Mein Freund Harvey (1950)

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Filmdaten
Deutscher Titel Mein Freund Harvey
Originaltitel Harvey
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1950
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Henry Koster
Drehbuch Mary Chase,
Oscar Brodney,
Myles Connolly
Produktion John Beck
Musik Frank Skinner
Kamera William H. Daniels
Schnitt Ralph Dawson
Besetzung

Mein Freund Harvey ist ein Film von Henry Koster aus dem Jahr 1950. Er basiert auf dem Theaterstück Mein Freund Harvey von Mary Chase.

Handlung[Bearbeiten]

Elwood P. Dowd ist ein liebenswert-schrulliger und zu allen unerschütterlich freundlicher Mann mittleren Alters. Sein bester Freund ist seit einigen Jahren ein 2,105 Meter großer Hase namens Harvey, mit welchem er stundenlang durch die Stadt zieht und in seiner Lieblingskneipe „Charley's Bar“ fremde Leute zu einem Glas mit sich und Harvey einlädt. Das Problem ist allerdings, dass auch wenn der Wirt und die anderen Gäste Harveys Existenz akzeptieren, Harvey für alle Menschen außer Elwood unsichtbar ist. Daher gestaltet das Zusammenleben mit Elwood und seinem Hasen für Elwoods Schwester Veta und ihre Tochter Myrtle oft schwierig. Jedoch hat Elwood und nicht Veta das Haus sowie das nicht unerhebliche Vermögen geerbt, sodass die Frauen auf sein Wohlwollen angewiesen sind. Als die sehr um ihren Ruf besorgte Veta eines Tages eine Feier mit zahlreichen bedeutenden und angesehenen Damen veranstaltet - mit dem Ziel, unter deren Söhnen endlich einen Ehemann für Myrtle zu finden - erscheint Elwood mit seinem unsichtbaren Hasen und stellt ihn allen Gästen vor. Nachdem die Gäste recht schnell unter fadenscheinigen Gründen verschwunden sind, beschließt Veta, ihren Bruder in ein Sanatorium einweisen zu lassen.

Bei der Vorstellung im Sanatorium hat Veta eine Unterredung mit dem jungen Psychiater Dr. Sanderson, bei welcher sie ständige Trinkerei oder eine psychische Störung als Gründe für Harveys vermeintliche Existenz bei Elwood angibt. Doch als die hysterisch auftretende Frau aussagt, Harvey gelegentlich selbst zu sehen, wird nicht Elwood, sondern seine Schwester selbst ins Sanatorium eingewiesen. Elwood verlässt das Gelände, während seine Schwester sich mit Händen und Füßen gegen ihre Einweisung wehrt. Nachdem Dr. Chumley, der angesehene Leiter des Sanatoriums, nach kurzer Zeit die Verwechslung festgestellt hat, wird Veta zwar wieder freigelassen, doch ihr Bruder bleibt unauffindbar. Chumley schickt alle seine Mitarbeiter auf die Suche nach Harvey, um den Ruf seines Sanatoriums zu retten. Veta holt sich inzwischen ihren Anwalt Gaffney zur Hilfe, welcher Chumley und sein Klinikum auf Schadenersatz für die Verwechslung verklagen soll.

Elwood weiß nichts von den Entscheidungen und Intrigen der weiteren Figuren, dennoch kann er seiner drohenden Rückkehr ins Sanatorium mit seiner Freundlichkeit immer wieder entkommen. Als Dr. Chumley Elwood und seinen Hasen in der Kneipe aufspürt, erzählt dieser ihm, wie er Harvey einst an einem Laternenphal kennengelernt hat und auch, dass Harvey die Zeit mit seinem Blick stoppen könnte sowie Menschen an jeden erdenklichen Ort transportieren könnte. Außerdem erzählt Elwood Dr. Chumley seine Lebensphilosophie: „Man kann auf zwei Wegen gut durch das Leben kommen, entweder man ist sehr schlau oder sehr freundlich. Früher war ich sehr schlau, nun bin ich sehr freundlich.

Dr. Chumley trinkt einige Gläser mit Elwood und seinem Hasen und glaubt dessen Geschichte nicht nur, sondern spricht selbst mit dem Hasen und freundet sich mit ihm an. Der rennomierte Psychiater und der Hase ziehen anschließend durch die Wirtshäuser, wobei Elwood sie verliert und sich auf die Suche nach Harvey macht. Dabei trifft er Dr. Sanderson und die Krankenschwester Miss Kelly, welche einst ein Liebespaar waren, nun aber getrennt sind. Elwood schafft es mit seiner charmanten Art, beide wieder einander näher zu bringen und sie tanzen zusammen. Gleichzeitig verliebt sich Vetas Tochter Myrtle in den ruppigen Pfleger Wilson, welcher ebenfalls auf der Suche nach Elwood ist. So gibt es am Ende des Filmes zwei Liebespaare.

Nachdem Elwood endlich im Sanatorium ist, soll er nach dem Willen seiner Schwester von Dr. Sanderson das Serum „977“ verabreicht werden, welches aufhält, dass er den Hasen weiterhin sieht. Veta muss währenddessen den Taxifahrer bezahlen, doch ihr fehlt plötzlich das Portmanee. Sie bittet ihren Bruder mit seinem Portmanee das Geld zu bezahlen, welcher ein freundliches Gespräch mit dem Taxifahrer führt. Nachdem Elwood wieder ins Behandlungszimmer gegangen ist, um die Spritze zu erhalten, erzählt der Taxifahrer - wee Veta, dass er schon viele Menschen wie Elwood zum Sanatorium hingefahren hat: Bei der Hinfahrt sind sie fröhlich und viel erzählen, bei der Rückfahrt sind sie jedoch wieder „normal“ wie jeder andere Mensch und damit missmutig und übellaunig. Veta verhindert schließlich, dass Elwood das Serum erhält und ist einverstanden, weiterhin mit dem Hasen und den Schrullen ihres Bruders zusammenzuleben. Als ihr Portmanee plötzlich wieder auftaucht, ist Veta von Harveys Existenz überzeugt.

Vor dem Sanatorium trifft der überglückliche Elwood seinen Harvey wieder. Den Hasen lässt sich Dr. Chumley von Harvey geben, um zu seinem Traumort - einem idyllischen Haus unter Ahornbäumen in Akron - zu gelangen. Ohne Harvey und etwas verloren will Elwood mit seiner Familie das Sanatorium verlassen, doch da erscheint dieser wieder neben ihm (offenbar hat er Dr. Chumley in der Zwischenzeit nach Akron gebracht). Beide folgen gemeinsam Myrtle und Veta aus dem Sanatorium.

Produktionsangaben[Bearbeiten]

Das Szenenbild stammte von Nathan Juran und Bernard Herzbrun.

Kritik[Bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: Ein hintergründiger Schwank um den Sieg der Poesie über den grauen Alltag und die Kraft der Güte; die Herkunft von der Bühne ist allerdings unverkennbar

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Ebenfalls 1951 gab es eine Hugo-Nominierung für die Beste Dramatische Darstellung.

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Mein Freund Harvey erschien erstmals auf DVD am 14. August 2003.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mein Freund Harvey auf mediabiz.de, abgerufen am 22. Februar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]