Mannsschild

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Mannsschild
Wimper-Mannsschild (Androsace chamaejasme)

Wimper-Mannsschild (Androsace chamaejasme)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild
Wissenschaftlicher Name
Androsace
L.

Die Pflanzengattung Mannsschild (Androsace) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Zu dieser Gattung zählen heute mindestens 125 Arten aus den kühleren Regionen der Nordhalbkugel. Zu den Mannsschildarten gehört beispielsweise auch das Schweizer Mannsschild, das zu den typischsten Pflanzenarten der Alpen zählt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Androsace hausmanni in Atlas der Alpenflora

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Androsace-Arten sind ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die meisten Arten sind stängellos (acaulescent), deshalb stehen die Laubblätter meist in grundständigen Rosetten; wenn sich am Stängel Blätter befinden dann sind sie wechselständig angeordnet. Die einfach Laubblätter sind gestielt oder ungestielt.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen selten einzeln, meist in doldigen Blütenständen mit Hochblättern. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind glockig bis halbkugelig verwachsen. Die fünf weißen, rosafarbenen, violetten, dunkelroten oder selten gelben Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Krone ist höchstens gleich lang wie der Kelch. Es ist nur ein Kreis mit fünf fertilen Staubblätter vorhanden; sie ragen nicht aus der Krone heraus weil die Staubfäden sehr kurz sind. Auch der Griffel ist kürzer als die Kronröhre.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die eiförmigen bis kugeligen Kapselfrüchte öffnen sich nahe ihrer Basis und enthalten wenige bis viele Samen. Die braunen Samen sind geflügelt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet
Alpen-Mannsschild (Androsace alpina)
Die polsterbildende Art Androsace bryomorpha mit einzeln stehenden, nur kurz gestielten Blüten
Fleischroter Mannsschild (Androsace carnea)
Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica)
Zottiger Mannsschild (Androsace villosa)

Die Gattung Androsace wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 141[1] aufgestellt.[2] Synonyme für Androsace L. sind: Aretia L., Douglasia Lindl., Vitaliana Sesl., Gregoria Duby.[3][4] Der botanische Name stammt von griechisch andros für Mann und sakos für Schild, er wurde erst im 16. Jahrhundert von einer Algen-Art auf diese Pflanzengattung übertragen.

Die Gattung Androsace gehört zur Unterfamilie Primuloideae innerhalb der Familie der Primulaceae

Die früher etwa 100 und heute mindestens 125 Androsace-Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. In China gibt es etwa 73 Arten.[5] In Pakistan sind etwa 24 Arten zu finden.[6] In Nordamerika kommen nur etwa fünf Arten vor.

Es gibt 100 bis 125 Androsace-Arten:[3][5][6]

Nutzung[Bearbeiten]

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Mannsschild-Arten sind in der Regel niedere Polster- oder Rasenpflanzen und eignen sich besonders gut für den Steingarten. Sie vertragen gewöhnlich pralle Sonne.

Quellen[Bearbeiten]

  • Qiming Hu & Sylvia Kelso: Primulaceae: Androsace, S. 80 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 15 - Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996. ISBN 0-915279-37-1 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
  • Yasin J. Nasir: Androsace bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. Louis, Volume 157 - Primulaceae, Department of Botany, University of Karachi u.a., Karachi u.a., 1984.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Linné 1753 eingescannt bei botanicus.org.
  2. Androsace bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 11. Juni 2014.
  3. a b c d e f g h i K. Marhold, 2011: Primulaceae: Androsace - Datenblatt In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  4. a b c d Androsace im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 11. Juni 2014.
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx Qiming Hu & Sylvia Kelso: Primulaceae: Androsace, S. 80 - textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 15 - Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996. ISBN 0-915279-37-1
  6. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Yasin J. Nasir: Androsace bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. Louis, Volume 157 - Primulaceae, Department of Botany, University of Karachi u.a., Karachi u.a., 1984.

Ergänzende Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. Erkennen & bestimmen. Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer, Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Bestimmungsbuch für alle in Österreich wildwachsenden sowie die wichtigsten kultivierten Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Samenpflanzen) mit Angaben über ihre Ökologie und Verbreitung. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mannsschild – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien