Wasserflugzeuge zu bauen, die Soldaten, und anderes Kriegsmaterial nach Europa transportieren sollten. Es gelang ihm dazu einen Regierungsauftrag zu erhalten. Aber bevor ein Flugboot einsatzfähig war, war der Krieg beendet. Erst 1947 war ein Exemplar der Hughes H-4 Hercules fertiggestellt. Es wurde nur einmal von Hughes selbst im Bereich des Bodeneffekts über die Distanz einer Meile geflogen. Es ist noch immer das Flugzeug mit der größten Spannweite und Flügelfläche, das jemals gebaut wurde. Heute ist dieses Flugzeug, Spruce Goose (Fichtengans) genannt, eine Touristenattraktion im Evergreen Aviation Museum in McMinnville im US-Bundesstaat Oregon.

Mit dem Prototyp einer weiteren eigenen Flugzeugkonstruktion, der Hughes XF-11, hatte Hughes am 7. Juli 1946 einen schweren Unfall, als er mit dieser Maschine bei einem Testflug über Beverly Hills in unmittelbarer Nähe des Country-Club-Golfplatzes abstürzte und drei Häuser beschädigte. Das Flugzeug ging in Flammen auf. Hughes zog sich schwere Verletzungen an Kopf und Rücken zu, von denen er sich nie mehr erholte.

Da die Firma Hughes Aircraft nach dem Krieg ohne Geschäftszweck war, beschloss Hughes, in die sich gerade neu entwickelnde Luftfahrt- und Rüstungselektronik einzusteigen, und stellte aus allen namhaften Universitäten Experten ein. Zeitweise beschäftigte Hughes Aircraft 3300 promovierte Physiker. Der Aufwand zahlte sich aus, und die Firma wurde zum Monopolisten für Rüstungselektronik, zu dem das US-Verteidigungsministerium lange Zeit keine Alternative hatte. Heute ist sie einer der bedeutendsten Rüstungskonzerne, mit der Firma Raytheon fusioniert und stellt Marschflugkörper, Raketen, Satelliten, Hubschrauber und Elektroniksysteme aller Art her.

Um Steuern zu sparen, gründete Howard Hughes 1953 die Stiftung Howard Hughes Medical Institute, der er die Inhaberschaft an Hughes Aircraft übertrug.

Zu dieser Zeit begann auch sein langjähriger Streit um die Fluggesellschaft TWA, die mittlerweile die größte der Welt war und die ihm zu 75 % gehörte. Da Hughes sich mit dem Management nicht über die Finanzierung der neuen Düsenflugzeuge einigen konnte und überdies kaum erreichbar war, verklagte ihn das Management seiner eigenen Gesellschaft auf Zahlung von 135 Millionen US-Dollar. Weil Hughes, der sich seit 1958 völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, nie zu Gerichtsterminen erschien, verlor er die Kontrolle über TWA und verkaufte sie 1966 für 546 Millionen Dollar. In den 1970er Jahren stieg er nochmals in das Airline-Geschäft ein und kaufte Air West.

Las Vegas[Bearbeiten]

Am 24. November 1966 traf Hughes in seinem extra für ihn hergerichteten Spezialzug der Union Pacific Railroad in Las Vegas ein[8] und mietete zwei komplette Etagen des Desert Inn. Das Desert Inn befand sich seit 1949 im Eigentum von Moe Dalitz, der der Kosher Nostra zugerechnet wurde. Die Hotelkasinos in Las Vegas waren zu jenem Zeitpunkt zu weiten Teilen unter Kontrolle der US-amerikanischen Mafia oder mit ihnen verbündeteten Personen wie Dalitz. Allerdings kam Dalitz zu der Auffassung, dass die Aktivitäten der Mafia in der Kasino-Branche Las Vegas’ nicht mehr haltbar sei. Im März 1967 verkaufte er für 13 Mio. US-Dollar das Desert Inn an Howard Hughes. Dieser Kauf wurde der Startpunkt für weitere Übernahmen.

Insgesamt erwarb Hughes sieben Kasinos in Las Vegas, darunter das Castaways, das New Frontier, das Landmark und das Sands. Das Silver Slipper wurde von Hughes nur deshalb übernommen, weil dessen Leuchtreklame in sein Schlafzimmer strahlte.[9]

Hughes war 1966 an Thanksgiving in Las Vegas eingetroffen und hatte seine dortigen Hotelräume soweit bekannt nie verlassen. Am Thanksgiving 1970 verließ er Las Vegas und kehrte niemals zurück.[10]

Watergate[Bearbeiten]

Hughes’ Beziehungen zu US-Präsident Richard Nixon waren dem Protokoll des Watergate-Ausschusses des US-Senats zufolge ein wesentlicher Auslöser der Watergate-Affäre (1972). Nixon fürchtete, dass der Leiter des Wahlkampfkomitees der Demokraten, Larry O’Brien, Unterlagen über Zahlungen von Hughes an Nixon in sechsstelliger Höhe besitze, die zu Wahlkampfzwecken und zur Unterstützung für Nixons bankrotten Bruder Donald Nixon geflossen waren. Dies war jedoch eine gezielte Fehlinformation. Diese Dokumente sowie Beweise für O’Briens eigene Verbindung zu Hughes sollten durch den Einbruch im Watergate-Hotel beschafft werden.

Beteiligung am Azorian-Projekt der CIA[Bearbeiten]

1968 sank das sowjetische U-Boot K-129; die United States Navy lokalisierte das Wrack rund 1500 Seemeilen nordwestlich von Hawaii in einer Tiefe von rund 5000 Metern.

Die CIA plante die Bergung des Schiffes (Azorian-Projekt), und Hughes wurde 1972 zur Tarnung kontaktiert, um vorgeblich die Tiefsee zu erforschen und dort Erze, insbesondere Manganknollen, abzubauen.

Zur Durchführung der Operation wurde mit der Hughes Glomar Explorer ein Spezialschiff gebaut; außerdem wurde zur eigentlichen Bergung eine tauchfähige Schute (Hughes Mining Barge) entwickelt. Die Kosten sollen bei rund 350 Millionen US-Dollar gelegen haben.[11]

Im Sommer 1974 begann die Bergung des sowjetischen U-Bootes, jedoch brach es aufgrund mechanischen Versagens in zwei Teile, und einer davon sank wieder zum Meeresboden. Das gesamte Azorian Projekt wurde 1975 bekannt, nachdem bei einem Einbruch im Juli 1974 in das Hughes-Hauptquartier Tausende von Dokumenten entwendet worden waren.

Tod[Bearbeiten]

Howard Hughes starb am 5. April 1976 in einem Flugzeug über Texas an Nierenversagen. Da er im Krankenhaus unter dem Namen John T. Conover leblos eingeliefert worden war, mussten nach Feststellung seines Todes Fingerabdrücke genommen werden, um ihn als Howard Hughes zu identifizieren.[12]

Howard Hughes wurde auf dem Glenwood Cemetery in Houston neben seinen Eltern begraben.[13]

Nachlass[Bearbeiten]

Auf Grund der umfassenden Aktivitäten und verwickelten Investitionen hinterließ Hughes eine Reihe von Firmen. Kernfirma seiner Aktivitäten in der Luftfahrt war die von ihm 1936 gegründete Hughes Aircraft Company. Sie war eine der größten Verteidigungs- und Luftfahrtfirmen der USA. Im Laufe der 1970er und 1980er-Jahre wurden immer wieder Teile der Firma verkauft, so dass heute keine der Sparten (Hughes Electronics, Hughes Helicopters, etc.) mehr unter dem Namen Hughes firmiert. Auf dem alten Firmengelände haben sich inzwischen Filmstudios der DreamWorks SKG angesiedelt. 1997 fusionierten Hughes Electronics und Raytheon; Hughes Space and Communications wurde im Jahr 2000 von Boeing aufgekauft.

Die Hughes Aircraft war ursprünglich eine Ausgründung aus der Hughes Tool Company gewesen, die Hughes von seinem Vater als Erbe 1932 übernommen hatte. Diese Firma wurde aber bereits vor seinem Tod 1972 weiterverkauft.

Wie viele vermögende US-Amerikaner hat auch Hughes eine Stiftung, das Howard Hughes Medical Institute, gegründet.

Über die Frage, wie es Hughes möglich war, aus einem Erbe, das 1925 offiziell einen Wert von 613.518 Dollar hatte, ein Milliardenimperium zu machen, ist oft gerätselt worden. „Achtzig Prozent Genie seines Generalmanagers Noah Dietrich und zwanzig Prozent Spielerblut von Howard Hughes“ meint Biograf John Keats. Zweifellos hatte Hughes ein intuitives Gespür dafür, welche Branchen zu seiner Zeit das größte Wachstum versprachen, und scheute kein Risiko, dort einzusteigen.

Körperliche und geistige Verfassung[Bearbeiten]

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Es wurde und wird viel über den allgemeinen körperlichen und geistigen Gesundheitszustand von Howard Hughes spekuliert. Unstreitig ist, dass sich Hughes von seinem schweren Fliegerunfall 1946 nicht gänzlich erholt hat. Sicherlich wurde Hughes auch einer Schmerztherapie unterzogen. Ob sich daraus eine Medikamentenabhängigkeit – insbesondere zu Codein und Valium – entwickelt hat, kann bis heute nicht belegt werden.

Unstreitig ist auch die Beobachtung von außergewöhnlichem, exzentrischem Verhalten von Hughes. So zog sich dieser Mitte der 1950er Jahre immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Hughes duldete nur noch einen kleinen Stab von Personen (ausschließlich Mormonen) um sich, von denen er die Einhaltung bizarrer Rituale forderte. So mussten beispielsweise sieben Mormonen jeden Gegenstand, den er anfassen wollte, mit Papiertüchern abdecken.

Daraus wird bis heute vermutet, dass Hughes eine paranoide Angst vor Bakterien entwickelt haben könnte, die wiederum auf seinen unterstellten Drogenkonsum seit seinem Unfall zurückgeführt wird, der zu diesen Wesensveränderungen geführt haben soll.

Allerdings wurde exzentrisches und pedantisches Verhalten bereits lange vor Hughes’ Unfall beobachtet. Hughes war mit 18 Vollwaise geworden und vorzeitig für volljährig erklärt worden.[14] So berichten bereits Freunde aus den 1930er Jahren von der Vorliebe Hughes für ein bestimmtes Erbsengemüse, das er mit einem speziellen Besteck nach Größe der einzelnen Stücke sortierte, bevor er sie verzehrte. Seine Pedanterie machte ihm zum Schrecken seiner Filmemacher; als Produzent pflegte er beispielsweise Richard Fleischer seitenlange Memos zu schicken, der sich später noch darüber wunderte, wie die Filme durch Hughes' Eingreifen überhaupt fertigwerden konnten.[15]

Allerdings nahm das außergewöhnliche Verhalten von Hughes nach seinem Unfall zu. 1947 schloss er sich vier Monate in einen Kinosaal ein, um dort nonstop Filme zu sehen. Er war umgeben von Schachteln voller Papiertaschentücher, die er um sich arrangiert hatte. Anweisungen gab er häufig nur noch schriftlich, und niemand durfte ihn ansprechen. Er hatte aufgehört, sich zu waschen, und auch seine Haare und seine Nägel wurden wochenlang nicht mehr geschnitten.

Von 1966 bis 1970 verließ er nie seine gemieteten Räume im Desert Inn Hotel von Las Vegas. Hughes blieb ein fanatischer Filmliebhaber; 1968 soll er den Film Eisstation Zebra in einer Dauerschleife zwischen 100- bis 150-mal gesehen haben.[16][17][18]

Als Hughes im Flugzeug über Texas an Nierenversagen starb, war er bei 1,93 Metern Körpergröße auf 46 kg abgemagert und verwahrlost, und seine Finger waren mit Zellophan umwickelt.[14]

Adaptionen und Trivia[Bearbeiten]

Anekdoten[Bearbeiten]

Während der Proben zu seinem ersten Engagement im Last Frontier Hotel in Las Vegas 1944 hielt der amerikanische Klavierkünstler Liberace Howard Hughes irrtümlich für den Lichttechniker des Hotels. In eindringlichem Tonfall instruierte er seinen vermeintlichen Mitarbeiter, sofort ein blaues Licht einzuschalten, sollte er den Titel Clair de Lune spielen. Hughes sagte nichts und nickte zustimmend.[19]

Gefälschte Biografie[Bearbeiten]

Die Autoren Clifford M. Irving und Richard Susking veröffentlichten eine gefälsche Biographie Hughes’. Zwar reisten sie an bekannte Aufenthaltsorte Hughes’, ihre vermeintlichen Interviews mit ihm waren jedoch allesamt frei erfunden. Irving fälschte außerdem einige Hughes-Briefe mit verstellter Handschrift. Insbesondere diese Schriftstücke überzeugten den Verlag McGraw-Hill, der an den Memoiren interessiert war.

Als die Biografie erschien, meldete sich Hughes telefonisch und dementierte sie. Das letzte Mal hatte er sich 1970 telefonisch gemeldet, nachdem er in der Öffentlichkeit für tot erklärt worden war.[20] Irving hatte bei der Fälschung darauf spekuliert, dass Hughes sich nie melden würde, da er seit 15 Jahren aus der Öffentlichkeit verschwunden war und somit nie einen Widerruf der Fälschung verlangen und diese damit nie entdeckt werden würde.

Die Irving-Fälschung ist eine der größten Buchskandale der Verlagsgeschichte. Zwar wurde Irving 1972 dafür verurteilt, aber bereits vor der Urteilsverkündung plante er ein neues Buch über seinen Betrug.

Wegen einer weiteren Biografie griff Hughes 1972 erneut zum Telefon und widersprach der Veröffentlichung einer angeblich ebenfalls von ihm selbst autorisierten zweiten Biographie, die von Robert P. Faton im „Ladies Home Journal“ veröffentlicht werden sollte.[20]

Verfilmungen[Bearbeiten]

Hughes’ Leben wurde bisher dreimal verfilmt:

Filmzitate (Auswahl)[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Die britische Punkband The Tights veröffentlichte 1978 eine Single Howard Hughes mit ihrem gleichnamigen Song.
  • Die Psychobilly Combo Frenzy widmete ebenfalls dem Multimillionär ein Lied mit dem gleichnamigen Titel.
  • Der amerikanische Bluessänger Leadbelly schrieb einen Song über den Rekordflug um die Welt in vier Tagen.
  • Die britische Band 10CC fragt Anfang der 1970er Jahre in ihrem Hit "Wallstreet Shuffle" den Luftfahrtpionier: "Oh, Howard Hughes, did your money make you better?".
  • Die britische Band Genesis widmet Howard Hughes in ihrem 1974 erschienenen Album The Lamb Lies Down on Broadway im Song Fly On A Windshield eine Textzeile.
  • Die amerikanische Band Kansas widmete Howard Hughes in ihrem 1977 erschienenen Album Point of know Return einen Song: Closet Chronicles.
  • Die amerikanische Band Bayside veröffentlichte auf ihrem 2008 erschienenen Album Shudder einen Song namens Howard, in dem der Sänger Parallelen zwischen seinem eigenen und dem Leben von Howard Hughes zieht.
  • Die amerikanische Band Rasputina veröffentlichte auf ihrem 1996 erschienenen Album Thanks For The Ether einen Song namens Howard Hughes. Der Titel befasst sich mit den wunderlichen Ritualen, die Hughes angeblich verlangte, sowie seinen irrationalen Ängsten und seine angeblichen Abhängigkeit von Schmerzmitteln.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Filmdokumentationen[Bearbeiten]

