Pama

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Pama
Wappen von Pama
Pama (Österreich)
Pama
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 26,39 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 17° 2′ O48.04517.036944444444137Koordinaten: 48° 2′ 42″ N, 17° 2′ 13″ O
Höhe: 137 m ü. A.
Einwohner: 1.116 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 42 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2422
Gemeindekennziffer: 1 07 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2422 Pama
Website: www.gemeinde-pama.at
Politik
Bürgermeister: Josef Wetzelhofer (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
11
8
11 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Pama im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Pama im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pama/Baumern (mitte rechts) um 1873 im Aufnahmeblatt der Landesaufnahme (links der Bereich des Militärlagers in Bruck an der Leitha, nur schematisch dargestellt)

Pama ist eine Gemeinde mit 1116 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland in Österreich.

Der kroatische Ortsname lautet Bijelo Selo (dt. Weißes Dorf) und erscheint auf den Ortstafeln der Gemeinde gemeinsam mit dem deutschen Namen.

Auf ungarisch heißt die Gemeinde Lajtakörtvélyes.

Geografie[Bearbeiten]

Pama grenzt an Kittsee im Norden, Gattendorf und Zurndorf im Süden, an Deutsch Jahrndorf im Südosten sowie an Niederösterreich im Westen und die Slowakei im Osten.

Das nicht besiedelte Gebiet wird landwirtschaftlich genutzt, Wälder sind kaum vorhanden. Ein Teil des Gemeindegebiets wurde zum Trappenschutzgebiet erklärt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach den Türkenkriegen wurde die stark dezimierte Bevölkerung (Pama war halbwüst geworden) durch den Zuzug kroatischsprachiger Bevölkerung ergänzt. Die Bevölkerungsgruppe der Burgenland-Kroaten ist zwar in den letzten Jahrzehnten merklich geschrumpft, beteiligt sich jedoch immer noch sehr aktiv am Gemeindeleben. Ein Großteil der Gottesdienste wird hauptsächlich in kroatischer Sprache abgehalten. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn).

Seit 1898 musste auf Grund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Mosonkörtvélyes verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Josef Wetzelhofer von der SPÖ.
  • Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 11, ÖVP 8.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Schild geviert, Feld 1: In Rot eine goldene aufrechte Pflugschar, Feld 2: In Gold ein roter sechsstrahliger Stern, Feld 3: In Gold eine nach links gerichtete rote Sichel, Feld 4: In Rot eine goldene Weintraube.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pama

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde selbst sind wenige Arbeitsplätze vorhanden (z. B. in einem Betrieb für landwirtschaftliche Produkte, einem Transport- und Schotterei-Betrieb, einer Tischlerei, einem Installateurbetrieb und einem Zimmereibetrieb), sodass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung zum Pendeln gezwungen ist, entweder in angrenzende Gemeinden oder nach Wien. Viele Bewohner sind aber, zumindest im Nebenerwerb, auch als Landwirte tätig, wobei hier der überproportional große Anteil an Biobauern erwähnenswert ist.

Die Infrastruktur entspricht der üblichen einer Gemeinde dieser Größe. So existieren etwa ein Kindergarten und eine Volksschule (beide zweisprachig), eine Musikschule, ein Lebensmittelladen, zwei Gasthöfe, eine Anzahl von Heurigenlokalen und eine Bank. Die Postfiliale musste im Zuge von Einsparungsmaßnahmen geschlossen werden, ein Postpartner übernahm deren Aufgaben.

Im Jahr 2004 wurden in Pama, wie auch in vielen Nachbargemeinden (zum Teil schon zuvor), Windkraftanlagen errichtet.

Auf Grund der exponierten Lage an der Schengen-Ostgrenze befand sich in Pama ein Bundesheer-Zugsgefechtstand für den Assistenzeinsatz Grenzraumüberwachung zur Überwachung der Grenzen.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Pama
  • Bahn: In der Gemeinde besteht ein Bahnhof, von dem aus im Stunden-Takt Züge nach Wien und Bratislava verkehren. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Parndorf–Kittsee–Petržalka.
  • Fahrrad: In der Gemeinde gibt es ein ausgedehntes Radwegnetz.

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

  • Reiten: Die Weite der Landschaft lädt zum Reiten ein.
  • Radwegnetz: Im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke wurde auch ein ausgedehntes Radwegnetz errichtet.
  • Fußballplatz: Die Gemeinde verfügt über zwei Fußballplätze.
  • Tennisanlage
  • Beachvolleyballplatz
  • Eislaufplatz: Ein ehemaliger Löschwasserteich wird in den Wintermonaten von den Kindern des Ortes als Eislaufplatz benutzt.
  • Turnhalle: Es steht allen Sportbegeisterten seit Dezember 2006 eine Turnhalle zur Verfügung.

Vereine[Bearbeiten]

Im Ort existieren mehrere Vereine, darunter die Freiwillige Feuerwehr, die Landjugend, eine Tamburica-Gruppe, die Stucknfreunde (Schnellsportart), der VfB (Verein für Bewegung) sowie der Gesangsverein Radost (kroatisch für Freude).

Als Kuriosum ist zu erwähnen, dass gerade dieser kleine Ort – als einer der ganz wenigen im Burgenland – über zwei Fußballvereine verfügt: SK Pama und UFC Pama.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien