Mönchhof

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mönchhof (Begriffsklärung) aufgeführt.
Mönchhof
Wappen von Mönchhof
Mönchhof (Österreich)
Mönchhof
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 33,54 km²
Koordinaten: 47° 53′ N, 16° 57′ O47.88138888888916.941944444444131Koordinaten: 47° 52′ 53″ N, 16° 56′ 31″ O
Höhe: 131 m ü. A.
Einwohner: 2.292 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 68 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7123
Gemeindekennziffer: 1 07 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Mönchhof
7123 Mönchhof
Website: www.moenchhof.at
Politik
Bürgermeister: Josef Kolby (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(23 Mitglieder)
14 ÖVP, 8 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Gemeinde Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Pfarrkirche Mönchhof, Plan von Elias Hügel, Hofsteinmetz und Kirchenbaumeister aus Kaisersteinbruch

Mönchhof ist eine Gemeinde mit 2292 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.

Mit dem Kneippkurhaus ist Mönchhof auch ein Kurort.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Mönchhof ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Barátfalu. Vor etwa 800 Jahren besiedelten Zisterziensermönche aus dem Stift Heiligenkreuz das Gebiet um das heutige Mönchhof. Sie machten das Land, das zuvor meist Sumpflandschaft war, urbar. Im Jahre 1217 schenkte ihnen König Andreas II. von Ungarn das ehemalige Petschenegengut Leginthov als immerwährenden Besitz. Das war ein Meilenstein in der Entwicklung des Ortes und verhalf auch dem Weinbau zu einem neuen Höhenflug. Die Schenkungsurkunde von 1217 erwähnt die Gemeinde Mönchhof erstmals unter dem Namen Leginthov.

Der Ortsname leitet sich von der Zugehörigkeit zu Heiligenkreuz ab. Das Gebiet befand sich von 1648 bis 1920/21 in ungarischer Verwaltung, und zwar als Teil des Komitats Moson. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde im Jahr 1919 Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon Österreich zugesprochen.

Als wirtschaftliche Basis der Gemeinde gilt traditionell der Weinbau. Angefangen mit den Initiativen der Zisterziensermönche, die ihr Wissen aus Burgund über Heiligenkreuz nach Mönchhof brachten, gilt der Ort als die älteste Weinbaugemeinde Österreichs. Mit dem Zisterzienserinnenkloster Marienkron, das 1955 von Schwestern aus dem Kloster Seligenthal auf vom Stift Heiligenkreuz geschenktem Grund entstand, hat die Großgemeinde ein geistiges und gesundheitliches Zentrum gefunden, das weit über die Ortsgrenzen ausstrahlt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Kolby von der ÖVP.

Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist 14 ÖVP, 8 SPÖ und 1 FPÖ.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mönchhof

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Elias Hügel (1681-1755), Bildhauer und Kirchenbaumeister des Barock; er schuf auch den Hochaltar der örtlichen Pfarrkirche
  • Jakob Mädl (1896–1978), Hauptschuldirektor und Politiker
  • Rosaria Golsch (1926-2003), Zisterzienserin, Gründeräbtissin der Abtei Marienkron
  • Josef Huber (* 1956), Fußballspieler

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mönchhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mönchof auf oesterreich-info.at abgerufen am 31. Mai 2010