Ludwig V. (Pfalz)

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Kurfürst Ludwig V.

Ludwig V. von der Pfalz der Friedfertige, (* 2. Juli 1478 in Heidelberg; † 16. März 1544 ebenda) aus der Familie der Wittelsbacher war Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz von 1508 bis 1544.

Seine Eltern waren Philipp der Aufrichtige von der Pfalz und Prinzessin Margarete von Bayern-Landshut.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Nachdem er 1508 die Nachfolge seines Vaters als Kurfürst übernommen hatte, musste er die Folgen des Landshuter Erbfolgekriegs begrenzen. Auf dem Reichstag zu Augsburg 1518 erreichte er die Aufhebung der Reichsacht gegen die Kurpfalz. 1519 stimmte er bei der Kaiserwahl für Karl V., nachdem er größere Geldzuwendungen von den Habsburgern erhalten hatte.

Den Rupprechtsbau des Heidelberger Schlosses ließ er um ein Geschoss erhöhen, dabei erweiterte er auch den Bibliotheksraum (er selbst schrieb ein zwölfbändiges Werk) mit einem noch heute erhaltenen Erker, er galt als einer der baufreudigsten Kurfürsten.

1525 versuchte er mit aufständischen Bauern im pfälzischen Bauernkrieg am 10. Mai in Forst an der Weinstraße und in den Aufstandsgebieten am Rhein und in Franken zu verhandeln, scheiterte jedoch und nahm danach im Bündnis mit dem Trierer Erzbischof, Richard von Greiffenklau zu Vollrads mehrmals an Schlachten gegen die Bauern teil, so bei der Verteidigung der Festung Marienberg in Würzburg und in der Schlacht bei Pfeddersheim.

Kurfürst Ludwig V. heiratete am 23. Februar 1511 in Heidelberg Sibille (1489–1519), Tochter Herzog Albrechts IV. von Bayern und seiner Gattin Erzherzogin Kunigunde von Österreich, Tochter Kaiser Friedrichs III. Die Ehe blieb kinderlos.

Seine Tochter Margareta von Lützelstein (1523–1560), aus einer Liaison, heiratete den Grafen Ludwig XVI. von Oettingen-Oettingen.

Nach seinem Tod 1544 wurde sein Bruder Friedrich II. sein Nachfolger.

Werke[Bearbeiten]

Er schrieb ein zwölfbändiges Werk über Medizin. (Cod. Pal. Germ. 261-272). Es war ehemals Teil der Bibliotheca Palatina, wurde 1622 mit der gesamten Sammlung in die Vatikanische Bibliothek weggeführt und kam 1816 mit den deutschsprachigen Handschriften nach Heidelberg zurück. Es wird in der Universitätsbibliothek verwahrt und ist im Zug des Projekts der Digitalisierung der "Codices palatini germanici" [1] verfügbar.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludwig V. (Pfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Philipp Kurfürst von der Pfalz
1508–1544
Friedrich II.