  • Howard Hughes: His Women and His Movies. TV-Dokumentation von Christian Sebaldt. USA 2000, Robert Dalrymple Productions/Turner Classic Movies (TCM)/ WinStar Cinema, 55 Minuten

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Howard Hughes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThe Howard Hughes Corporation: The Howard Hughes Story. Abgerufen am 14.02.14.
  2. Charles Higham: Das geheime Leben des Howard Hughes. 2005, S. 17.
  3. Richard Hack: Hughes. The Private Diaries, Memos and Letters. The definitive Biography of the first American Billionaire. Phoenix Books, Beverly Hills CA 2007, ISBN 978-1-59777-510-6, S. 20.
  4. Philip Kaplan: Big Wings. Pen & Sword Aviation, Barnsley 2005, ISBN 1-84415-178-6, S. 183.
  5. John N. Ingham: Biographical Dictionary of American Business Leaders. Band 2: H – M. Greenwood Press, Westport CT 1983, ISBN 0-313-23908-8, S. 635.
  6. James Phelan: Howard Hughes. The Hidden Years. Random House, New York NY 1976, S. VI.
  7. Tony Thomas: Howard Hughes in Hollywood. 1985, S. 12.
  8. In Las Vegas digital.library.unlv.edu, englisch, abgerufen am 22. Juli 2013
  9. Bob Thomas: Liberace. The True Story. St. Martin's Press, New York NY 1987, ISBN 0-312-01469-4, S. 41.
  10. Howard Hughes auf www.onlinenevada.org (englisch).
  11. Norman Polmar: Naval Institute Guide to the Ships and Aircraft of the U.S. Fleet. 18th edition. US Naval Institute Press, Annapolis MD 2005, ISBN 1-59114-685-2, S. 251.
  12. Biographien. Auf der Flucht. In: Der Spiegel. Nr. 30, 1979, S. 144–148 (Buchbesprechung zu: Donald L. Barlett, James B. Steele: Empire. The Life, Legend, and Madness of Howard Hughes. W. W. Norton & Company, New York NY 1979, ISBN 0-393-07513-3; Abgerufen am 6. Februar 2014).
  13. Uwe Schmitt: Himmel und Hölle. In: Die Welt, vom 27. Dezember 2004 (Abgerufen am 6. Februar 2014).
  14. a b Anne Seith: „Aviator“ Hughes: Genie und Sklaventreiber. vom 24. Dezember 2005. Auf www.spiegel.de (Abgerufen am 6. Februar 2014).
  15.  Richard Fleischer: Just Tell Me When to Cry. A Memoir. Carroll & Graf, New York NY 1993, ISBN 0-88184-944-8.
  16. Tycoons: The Secret Life of Howard Hughes. In: Time, 13. Dezember 1976. (Abgerufen am 6. Februar 2014).
  17. Dave Kehr: „Ice Station Zebra“. New DVDs.. In: The New York Times, vom 11. Januar 2005. (Abgerufen am 6. Februar 2014).
  18. Zeitzeugenbericht von Roger Tolces. (Abgerufen am 6. Februar 2014).
  19. Bob Thomas: Liberace. The True Story. St. Martin's Press, New York NY 1987, ISBN 0-312-01469-4, S. 41.
  20. a b The Man. In: Der Spiegel. Nr. 4, 1972, S. 91. (Abgerufen am 6. Februar 2014).