Mannsschild

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Mannsschild
Wimper-Mannsschild (Androsace chamaejasme)

Wimper-Mannsschild (Androsace chamaejasme)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild
Wissenschaftlicher Name
Androsace
L.
Alpen-Mannsschild (Androsace alpina)
Fleischroter Mannsschild (Androsace carnea)
Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica)
Zottiger Mannsschild (Androsace villosa)

Als Mannsschild (Androsace) bezeichnet man eine Pflanzengattung der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Zu dieser Gattung zählen etwa 100 bis 125 Arten aus den kühleren Regionen der Nordhalbkugel. Der botanische Name stammt von griechisch andros für Mann und sakos für Schild, er wurde erst im 16. Jahrhundert von einer Algen-Art auf diese Pflanzengattung übertragen.

Mannsschild-Arten sind in der Regel niedere Polster- oder Rasenpflanzen und eignen sich besonders gut für den Steingarten. Sie vertragen gewöhnlich pralle Sonne. Zu den Mannsschildarten gehört beispielsweise auch das Schweizer Mannsschild, das zu den typischsten Pflanzenarten der Alpen zählt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Androsace-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die meisten Arten sind stängellos (acaulescent), deshalb stehen die Laubblätter meist in grundständigen Rosetten; wenn sich am Stängel Blätter befinden dann sind sie wechselständig angeordnet. Die einfach Laubblätter sind gestielt oder ungestielt.

Die Blüten stehen selten einzeln, meist in doldigen Blütenständen mit Hochblättern. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind glockig bis halbkugelig verwachsen. Die fünf weißen, rosafarbenen, violetten, dunkelroten oder selten gelben Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Krone ist höchstens gleich lang wie der Kelch. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblätter vorhanden; sie ragen nicht aus der Krone heraus weil die Staubfäden sehr kurz sind. Auch der Griffel ist kürzer als die Kronröhre.

Die eiförmigen bis kugeligen Kapselfrüchte öffnen sich nahe ihrer Basis und enthalten wenige bis viele Samen. Die braunen Samen sind geflügelt.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Androsace wurde 1753 durch Carl von Linné aufgestellt. Synonyme für Androsace L. sind: Aretia L., Douglasia Lindl., Gregoria Duby, Vitaliana Sesl.[1]

Es gibt etwa 100 bis 125 Androsace-Arten, davon sind 73 in China zu finden (Auswahl):[1][2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b K. Marhold, 2011: Primulaceae: Androsace - Datenblatt In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  2. Qiming Hu & Sylvia Kelso: Primulaceae: Androsace, S. 80 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 15 - Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996. ISBN 0-915279-37-1

Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. Erkennen & bestimmen. Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer, Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Bestimmungsbuch für alle in Österreich wildwachsenden sowie die wichtigsten kultivierten Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Samenpflanzen) mit Angaben über ihre Ökologie und Verbreitung. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mannsschild – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien