Marie Taglioni

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Maria Taglioni die Ältere, Lithographie von Josef Kriehuber, 1839

Marie Taglioni die Ältere (* 23. April 1804 in Stockholm, Schweden; † 22. April 1884 in Marseille) war eine italienische Tänzerin.

Leben[Bearbeiten]

Marie Taglioni war der erste Star des romantischen Balletts. Sie gilt als erste Meisterin des Spitzentanzes. Ihre Weltkarriere nahm ihren Anfang, als sie 1832 an der Pariser Oper in dem Ballett La Sylphide von Jean Schneitzhoeffer auftrat. Der Choreograf des Stückes war ihr Vater, Filippo Taglioni.

Am 18. September 1832 heiratete sie in London Jean-Pierre Victor Albert Gilbert de Voisins (Geburtsdatum unbekannt, gestorben 1863). Mit ihm hatte sie zwei Kinder: Marie (1835–1901, verh. mit Alexander Troubetzkoy, 1813–1889) sowie Georges-Philippe (1843–1893, verh. mit Sozonga Rallli, gest. 1906 in Paris).

Marie Taglioni verließ das Ballet de l’Opéra de Paris 1837 und ging nach Sankt Petersburg zum Mariinski Ballett.

1847 setzte sie sich als Tänzerin zur Ruhe, arbeitete aber weiter als Tanzlehrerin. Ihr Bruder Paul Taglioni war ebenfalls ein berühmter Tänzer sowie Ballettmeister der königlichen Balletttruppe in Berlin.

Marie Taglionis einzige Arbeit als Choreografin galt dem Ballett Le Papillon von Jacques Offenbach für die von ihr protegierte Tänzerin Emma Livry.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marie Taglioni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien