Weiden am See

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Weiden am See
Wappen von Weiden am See
Weiden am See (Österreich)
Weiden am See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 32,47 km²
Koordinaten: 47° 56′ N, 16° 52′ O47.92777777777816.866666666667127Koordinaten: 47° 55′ 40″ N, 16° 52′ 0″ O
Höhe: 127 m ü. A.
Einwohner: 2.289 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 70 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7121
Gemeindekennziffer: 1 07 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Weiden am See
7121 Weiden am See
Website: www.weiden-see.at
Politik
Bürgermeister: Wilhelm Schwartz (ÖVP)
Gemeinderat: (2007)
(21 Mitglieder)
11
10
11 10 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Weiden am See im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Weiden am See im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Weiden am See ist eine Marktgemeinde mit 2289 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Védeny.

Die Weinbaugemeinde am Nordostufer des Neusiedler Sees befindet sich etwa zwei Kilometer südöstlich von der Bezirkshauptstadt Neusiedl am See.

Geschichte[Bearbeiten]

Weiden wurde urkundlich 1338 erwähnt und kam nach 1413 in den Besitz des Raaber (Győr) Domkapitels. 1588 wurde dem Ort das Marktrecht verliehen. Schwere Schäden erlitt der Ort im Zuge der Türkenkriege 1529 und 1683 sowie im Kuruzzenkrieg 1704 bis 1709. 1606 verwüstete ein Großbrand den Ort. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (sog. „Deutsch-Westungarn“). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Védeny verwendet werden.[1] Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen der überwiegende Teil des deutschsprachigen Westungarns in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Marktgemeinde ist Weiden am See seit 1588 (durch Marktrechtsverleihung Rudolf II).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wilhelm Schwartz von der ÖVP. Von den 23 Gemeinderäten stellt die SPÖ sieben, die ÖVP dreizehn und die GUW drei.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Ein roter Schild, der in der Mitte von einem natürlichen Fluss gequert wird und die lateinische Bezeichnung 'Lacus Fertö' in sich trägt. Aus einem sich aus dem Wappenboden erhebenden grünen Dreiberg wachsen zwei sich kreuzende grüne Reben mit zwei roten Trauben empor. Im oberen Teil rechts und links zwei goldene Sterne, in der Mitte ein großes silbernes W, die Initiale des Ortsnamens.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weiden am See

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch Weiden am See führt der von Frauenkirchen kommende und bis zur Einbindung in den Jakobsweg Österreich in Haslau-Maria Ellend überwiegend im Burgenland verlaufenden Jakobsweg Burgenland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weiden am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Verlag Anton Schroll, Wien 1976, ISBN 3-7031-0401-5.
Weiden (Mitte links) und Umgebung am damals ausgetrockneten Neusiedler See, um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)