Krajková

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Krajková
Wappen von ????
Krajková (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Sokolov
Fläche: 3524,7867[1] ha
Geographische Lage: 50° 13′ N, 12° 32′ O50.21416666666712.534444444444582Koordinaten: 50° 12′ 51″ N, 12° 32′ 4″ O
Höhe: 582 m n.m.
Einwohner: 909 (1. Jan. 2014) [2]
Postleitzahl: 357 08
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: OlovíMilhostov
Nächster int. Flughafen: Flughafen Karlsbad
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Bohumír Zajíček (Stand: 2008)
Adresse: Krajková 295
357 09 Habartov
Gemeindenummer: 560456
Website: www.geodata.cz/krajkova
Lageplan
Lage von Krajková im Bezirk Sokolov
Karte

Krajková (deutsch Gossengrün) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt neun Kilometer nordwestlich von Sokolov und gehört zum Okres Sokolov.

Geographie[Bearbeiten]

Krajková befindet sich im Naturpark Leopoldový Hamry im Südwesten des Erzgebirges. Nordwestlich erhebt sich der Berg Březnice (Preßbühl, 662 m), südwestlich liegt der Na Rovině (620 m). Im Westen befindet sich das mit der Talsperre Horka geflutete Tal des Baches Libocký potok.

Nachbarorte sind Libnov im Norden, Dolina im Nordosten, Hřebeny im Osten, Josefov und Radvanov im Südosten, Anenská Ves, Markvarec und Hrádek im Süden, Nová Hospoda und Květná im Südwesten, Nový Kostel und Čižebná im Westen sowie Božetín und Bernov im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Gossengrün wurde 1350 erstmals als Teil der Burgherrschaft Hartenberg urkundlich erwähnt. Im Jahre 1460 erwarb Wenzel Schlick von Passaun und Weißkirchen den Ort. 1484 erhielt Gossengrün Stadtrechte verliehen. Ebenso besaß die an einem alten Handelsweg nach Sachsen gelegene Bergstadt das Markt- und Braurecht und die Schankgerechtigkeit für die umliegenden Dörfer. Vladislav II. erteilte der Stadt 1488 das Privileg zum Führen eines Wappens und Siegels. Um Gossengrün wurde Blei und Silber gefördert; der Dreißigjährige Krieg brachte den Niedergang des Bergbaus. In der Stadt entstanden im 18. Jahrhundert zwei Spitäler. 1807 wurde Gossengrün durch einen Stadtbrand zerstört. Besitzer waren u. a. die Geschlechter von Pißnitz, Breda und Auersperg.

Im 19. Jahrhundert hielt die Spitzenklöppelei Einzug in Gossengrün; etwa 300 der ca. 1500 Einwohner lebten davon. Später entstand eine Spiegelfabrik.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Gossengrün ab 1850 eine Stadtgemeinde im Bezirk Falkenau. 1930 lebten in der Gemeinde 1626 überwiegend deutschsprachige Menschen. Im Sommer 1938 brach ein nationalistischer Aufstand aus: Nach dem Überfall auf die Gendarmeriestation starben sieben der Aufständischen durch das Eingreifen der tschechoslowakischen Armee. Nach dem Münchner Abkommen 1938 wurde Gossengrün dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Falkenau an der Eger. 1939 hatte Gossengrün 1573 Einwohner. Nach Kriegsende kam die Gemeinde zur Tschechoslowakei zurück; die Deutschen wurden vertrieben. 1948 erfolgte die Umbenennung in Krajková. In den 1950er Jahren verlor Krajková die Stadtrechte. Krajková ist Mitglied der Mikroregion Svatavka. Zu Krajková gehören die Fluren des in der Talsperre Horka versunkenen Dorfes Leopoldovy Hamry.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Krajková besteht aus den Ortsteilen Anenská Ves (Annadorf), Bernov (Bernau), Dolina (Loch), Hrádek (Pürgles), Krajková (Gossengrün), Květná (Plumberg) und Libnov (Liebenau).[3] Grundsiedlungseinheiten sind Anenská Ves, Bernov, Dolina, Hrádek, Krajková, Květná, Leopoldovy Hamry (Leopoldshammer), Libnov und Markvarec (Marklesgrün).[4] Zu Krajková gehört außerdem die Einschicht Nová Hospoda.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dolina u Krajkové, Hrádek u Krajkové, Krajková, Květná u Krajkové, Leopoldovy Hamry, Libnov und Markvarec u Krajkové.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Peter und Paul, am Markt. Das 1357 errichtete Bauwerk wurde 1583 und 1789 umgebaut. Der Turmanbau erfolgte in den Jahre 1859 bis 1862 auf Veranlassung von Franziska von Auersperg. Der Altar ist ein Werk von Julius Heinrich von Pißnitz.
  • Marienstatue, am Markt, errichtet 1701 auf Kosten von Maria Polyxena von Pißnitz
  • Kapelle der Hl. Dreifaltigkeit, errichtet nach dem Stadtbrand von 1807
  • Nischenkapelle des Hl. Johannes von Nepomuk
  • Ruine des Schlosses Hartenberk, östlich des Dorfes
  • Brunnen auf dem Markt
  • Marterl

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/560456/Krajkova
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/560456/Obec-Krajkova
  4. http://www.uir.cz/zsj-obec/560456/Obec-Krajkova
  5. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/560456/Obec-Krajkova