Italiener

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Dieser Artikel elaboriert das Konzept einer Ethnie der Italiener. Für die Staatsanghörigen Italiens siehe Italien, für weitere Bedeutungen siehe Italiener (Begriffsklärung).
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Die Gesamtheit der Personen italienischer Muttersprache, teilweise auch deren Nachfahren, wird häufig im Sinne einer Ethnie als Italiener (Italiani) bezeichnet. Dieser Personenkreis umfasst etwa 55 Millionen Menschen in Italien (94 % der Gesamtbevölkerung des Staates). Außerdem gibt es alteingesessene italienische Minderheiten in Frankreich (200.000), Kroatien (19.000), Monaco (20 %), San Marino (13,0 %) und Slowenien (0,1 %). Weitere italienische Minderheiten gibt es in Ägypten und in den ehemaligen Kolonien Äthiopien, Eritrea, Somalia und Libyen.

Italiener sind in den vergangenen zwei Jahrhunderten in großer Zahl ausgewandert. So bilden sie in Deutschland nach den Türken und Serben mit 548.000 die drittgrößte Gruppe der Ausländer.

Die alteingesessenen italienischsprachigen Schweizer (vor allem in den Kantonen Tessin und Graubünden) werden nicht zu den Italienern gezählt. In der Schweiz leben aber noch über 290.000 Italiener aus Italien, womit sie dort sogar die größte Ausländergruppe bilden[1].

Die Zuordnung der Monegassen und San-Marinesen ist unklar.

Große Gruppen von Italienern sind auch nach Amerika ausgewandert. In den USA bilden sie und ihre Nachkommen als Italo-Amerikaner mit 15,6 Millionen 5,6 % der US-Bevölkerung (Stand: 2000). 36 % der Argentinier sind italienischer Herkunft. Zusätzlich sind ein Großteil der 2,3 Millionen Ausländer in Argentinien Italiener. Weitere Ziele italienischer Auswanderungen waren Brasilien, Kanada, Chile, Australien, Venezuela, Peru und Uruguay.

[Bearbeiten] Geschichte

Im vorgeschichtlicher Zeit lebten im Nordwesten Italiens die nicht-indogermanischen Ligurier. Die Illyrer bewohnten einige Alpentäler und den Südosten, keltische Gallier die Poebene, Etrusker die Toskana und Etrurien. Griechische Siedler gründeten im 6. Jahrhundert v. Chr. mehrere Siedlungen in Süditalien bis hinauf zum heutigen Neapel. Von 600 v. Chr. bis 510 v. Chr. beherrschten die Etrusker Italien, bis die Bewohner Roms, die Latiner oder Italiker die Apenninen-Halbinsel nach und nach eroberten. Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde das Römische Imperium errichtet, das den gesamten Mittelmeerraum, den vorderen Orient und große Teile Europas umfasste. Ab 235 n. Chr. zerfiel das Reich wieder und mehrere germanische Stämme, wie Goten, Alemannen Vandalen und Langobarden fielen ein. 774 eroberten die Franken Italien. Später kam es zu Sarazeneneinfällen und im 11. Jahrhundert eroberten die Normannen Sizilien. Im Mittelalter konnten sich im ständigen Konflikt zwischen Kaiser und Papst mehrere italienische Stadtstaaten innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bilden, die es teilweise bis zur Unabhängigkeit brachten. Erst im 19. Jahrhundert gelang die staatliche Einigung Italiens.

Alle diese Völker hinterließen ihre Spuren im heutigen Volk der Italiener. Verschiedenheiten in Aussehen und Charakter zwischen Italienern Venedigs und Siziliens, zwischen den Florentinern und Neapolitaniern sind daher leicht verständlich. Erst seit Dante Alighieri (1265-1321) ist das Toskanische zur Schriftsprache der Italiener geworden.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. NZZ Online: Erstmals über eine Million EU- und EFTA Angehörige in der Schweiz

[Bearbeiten] Quellen

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