Harburg (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Harburg (Schwaben)
Harburg (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Harburg (Schwaben) hervorgehoben
48.78638888888910.691666666667440Koordinaten: 48° 47′ N, 10° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 73,18 km²
Einwohner: 5475 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86655
Vorwahlen: 09080, 09085
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 155
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßstraße 1
86655 Harburg
Webpräsenz: www.stadt-harburg-schwaben.de
Bürgermeister: Wolfgang Kilian (CSU)
Lage der Stadt Harburg (Schwaben) im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Harburg (Schwaben) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Die Stadt im Tal der Wörnitz liegt an der Romantischen Straße zwischen Nördlingen und Donauwörth.

Namen[Bearbeiten]

Harburg

Harburg besteht aus zwei Wortteilen: „Har“ und „Burg“. Alte Urkunden sprechen von Harburc, Horeburch und Horburc. Im Althochdeutschen heißt „horo“ Sumpf oder Moor. Die Harburg ist also eine Burg über dem Sumpf.

Ortsteile[Bearbeiten]

Ortsteile sind: Brennhof, Brünsee, Bühlhof, Ebermergen, Egermühle, Großsorheim, Harburg, Harthof, Heroldingen, Hoppingen, Katzenstein, Kratzhof, Listhof, Marbach, Mauren, Möggingen, Mündling, Obere Reismühle, Olachmühle, Ronheim, Salchhof, Schrattenhofen, Sonderhof, Spielberg und Untere Reismühle.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Harburg kam erst durch die Mediatisierung 1806 zum Königreich Bayern. Sie gehörte bis dahin lange Zeit zur evangelischen Linie Oettingen-Oettingen des Fürstentums Oettingen und weist deshalb bis heute eine evangelische Bevölkerungsmehrheit auf.

Siehe auch: Burg Wellwart

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die ehemaligen Gemeinden Brünsee und Mündling wurden am 1. Juli 1971 eingegliedert. Ronheim kam am 1. Juli 1972 hinzu.[2] Hoppingen wurde am 1. Januar 1974 eingemeindet. Ebermergen und Großsorheim folgten am 1. Januar 1976. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Heroldingen und Mauren am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern:

Das Stadtwappen von Harburg[Bearbeiten]

Das Stadtwappen von Harburg ist ein ungekrönter, rotbewehrter, schwarzer Adler auf goldenem Grund. Schon ein erstmals 1290 n. Chr. bezeugtes Siegel zeigt den Adler als Hinweis auf den frühen Charakter des Ortes als Reichsgut.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Harburg unterhält eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Gouville-sur-Mer in der Normandie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burg Harburg[Bearbeiten]

Gemälde von Franz Paul Guillery

Oberhalb der Stadt Harburg steht die gleichnamige Burg Harburg, eine umfangreiche mittelalterliche Anlage aus dem 11./12. Jahrhundert. Der Zustand des 18. Jahrhunderts ist in wesentlichen Teilen erhalten. Die Burg gehört dem fürstlichen Hause Wallerstein.

Stadttore[Bearbeiten]

Schild des Vesttors

Harburg hatte bereits um 1500 fünf hölzerne Stadttore: das Brucktor (an der Brücke), das Egelseetor (führt zum Egelsee), das Nördlinger Tor bzw. Tiefe Tor, das Vesttor (führt zur Veste bzw. Burg) und das Griestor bzw. Donauwörther Tor. Damit keine unerwünschten Personen wie etwa Diebe, Räuber, Bettler und Wegelagerer in die Stadt kommen konnten, wurden die Tore jeden Abend geschlossen. Eine Stadtmauer war größtenteils unnötig, da die Stadt von Hausmauern fast ganz umschlossen war.

Zwischen 1861 und 1863 wurden alle Tore – offiziell wegen Baufälligkeit, zu hoher Unterhaltskosten und gesundheitlicher Risiken für die Bewohner – abgerissen. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass sie den Menschen schlichtweg nicht mehr gefielen. An den ehemaligen Standorten der Tore sind heute Gedenktafeln angebracht.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Harburg (Schwaben)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Zementfabrik

Verkehr[Bearbeiten]

In Hoppingen, Harburg und Ebermergen halten Züge der Riesbahn AalenDonauwörth. Mündling liegt an der Bahnstrecke Nürnberg-Augsburg. Mit dem Auto ist Harburg über die Bundesstraße 25 zu erreichen, die bei Harburg in einem Tunnel die Harburg unterquert. Harburg liegt zentral im Landkreis Donau-Ries und ist mit den wichtigsten anderen Städten im Landkreis durch Staatsstraßen verbunden. Über den Fernradweg Romantische Straße ist Harburg auch für Radler zu erreichen. Zahlreiche weitere Radwege kreuzen sich in und um Harburg. Bei den Fernwanderwegen ist Harburg Endpunkt des Frankenweges und Etappenort des Pilgerweges Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg.

Unternehmen[Bearbeiten]

Der Hauptsitz der Märker-Gruppe prägt mit seinen hohen Kalköfen und anderen Produktionsanlagen die Ansicht von Südosten. Neben der Märker-Gruppe existieren vor allem kleinere Handwerksbetriebe. Ladengeschäfte verschwinden nach und nach aus dem Stadtbild.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harburg (Schwaben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 450.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 792, 793.