Landkreis Elchniederung

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Elchniederung Lage des Landkreises Elchniederung in Deutschland 1944/45
Basisdaten (Stand ca. 1945)
Bestandszeitraum: 1818 - 1945
Land: Preußen
(Deutschland bis 1945)
Provinz: Ostpreußen
Regierungsbezirk: Gumbinnen
Verwaltungssitz: Heinrichswalde
Fläche: 995,55 km²
Einwohner: 54.867 (17. Mai 1939)
Bevölkerungsdichte: 55,1 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: IC
1953 vorgesehen: NDG
Kreisgliederung: 219 Gemeinden
5 Gutsbezirke
in 34 Amtsbezirken
Lage des Kreises
Lage des Landkreises

Der Landkreis Elchniederung (bis 1938 Kreis Niederung, 1938 umbenannt in Kreis Elchniederung, ab 1939 Landkreis Elchniederung) war ein Landkreis in Ostpreußen und bestand von 1818 bis 1945.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis lag im Norden Ostpreußens und grenzte im Norden an den Landkreis Heydekrug, im Nordosten an den Landkreis Tilsit, im Osten an den Landkreis Ragnit, im Südosten an den Landkreis Insterburg, im Süden an den Landkreis Labiau und im Westen an das Kurische Haff.

Den größten Teil des Kreisgebiets nahm die Elchniederung ein, nach der der Kreis 1938 umbenannt wurde. Durch diese Niederung fließt der Gilgestrom, ein Mündungsarm der Memel, der beim Dorf Gilge knapp südlich der Kreisgrenze in das Kurische Haff mündet.

Zwei große Waldgebiete lagen im Kreisgebiet: die Ibenhorster Forst am Haffufer und die Schneckensche Forst im Süden den Kreisgebiets.

Obwohl östlich außerhalb des Kreisgebiets gelegen, war die Stadt Tilsit der wichtigste Zentralort der Region. Im Kreisgebiet selbst gab es keine Städte. Sitz der Kreisverwaltung war die Gemeinde Heinrichswalde, mit etwa 3500 Einwohnern der größte Ort des Landkreises.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof von Groß Skaisgirren (Kreuzingen)

Der Kreis wurde erst 1891 durch die Strecke Tilsit–Labiau der Preußischen Staatsbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Nach der Jahrhundertwende ergänzten Schmalspurbahnen das Schienennetz, vor allem die Elchniederungsbahn, die bis zum Kurischen Haff führte und unter anderem in Heinrichswalde, Wilhelmsbruch und Groß Skaisgirren Bahnhöfe besaß.

Durch das Kreisgebiet verlief die Reichsstraße 138, die von Tilsit schnurgerade nach Südwesten führte und bei Taplacken auf die Reichsstraße 1 nach Königsberg mündete. Allerdings war nur der äußerste Südosten des Kreisgebiets (Schillkojen und Groß Skaisgirren) durch diese Reichsstraße erschlossen und besaß damit eine gute Straßenverbindung in die Provinzhauptstadt.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten]

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress entstand mit dem 1. September 1818 der Kreis Niederung im Regierungsbezirk Gumbinnen in der preußischen Provinz Preußen (nicht: Ostpreußen).

Dieser umfasste die Kirchspiele:

Die Kirchspielgrenzen und die Grenzen der politischen Gemeinden waren nicht immer identisch. So gehörte z. B. ein Teil des Kirchspiels Weidenau zum Kreis Tilsit. Das Landratsamt war ursprünglich in Kaukehmen, wechselte aber später nach Heinrichswalde. Seit dem 3. Dezember 1829 gehörte der Kreis – nach dem Zusammenschluss der bisherigen Provinzen Preußen und Westpreußen – zur neuen Provinz Preußen mit dem Sitz in Königsberg i. Pr. Nach der Teilung der Provinz Preußen in die neuen Provinzen Ostpreußen und Westpreußen wurde der Kreis Niederung am 1. April 1878 Bestandteil Ostpreußens.

Landkreis Niederung. Kreisgrenzen bis 1920 in rot, heutige litauisch-russische Grenze in gelb. Diese Grenzziehung entspricht auch der nördlichen Kreisgrenze nach Abtrennung des Memellands 1920.

Mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages verlor der Kreis Niederung am 10. Januar 1920 die nördlich des Memeler Mündungsarmes Ruß liegenden Landgemeinden Groß Schilleningken, Heinrichsfelde, Klein Schilleningken, Leitgirren und den Gutsbezirk Perwallkischken an das Memelgebiet. Die Landgemeinden traten zum dortigen Kreis Heydekrug und der Gutsbezirk zum neuen Kreis Pogegen. Die beim Deutschen Reich verbliebenen südlichen Restteile des Kreises Heydekrug wurden vorläufig von Heinrichswalde aus mitverwaltet. Zum 1. Juli 1922 wurden diese Gebiete zwischen Gilge und Ruß auch förmlich dem Kreise Niederung eingegliedert. Im übrigen gab der Kreis Niederung die Amtsbezirke Brettschneidern und Kellmienen, ferner die Landgemeinden Puskeppeln (Gut Puskeppelies), Skroblienen, Smaledumen und die Gutsbezirke Blausden und Pauperischken an den neuen Kreis Tilsit-Ragnit ab.

Zum 30. September 1929 fand im Kreis Niederung entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle bisher selbstständigen Gutsbezirke bis auf fünf aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Am 7. September 1938 änderte sich die Kreisbezeichnung in Elchniederung. Zum 1. Januar 1939 führte der Kreis Elchniederung entsprechend der jetzt reichseinheitlichen Regelung die Bezeichnung Landkreis.

Zum 1. Oktober 1939 wechselten die Gemeinden Elchwinkel und Skirwiet aus dem Landkreis Elchniederung in den Landkreis Heydekrug, der seit dem 22. März 1939 wieder zu Ostpreußen gehörte.

Am 12. Oktober 1944 wurde der Kreis Elchniederung von der deutschen Bevölkerung und den Behörden geräumt. Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und wurde danach Teil der Sowjetunion. Das ehemalige Kreisgebiet gehört heute überwiegend zum Rajon Slawsk in der russischen Oblast Kaliningrad. Der nördliche Zipfel um die Gemeinde Leitgirren liegt im Distrikt Memel in Litauen.

Landräte[Bearbeiten]

Kommunalverfassung[Bearbeiten]

Der Kreis Niederung gliederte sich zunächst in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollständigem Wegfall – in selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle Gemeinden.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 trat zum 1. April 1935 die im Deutschen Reich gültige Kommunalverfassung in Kraft, wonach die bisherigen Landgemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden. Diese waren in Amtsbezirken zusammengefasst.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Preußische Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Verwaltungsgliederung 1945[Bearbeiten]

Der Landkreis Elchniederung setzte sich Anfang 1945 aus 219 Gemeinden und fünf Gutsbezirken zusammen:

Amtsbezirke[1] & Gemeinden[2] Bevölkerung (1939)[3] Bemerkung
Amtsbezirk Argendorf (bis 1938 Argelothen)    
1. Argendorf 220 16. Juli 1938 umbenannt, früher Argelothen
2. Deschen 310 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neu Descherin
3. Grünbaum 133  
4. Hohensprindt 282 16. Juli 1938 umbenannt, früher Augustlauken
Amtsbezirk Breitenhof (bis 1938 Oschweningken)    
1. Altmühle 190 16. Juli 1938 umbenannt, früher Lankeningken
2. Breitenhof 97 16. Juli 1938 umbenannt, früher Oschweningken
3. Eckwalde 182 16. Juli 1938 umbenannt, früher Bersteningken
4. Gobienen 112  
5. Grenzberg 358 17. August 1936, früher Groß Asznaggern
6. Grünhof-Kippen 76  
7. Jagsten 272  
8. Kleingrenzberg 54 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Wabbeln
9. Steilberg 139 16. Juli 1938 umbenannt, früher Baschnitzkallen
10. Tannenhöhe 85 16. Juli 1938 umbenannt, früher Wargutschen
Amtsbezirk Demmen (bis 1938 Demmenen)    
1. Berkeln 298  
2. Demmen 151 16. Juli 1938 umbenannt, früher Demmenen
3. Gerhardsheim 150 16. Juli 1938 umbenannt, früher Lepienen
4. Gerhardswalde 105  
Amtsbezirk Gowarten (bis 1939: Amtsbezirk Wannaglauken)    
1. Falkenhöhe 139 16. Juli 1938 umbenannt, früher Demedschen
2. Friedlau 87 16. Juli 1938 umbenannt, früher Friedlauken
3. Gowarten 333  
4. Großwalde (Kr. Elchniederung) 230 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Wannaglauken
5. Gruten 164 16. Juli 1938 umbenannt, früher Grudschen
6. Gutsfelde 121 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Obscherningken
7. Haslingen 104 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Wannaglauken
8. Kieslau 46 16. Juli 1938 umbenannt, früher Skieslauken
9. Kleinwalde (Kr. Elchniederung) 36 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Obscherningken
10. Kripfelde 184 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kriplauken
Amtsbezirk Groß Friedrichsdorf    
1. Groß Friedrichsdorf 1.196  
2. Groß Marienwalde 196  
3. Klein Friedrichsdorf 39  
4. Klein Marienwalde 94  
5. Plein 140  
6. Wildwiese 524 16. Juli 1938 umbenannt, früher Oschke
Amtsbezirk Grünau    
1. Finkenhof 136  
2. Gerhardsgrund 165 16. Juli 1938 umbenannt, früher Obschruten
3. Gerhardshöfen 56 16. Juli 1938 umbenannt, früher Weidgirren
4. Gerhardsweide 202 16. Juli 1938 umbenannt, früher Liedemeiten
5. Grünau 238  
6. Gründann 287  
7. Margen 119  
8. Mühlenkreuz 229 16. Juli 1938 umbenannt, früher Makohnen
Amtsbezirk Grünhausen (bis 1938 Jodgallen)    
1. Alt Seckenburg 211  
2. Birkenheim 120  
3. Ginkelsmittel 244  
4. Grünhausen 464 16. Juli 1938 umbenannt, früher Jodgallen
5. Grünwiese 151  
6. Kussenberg 138 16. Juli 1938 umbenannt, früher Packuß
7. Neufelde 349  
8. Polenzhof 207  
9. Schackwiese 143  
10. Schalteck 135 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schalteik
11. Warsche 63  
12. Warschfelde 161 16. Juli 1938 umbenannt, früher Warschlauken
Amtsbezirk Heideckshof (bis 1938 Skirbst)    
1. Heideckshof 220 16. Juli 1938 umbenannt, früher Skirbst
2. Köllmisch Schnecken 73  
3. Leitwarren 67 1. Oktober 1939 Teilausgliederung nach Neukirch
4. Lentenbude 81  
5. Lessen 68  
6. Oswald 220 16. Juli 1938 umbenannt, früher Bartscheiten
7. Stobingen 120  
8. Wolfsdorf 128  
Amtsbezirk Heinrichswalde    
1. Heinrichswalde 3.460  
2. Klemenswalde 337  
Amtsbezirk Ibenhorst    
1. Ibenhorst Forst gemeindefreier Gutsbezirk 378  
2. Ibenwerder 75 16. Juli 1938 umbenannt, früher Ackminge
Amtsbezirk Inse    
1. Inse 545  
2. Loye 279  
3. Tawe 840  
Amtsbezirk Karkeln    
1. Ackeln 113 16. Juli 1938 umbenannt, früher Ackelningken
2. Antonswiese 150 16. Juli 1938 umbenannt, früher Pustutten
3. Herdenau 592 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kallningken
4. Karkeln 885  
5. Trammen 276 16. Juli 1938 umbenannt, früher Tramischen
6. Warten 149 16. Juli 1938 umbenannt, früher Wirballen
7. Wittken 158  
Amtsbezirk Kreuzingen (bis 1938 Groß Skaisgirren)    
1. Georgenforst 104 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Ischdaggen
2. Georgenheide 144 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kletellen
3. Gronwalde 248 30. August 1935 umbenannt, früher Klein Girratischken
4. Kreuzingen 2.256 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Skaisgirren
5. Wartenhöfen 660 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Girratischken
6. Wilhelmsbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk(teilweise) 0  
Amtsbezirk Kuckerneese (bis 1938 Kaukehmen)    
1. Alt Sellen 147  
2. Kloken 581  
3. Kuckerneese 4.492 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kaukehmen
Amtsbezirk Kurisches Haff    
1. Kurisches Haff, Anteil Kr.Elchniederung gemeindefreier Gutsbezirk 0  
Amtsbezirk Lindental (bis 1931 Sandfluß)    
1. Amtal 136 16. Juli 1938 umbenannt, früher Baltruscheiten Kirchspiel Heinrichswalde
2. Lindental 372  
3. Streulage 80 16. Juli 1938 umbenannt, früher Dittballen
4. Thomaten 361  
5. Wilhelmsbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk(teilweise) 0  
6. Urbansprind 297 16. Juli 1938 umbenannt, früher Noragehlen
Amtsbezirk Linkuhnen    
1. Adlig Linkuhnen 379  
2. Anmut 47 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klubinn
3. Brittanien 334  
4. Bürgerhuben 121  
5. Grieteinen 142 16. Juli 1938 umbenannt, früher Grietischken
6. Grüneberg 111  
7. Köllmisch Linkuhnen 71  
8. Kurwe 22 16. Juli 1938 umbenannt, früher Uschkurwe
9. Lehmbruch 50 16. Juli 1938 umbenannt, früher Griegolienen
10. Neulinkuhnen 89 16. Juli 1938 umbenannt, früher Palinkuhnen
Amtsbezirk Milchhof (bis 1938 Sausseningken)    
1. Allgau 67 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Allgawischken
2. Aschpalten 82  
3. Lischau 132 16. Juli 1938 umbenannt, früher Lyscheiten
4. Milchhof 176 16. Juli 1938 umbenannt, früher Sausseningken
5. Schlichtingen 147 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Algawischken
6. Skuldeinen 118  
7. Sommershöfen 72 16. Juli 1938 umbenannt, früher Baubeln
8. Stellwagen 193 16. Juli 1938 umbenannt, früher Usseinen
9. Trumpenau 181 16. Juli 1938 umbenannt, früher Trumpeiten
10. Warskillen 132  
Amtsbezirk Neukirch    
1. Herrendorf 144 23. Dez. 1930 umbenannt, früher Dwarrehlischken  
2. Hoheneiche (Ostpr.) 128 16. Juli 1938 umbenannt, früher Budehlischken
3. Kleinrokitten 29 16. Juli 1938 umbenannt, früher An Rokaiten
4. Kurwensee 85 16. Juli 1938 umbenannt, früher Alleckneiten
5. Neukirch 1.589 1. Oktober 1939 Teileingliederung von Ziegelberg und Leitwarren
6. Rokitten (Ostpr.) 91 16. Juli 1938 umbenannt, früher Rokaiten
7. Selsen 82 16. Juli 1938 umbenannt, früher Selseningken
8. Ziegelberg 134 1. Oktober 1939 Teilausgliederung nach Neukirch
Amtsbezirk Neuschleuse (bis 1938 Jedwilleiten)    
1. Adelau 58 16. Juli 1938 umbenannt, früher Adlig Kreywehlen
2. Bolzfelde 104 16. Juli 1938 umbenannt, früher Bogdahnen
3. Bolzhagen 113 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neu Bogdahnen
4. Buttenhagen 82 16. Juli 1938 umbenannt, früher Buttkischken
5. Kleinwarschen 76 16. Juli 1938 umbenannt, früher Pawarschen
6. Motzfelde 150 16. Juli 1938 umbenannt, früher Motzwethen
7. Neuendorf 161  
8. Neuschleuse 164 16. Juli 1938 umbenannt, früher Jedwilleiten
Amtsbezirk Parwen (bis 1938 Parwischken)    
1. Borstehnen 16 16. Juli 1938 umbenannt, früher Borstehlischken
2. Kämpen 103 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kumpelken
3. Kischen 104  
4. Ossafelde 247 16. Juli 1938 umbenannt, früher Endrejen
5. Parwen 197 16. Juli 1938 umbenannt, früher Parwischken
6. Rutenfelde 32 16. Juli 1938 umbenannt, früher Wirblauken
7. Schulzenwiese 358 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schudlidimmen
8. Vielbrücken 163 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Wixwen
9. Wegnersdorf 18 16. Juli 1938 umbenannt, früher Wegnerminnen
10. Wilhelmsheide 234  
Amtsbezirk Peterswalde    
1. Erlen 145 16. Juli 1938 umbenannt, früher Obolin
2. Noiken 301 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schillelwethen
3. Peterswalde 417  
4. Schnecken Forst gemeindefreier Gutsbezirk 407  
5. Schneckenwalde 481 16. Juli 1938 umbenannt, früher Tunnischken
6. Wilhelmsbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk(teilweise) 0  
Amtsbezirk Rautenburg    
1. Rautenburg 307  
Amtsbezirk Rautersdorf (bis 1938 Lappienen)    
1. Ahlgarten 62  
2. Altdümpelkrug 121 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neu Norweischen
3. Brandenburg (Kr. Elchniederung) 154 29. Oktober 1934 umbenannt, früher Degimmen
4. Dannenberg 156  
5. Erlenrode 73 4. September 1936 umbenannt, früher Gräflich Prudimmen
6. Eschenberg 200 16. Juli 1938 umbenannt, früher Mosteiten
7. Gilgenfeld 171 16. Juli 1938 umbenannt, früher Joneiten
8. Großheidenstein 68 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Krauleiden
9. Hohenberge 196  
10. Kleinerlenrode 106 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Prudimmen
11. Kleinheidenstein 62 16. Juli 1938 umbenannt, früher Klein Krauleiden
12. Kurrenberg 86 16. Juli 1938 umbenannt, früher Matzgirren
13. Mühlmeistern 180 16. Juli 1938 umbenannt, früher Norweischen
14. Raging 212  
15. Rautersdorf 205 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neu Lappienen
16. Rehwalde (Kr.Elchniederung) 77 27. März 1936 umbenannt, früher Oßnugarn
17. Ruckenhagen 88 16. Juli 1938 umbenannt, früher Rucken Kirchspiel Lappienen
18. Schönwiese 299  
19. Wartenfeld 183 16. Juli 1938 umbenannt, früher Kiauken
Amtsbezirk Rauterskirch (bis 1938 Norwischeiten)    
1. Alt Iwenberg 84  
2. Budeweg 127 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neuhof-Reatischken
3. Iwenheide 58 16. Juli 1938 umbenannt, früher Scharkus-Tawell
4. Nassenfelde 113 16. Juli 1938 umbenannt, früher Andreischken
5. Rauterskirch 598 16. Juli 1938 umbenannt, früher Alt Lappienen
6. Schwanensee 207 16. Juli 1938 umbenannt, früher Norwischeiten
7. Tranatenberg 112  
Amtsbezirk Schakendorf (Ostpr.) (bis 1938 Schakuhnen)    
1. Hochdünen 126 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schillgallen
2. Jägerhöh 364 1. April 1938 umbenannt, früher Staldschen
3. Jodingen 86 16. Juli 1938 umbenannt, früher Jodischken
4. Kleinsommershöfen 100 16. Juli 1938 umbenannt, früher Wiescheiten
5. Perkuhnen 102  
6. Schakendorf (Ostpr.) 367 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schakuhnen
7. Schneiderende 119  
Amtsbezirk Schnecken    
1. Argemünde 246 16. Juli 1938 umbenannt, früher Bittehnischken
2. Argental (Ostpr.) 276 16. Juli 1938 umbenannt, früher Ackmonienen
3. Groß Heinrichsdorf 181  
4. Klein Heinrichsdorf 203  
5. Neusorge, Ksp Heinrichswalde 76  
6. Rosenwalde 151  
7. Ruckenfeld 266 16. Juli 1938 umbenannt, früher Rucken Kirchspiel Groß Friedrichsdorf
8. Wilhelmsbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk (teilweise) 0  
Amtsbezirk Seckenburg (bis 1933 Tawellningken)    
1. Altengilge 195 16. Juli 1938 umbenannt, früher Schaugsten
2. Elbings Kolonie 601  
3. Kastaunen 358  
4. Klein Friedrichsgraben 328  
5. Seckenburg 1.488  
6. Tawellenbruch 455 16. Juli 1938 umbenannt, früher Tawellningken
Amtsbezirk Sköpen    
1. Ansorge 147 16. Juli 1938 umbenannt, früher Budwethen
2. Gilgetal 285  
3. Neu Sellen 59  
4. Neusorge, Ksp Kuckerneese 331  
5. Sköpen 414  
Amtsbezirk Sprosserweide (bis 1938 Karzewischken)    
1. Altginnendorf 105 16. Juli 1938 umbenannt, früher Alt Ginnischken
2. Altschanzenkrug 131 16. Juli 1938 umbenannt, früher Baltruschkehmen
3. Balten 111 16. Juli 1938 umbenannt, früher Baltruscheiten Kirchspiel Skören
4. Neuginnendorf 51 16. Juli 1938 umbenannt, früher Neu Ginnischken
5. Skören 266  
6. Skulbetwarren 142  
7. Sprosserweide 112 16. Juli 1938 umbenannt, früher Groß Karzewischken
Amtsbezirk Stucken (bis 1938 Spucken)    
1. Dünen (Kr. Elchniederung) 358 16. Juli 1938 umbenannt, früher Ackmenischken
2. Friedeberg (Ostpr.) 270 16. Juli 1938 umbenannt, früher Lebbeden
3. Kleeburg 161 16. Juli 1938 umbenannt, früher Tirkseln
4. Kleindünen 162 16. Juli 1938 umbenannt, früher Nausseden
5. Rewellen 96  
6. Schorningen 71 16. Juli 1938 umbenannt, früher Katrinigkeiten
7. Stucken 240 16. Juli 1938 umbenannt, früher Spucken
8. Tewellen 138 16. Juli 1938 umbenannt, früher Thewellen
Amtsbezirk Tawellenbruch (bis 1938 Tawellningken)    
1. Tawellenbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk 116 16. Juli 1938 umbenannt, früher Tawellningken, Forst
Amtsbezirk Wilhelmsbruch    
1. Wilhelmsbruch 434  
2. Wilhelmsbruch Forst gemeindefreier Gutsbezirk (Rest) 0  
Amtsbezirk Wolfsberg (Ostpr.)    
1. Aschenberg 73  
2. Doblienen 64  
3. Gilkendorf 94  
4. Hohenwiese 147  
5. Ibenberg 111  
6. Johannsdorf 99  
7. Lakendorf 135  
8. Langenberg 82  
9. Lindendorf 134  
10. Mägdeberg 110  
11. Neufrost 184  
12. Schönrohr 57  
13. Wolfsberg (Ostpr.) 148  

Ortsnamen[Bearbeiten]

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Die meisten Ortsnamen im Kreis waren baltischen Ursprungs. Am 3. Juni 1938 – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938 – fanden aufgrund einer Anordnung des Gauleiters und Oberpräsidenten Ostpreußens Erich Koch auch im Landkreis Angerapp (bis 1938 Kreis Darkehmen) umfangreiche Umbenennungen von Ortsnamen statt.[4] Das waren meist lautliche Angleichungen, Übersetzungen oder freie Erfindungen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen, Band 1: Provinz Ostpreußen, Berlin 1931
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis des Deutschen Reiches 1939, 2. Auflage 1941
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis des Deutschen Reiches 1939, 2. Auflage 1941
  4. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 51. Jahrgang, Heft 2, April 2003, Seite 141