London Chess Classic

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Turniersaal der London Chess Classic 2009

Das London Chess Classic ist ein Schachturnier, das seit 2009 jährlich im Dezember im Olympia Conference Centre in Kensington ausgetragen wird. Organisator ist Malcolm Pein.

Turniermodus[Bearbeiten]

Bis 2012 spielten jeweils vier bzw. fünf eingeladene Super-Großmeister und die vier besten englischen Spieler in einem einrundigen Turnier mit klassischer Bedenkzeitregelung (2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für die folgenden 20 Züge und 15 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie). Es galt die Sofia-Regel sowie eine Dreipunkteregel (3 Punkte für einen Sieg, 1 Punkt für ein Remis, 0 Punkte für eine Niederlage). 2013 wurde der Modus auf ein Schnellschach-Turnier mit 16 Teilnehmern umgestellt, die in vier Vorgruppen und anschließendem K.-o.-System spielen. Die Partien werden mit Live-Kommentaren im Internet übertragen.

Neben dem Großmeisterturnier finden zahlreiche Rahmenveranstaltungen statt, darunter ein Open, ein Frauenturnier, Blitzturniere, Simultanvorstellungen und Vorträge.

Ergebnisse[Bearbeiten]

2009[Bearbeiten]

Die Premiere des Turniers vom 8. bis 15. Dezember 2009 gewann Carlsen vor Kramnik. Bester englischer Spieler wurde überraschend Howell, der mit 2597 die niedrigste Elo-Zahl aller Teilnehmer aufwies. Mit einem Elo-Schnitt von 2696 war es das bestbesetzte Turnier in England seit dem Phillips & Drew Kings London 1984. Der Preisfonds belief sich auf 125.000 Euro.

Platz Name Punkte
1 Magnus Carlsen 13 (+3 =4 -0)
2 Wladimir Kramnik 12 (+3 =3 -1)
3 David Howell 9 (+1 =6 -0)
4 Michael Adams 9 (+1 =6 -0)
5 Luke McShane 7 (+2 =1 -4)
6 Ni Hua 6 (+1 =3 -3)
7 Hikaru Nakamura 6 (+0 =6 -1)
8 Nigel Short 5 (+0 =5 -2)

2010[Bearbeiten]

Das Turnier fand vom 8. bis 15. Dezember 2010 statt. Carlsen gewann erneut, obwohl er zwei Partien verlor, vor Weltmeister Anand und McShane. Der Elo-Schnitt des Turniers war 2729. Der Preisfonds belief sich auf 145.000 Euro, davon 50.000 für den Turniersieger.

Platz Name Punkte
1 Magnus Carlsen 13 (+4 =1 -2)
2 Viswanathan Anand 11 (+2 =5 -0)
3 Luke McShane 11 (+2 =5 -0)
4 Hikaru Nakamura 10 (+2 =4 -1)
5 Wladimir Kramnik 10 (+2 =4 -1)
6 Michael Adams 8 (+1 =5 -1)
7 David Howell 4 (+0 =4 -3)
8 Nigel Short 2 (+0 =2 -5)

2011[Bearbeiten]

Das Turnier fand vom 3. bis 12. Dezember 2011 statt, diesmal mit neun Teilnehmern. Turniersieger wurde Kramnik vor Nakamura und dem Weltranglistenersten Carlsen. Bester englischer Spieler wurde erneut McShane. Der Elo-Schnitt des Turniers war 2748. Der Preisfonds belief sich auf 160.000 Euro, davon 50.000 für den ersten Platz.

Platz Name Punkte
1 Wladimir Kramnik 16 (+4 =4 -0)
2 Hikaru Nakamura 15 (+4 =3 -1)
3 Magnus Carlsen 14 (+3 =5 -0)
4 Luke McShane 13 (+3 =4 -1)
5 Viswanathan Anand 9 (+1 =6 -1)
6 Lewon Aronjan 9 (+1 =6 -1)
7 Nigel Short 6 (+1 =3 -4)
8 David Howell 4 (+0 =4 -4)
9 Michael Adams 3 (+0 =3 -5)

2012[Bearbeiten]

Die vierte Auflage des Turniers fand vom 1. bis 10. Dezember 2012 statt und wurde von Magnus Carlsen gewonnen, der damit seine Elo-Zahl um 13 Punkte steigerte und einen neuen Rekord aufstellte.

Platz Name Punkte
1 Magnus Carlsen 18 (+5 =3 -0)
2 Wladimir Kramnik 16 (+4 =4 -0)
3 Hikaru Nakamura 13 (+3 =4 -1)
4 Michael Adams 13 (+3 =4 -1)
5 Viswanathan Anand 9 (+1 =6 -1)
6 Lewon Aronjan 8 (+1 =5 -2)
7 Judit Polgár 6 (+1 =3 -4)
8 Luke McShane 5 (+1 =2 -5)
9 Gawain Jones 3 (+0 =3 -5)

2013[Bearbeiten]

Die fünfte Auflage des Turniers fand vom 7. bis 15. Dezember 2013 statt. Hauptevent war ein Schnellschach-Turnier mit 16 Teilnehmern. Während der neue Weltmeister Magnus Carlsen seine Teilnahme absagte, war Ex-Weltmeister Viswanathan Anand am Start. Als weitere Top-Ten-Spieler waren Wladimir Kramnik, Hikaru Nakamura, Fabiano Caruana und Boris Gelfand dabei. Zunächst wurden in vier Vorgruppen acht Plätze für ein Turnier nach K.-o.-System ausgespielt. In der Gruppenphase wurde die Dreipunkteregel angewandt. Die Bedenkzeit betrug 25 Minuten pro Partie plus 10 Sekunden pro Zug.

Es gewann Nakamura, der sich im Finale gegen Gelfand durchsetzte. Der Preisfonds belief sich auf 150.000 Euro, von denen der Sieger 50.000 erhielt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: London Chess Classic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien