Mariano Zabaleta

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Mariano Zabaleta Tennisspieler
Mariano Zabaleta
Nationalität: ArgentinienArgentinien Argentinien
Geburtstag: 28. Februar 1978
Größe: 183 cm
Gewicht: 77 kg
1. Profisaison: 1996
Rücktritt: 2010
Spielhand: Rechts
Trainer: Mariano Hood
Preisgeld: 3.204.127 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 202:213
Karrieretitel: 3
Höchste Platzierung: 21 (3. April 2000)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 12:35
Höchste Platzierung: 174 (7. Juli 2003)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mariano Zabaleta (* 28. Februar 1978 in Tandil) ist ein ehemaliger argentinischer Tennisspieler. Er war von 1996 bis 2010 als Profispieler tätig und gewann insgesamt drei Turniere der ATP World Tour. Sein Lieblingsbelag war Sand, auf dem er alle seine Turniersiege holte.

Karriere[Bearbeiten]

Juniorentennis[Bearbeiten]

Zabaleta begann im Alter von sieben Jahren mit Tennis. 1995 dominierte er die Juniorenszene und kassierte seine einzige Niederlage des Jahres im Viertelfinale der US Open gegen Peter Wessels. Bei den Italian Open, deren Finale er mit 6:4, 6:2 gegen Martin Lee gewann, gab er keinen Satz ab. Das Gleiche gelang dem Argentinier bei den French Open, wo er gegen Mariano Puerta mit 6:2, 6:3 siegreich war. Schlussendlich wurde er auch Erster beim Orange Bowl, der inoffiziellen ITF-Junioren-Weltmeisterschaft, wo er nur beim 6:2, 3:6, 6:1 gegen Tommy Haas im Finale einen Satz verlor. Er beendete seine Juniorenkarriere im gleichen Jahr als Erster der Weltrangliste und mit einer Statistik von 81 Siegen bei 6 Niederlagen.

Profikarriere[Bearbeiten]

Im April 1996 feierte Zabaleta in Birmingham nach einem 6:4, 6:4 gegen Bill Behrens seinen ersten Challenger-Turniersieg. Einen Monat später nahm er erstmals an einem Turnier der Tennis Masters Series in Rom teil, schied jedoch in der ersten Runde aus.

Auch sein erster Grand-Slam-Auftritt bei den French Open 1997 endete früh. Besser lief es für den Argentinier bei den French Open 1998, als er in der ersten Runde den damaligen Weltranglisten-Zweiten Petr Korda mit 6:0, 6:2, 3:6, 4:6, 6:3 aus dem Turnier warf. Er gewann anschließend auch gegen Jeff Tarango, bevor er in der dritten Runde gegen den Marokkaner Hicham Arazi ausschied. Im gleichen Jahr holte Zabaleta in Bogotá seinen ersten Titel der ATP World Tour und befand sich am Jahresende erstmals unter den Top 100 der Weltrangliste.

1999 erreichte er beim Hamburg Masters das Finale, verlor dieses jedoch gegen Marcelo Ríos mit 7:65, 5:7, 7:5, 6:75, 2:6. Das Spiel dauerte insgesamt 4 Stunden und 7 Minuten und war das bis dahin längste seiner Profikarriere. Weitere Finaleinzüge und konstante Ergebnisse brachten ihn am 3. April 2000 auf Platz 21 der Weltrangliste, die beste Platzierung seiner Karriere. Bei den US Open 2001 sorgte Zabaleta mit dem Viertelfinaleinzug für Aufsehen. Auf dem Weg dorthin besiegte er unter anderem den damaligen Top-10-Spieler Sébastien Grosjean, verlor im Viertelfinale aber deutlich gegen den Russen Marat Safin.

2003 feierte er seinen zweiten ATP-Turniersieg in Båstad. Nach einem Halbfinalsieg gegen Carlos Moyá besiegte er im Finale Nicolás Lapentti mit 6:3, 6:4. Ein Jahr später verteidigte Zabaleta seinen Titel bei diesem Turnier mit einem Finalsieg über den amtierenden French-Open-Sieger Gastón Gaudio.

Weitere Erfolge blieben in den darauffolgenden Jahren aus, so dass der Argentinier aus den Top 100 der Weltrangliste fiel und schlussendlich wieder bei Challenger-Turnieren antreten musste. Das änderte sich 2007, als Zabaleta die Challenger-Turniere in La Serena und Bermuda gewann und das Finale des ATP-Turniers in Houston erreichte, was ihn wieder unter die bestplatzierten 100 Spieler brachte. Dies sollte jedoch nicht von langer Dauer sein: Durch viele Verletzungen konnte er 2008 nur an wenigen Turnieren teilnehmen und fiel schließlich sogar aus den Top 1.000.

Im März 2009 erreichte Zabaleta das Challenger-Finale in Santiago de Chile, das er gegen seinen Landsmann Máximo González mit 4:6, 3:6 verlor. 2010 beendete er seine Profikarriere.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP Super 9
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (3)
ATP Challenger Tour (3)

Siege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 28. April 1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Birmingham Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Behrens 6:4, 6:4
2. 8. November 1998 KolumbienKolumbien Bogotá Sand ParaguayParaguay Ramón Delgado 6:4, 6:4
3. 13. Juli 2003 SchwedenSchweden Båstad (1) Sand EcuadorEcuador Nicolás Lapentti 6:3, 6:4
4. 11. Juli 2004 SchwedenSchweden Båstad (2) Sand ArgentinienArgentinien Gastón Gaudio 6:1, 4:6, 7:64
5. 21. Januar 2007 ChileChile La Serena Sand ArgentinienArgentinien Juan Pablo Brzezicki 6:2, 6:4
6. 22. April 2007 BermudaBermuda Grand Bermuda Sand KanadaKanada Frank Dancevic 7:5, 5:7, 6:3

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 9. Mai 1999 DeutschlandDeutschland Hamburg Sand ChileChile Marcelo Ríos 7:65, 5:7, 7:5, 6:75, 2:6
2. 22. Mai 1999 OsterreichÖsterreich St. Pölten Sand ChileChile Marcelo Ríos 4:4 – Aufgabe
3. 8. August 1999 NiederlandeNiederlande Amsterdam Sand MarokkoMarokko Younes El Aynaoui 0:6, 3:6
4. 2. März 2003 MexikoMexiko Acapulco Sand ArgentinienArgentinien Agustín Calleri 5:7, 6:3, 3:6
5. 15. April 2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Houston Sand KroatienKroatien Ivo Karlović 4:6, 1:6

Weblinks[Bearbeiten]