Mohamadou Idrissou

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Mohamadou Idrissou

Mohamadou Idrissou als Spieler
von Borussia Mönchengladbach (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 8. März 1980
Geburtsort YaoundéKamerun
Größe 190 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
0000–1999
1999
Racing Bafoussam
Cotonsport Garoua
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1999–2000
2001
2001–2002
2001–2002
2002–2006
2005
2006–2008
2008–2010
2010–2011
2011–2012
2012–2014
2014–
Cotonsport Garoua
FSV Frankfurt
SV Wehen Wiesbaden
SV Wehen Wiesbaden II
Hannover 96
SM Caen (Leihe)
MSV Duisburg
SC Freiburg
Borussia M'gladbach
Eintracht Frankfurt
1. FC Kaiserslautern
Maccabi Haifa
0
18 (15)
31 (13)
1 0(2)
64 (13)
0 0(0)
45 0(8)
74 (25)
33 0(5)
26 (14)
61 (30)
5 0(0)
Nationalmannschaft2
2003– Kamerun 39 0(6)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 4. Dezember 2014
2 Stand: 29. Mai 2014

Mohamadou „Mo“ Idrissou, auch Mahammadou Idrissou, (* 8. März 1980 in Yaoundé) ist ein kamerunischer Fußballspieler, der seit Sommer 2014 bei Maccabi Haifa unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten]

Die ersten Stationen in Idrissous Karriere waren Racing Bafoussam und Cotonsport Garoua in Kamerun.

In der Winterpause der Saison 2000/01 wurde er vom hessischen Oberligisten FSV Frankfurt nach Deutschland geholt. Beim FSV konnte er sich auf Anhieb durchsetzen und erzielte in 18 Spielen 15 Tore. Nachdem der FSV am Saisonende nicht in die Regionalliga aufgestiegen war, wechselte Idrissou zur Spielzeit 2001/02 zum Regionalligisten SV Wehen Wiesbaden. Dort bildete er zusammen mit Saber Ben Neticha das torgefährlichste Sturmduo der Regionalliga Süd.

Für eine Ablösesumme von 300.000 Euro wechselte Idrissou nach dieser Spielzeit zum Bundesligaaufsteiger Hannover 96 und spielte sich dort sofort in die Stammelf. In der Winterpause der Saison 2004/05 wurde Idrissou an den französischen Klub SM Caen ausgeliehen.

Im Januar 2006 hatte er bereits einen Vertrag beim MSV Duisburg unterschrieben, fiel jedoch im Anschluss durch die sportärztliche Untersuchung, sodass der MSV von einer Verpflichtung absah. Da er bei Hannover 96 bereits über seinen Berater einen Auflösungsvertrag unterzeichnet hatte, und 96 nicht bereit war, ihn wieder unter Vertrag zu nehmen, war er vereinslos. Nach einer neuen sportärztlichen Untersuchung beim MSV Duisburg unterschrieb er im Juni 2006 schließlich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008.

Kurz vor Ende der Transferperiode wechselte er im Januar 2008 zum Zweitligisten SC Freiburg, mit dem er in der Saison 2008/09 in die Bundesliga aufstieg.

Zur Saison 2010/11 wechselte der Kameruner ablösefrei an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach und erhielt dort einen Zweijahresvertrag. Er kam im Verlauf der Runde auf 33 Einsätze und erzielte fünf Tore. Da Trainer Lucien Favre zur Spielzeit 2011/12 nicht mehr mit Idrissou plante, wurde er für einen Wechsel freigegeben. Am 31. August 2011 wechselte er schließlich zum damaligen Zweitligisten Eintracht Frankfurt. Bei seinem ersten Einsatz für die Eintracht am 7. Spieltag im Auswärtsspiel gegen den FC Energie Cottbus erzielte er in der 89. Spielminute den 3:3-Ausgleichstreffer.

In der Sommerpause 2012 wechselte Idrissou zum 1. FC Kaiserslautern. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag.[1] In seinem ersten Spiel für den FCK erzielte er beim 3:3 gegen Union Berlin zwei Tore. In der Saison 2013/14 erzielte er in den ersten vier Partien vier Tore und bereitete eines vor.

Zur Spielzeit 2014/15 wechselte er zu Maccabi Haifa.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Als Bundesligaspieler wurde Idrissou 2003 zum Nationalspieler Kameruns. Höhepunkt seiner Nationalmannschaftskarriere war der zweite Platz beim Confederations Cup 2003. Idrissou kam in allen fünf Spielen für Kamerun zum Einsatz, blieb aber ohne Torerfolg. Auch in der Halbfinal-Begegnung gegen Kolumbien, als sein Mitspieler Marc-Vivien Foé auf dem Spielfeld kollabierte und später im Krankenhaus starb, war Idrissou aufgestellt.

Kontroversen[Bearbeiten]

Idrissou gilt als temperamentvoller, mitunter auch schwieriger Spieler. Während seines Engagements beim SC Freiburg im Februar 2010 sorgte er so in einer Phase unbefriedigender Mannschaftsleistungen zusätzlich für Unruhe, als er sich gegenüber seinen Kameraden abfällig äußerte: „Ich habe eh keine Lust mehr, mit euch Absteigern zu spielen. Ich spiele nächstes Jahr in der Champions League.“[3] Auch während seiner nachfolgenden Zeit bei Borussia Mönchengladbach fiel er durch öffentliche Vereinskritik negativ auf. Bei einem Auswärtsspiel der Borussia in Freiburg im Dezember 2010 wurde er von den Fans seines Vorgängervereins aufgrund seiner damaligen Bemerkung hämisch mit dem Schlachtruf „Idrissou spielt Champions League auf PS3, die ganze Nacht, von 12 bis 8“ begrüßt.[4]

Ende April 2013, nach einer Auswärtsniederlage Kaiserslauterns bei Energie Cottbus, beschwerte sich Idrissou über den Schiedsrichter der Partie, Wolfgang Stark, dem seine Körpersprache nicht gefallen habe, mit den Worten: „Ich bin nicht schwul. Ich habe eine Männer-Körpersprache und werde auch kein Schwuler sein. Das ist sein Problem.“[5] Idrissou wurde eine Woche später von einem Sportgericht zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt.[6] In einer Stellungnahme entschuldigte sich Idrissou für seine Aussagen und betonte, „schwul sein“ nicht abwertend gemeint zu haben.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FCK verpflichtet Mohamadou Idrissou; fck.de, abgerufen am 27. Juli 2012
  2. Idrissou wechselt nach Israel; Sport1.de, 21. Mai 2014.
  3. Kameruns WM-Fahrer Idrissou an der Angel; kicker.de, 31. Mai 2010.
  4. Kritik am Club: Gladbach suspendiert Idrissou; Spiegel Online, 20. Dezember 2010.
  5. Idrissou redet sich um Kopf und Kragen – DFB ermittelt, kicker.de, 30. April 2013
  6. Angriff auf Referee Stark: Idrissou muss 3000 Euro Strafe zahlen, Artikel auf Spiegel Online vom 8. Mai 2013
  7. Mo Idrissou: „Es tut mir aufrichtig Leid!“ fck.de, 2. Mai 13