Werne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Stadt Werne im Kreis Unna. Für den gleichnamigen Stadtteil Bochums siehe Bochum-Werne. Zum deutschen Philhellenen, Diplomat und Forschungsreisenden siehe Ferdinand Werne.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werne
Werne
Deutschlandkarte, Position der Stadt Werne hervorgehoben
51.6627134938897.635551691111160Koordinaten: 51° 40′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 76,08 km²
Einwohner: 29.448 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 387 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59368
Vorwahl: 02389
Kfz-Kennzeichen: UN, LÜN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 040
Adresse der
Stadtverwaltung:
Konrad-Adenauer-Platz 1
59368 Werne
Webpräsenz: www.werne.de
Bürgermeister: Lothar Christ (parteilos)
Lage der Stadt Werne im Kreis Unna
Dortmund Ennepe-Ruhr-Kreis Hagen Hamm Kreis Coesfeld Kreis Soest Kreis Warendorf Märkischer Kreis Bergkamen Bönen Fröndenberg/Ruhr Holzwickede Kamen Lünen Schwerte Selm Unna WerneKarte
Über dieses Bild

Werne ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Unna.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Werne ist ein im Süden des Münsterlands gelegenes Mittelzentrum. Südlich der Stadt verläuft der Fluss Lippe. Dieser markiert die historische Südgrenze des Fürstbistums Münster. Das Stadtgebiet Wernes hat im Süden Anteil an der Landschaft des Lippetals, einer von Grünland geprägten Kulturlandschaft, und im Norden an den Lipper Höhen, deren offene Kulturlandschaft durch Ackerland geprägt ist. Werne ist Teil der Europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr. Dabei ist das Stadtgebiet nach dem Landesentwicklungsplan der Ballungsrandzone der Metropolregion zugeordnet. Innerhalb des Verdichtungsgebiets wird die Lippeaue als Gebiet für den Schutz der Natur definiert.[2] Orientiert am Landesentwicklungsplan definiert das Bundesamtes für Naturschutz den Innenstadtbereich und den Ortsteil Stockum dem Verdichtungsraum Ruhrgebiet zugehörig, die geringer besiedelten Flächen des Stadtgebiets, einschließlich der Lippeaue, jedoch nicht.[3] Werne liegt wegen seiner Zugehörigkeit zum Kreis Unna innerhalb des Verbandsgebiets des Regionalverbands Ruhr.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

  • Größte West-Ost-Ausdehnung: 13,0 km
  • Größte Nord-Süd-Ausdehnung: 7,8 km
  • Länge der Stadtgrenze: 50,5 km

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Werne gliedert sich in die Kernstadt Werne und mehrere Ortsteile nebst kleineren Bauerschaften. Der einwohnerstärkste Ortsteil ist der mittlerweile mit der Kernstadt verschmolzene Ortsteil Evenkamp (bedingt durch die nach 1900 entstandenen Bergarbeitersiedlungen der ehemaligen Zeche Werne in der Bauerschaft Evenkamp). Es folgt Stockum im Osten der Stadt, Richtung Hamm. Nördlich von Stockum gelangt man in den Stadtteil Horst. Von dort weiter Richtung Herbern liegt die Bauerschaft Wessel. Diese drei Ortsteile bildeten bis 1974 die ehemalige Gemeinde Stockum.

Nördlich der Stadt Werne liegen die Bauernschaften Holthausen und Schmintrup (Richtung Herbern). Im Westen (Richtung Selm und Lünen) befinden sich Ehringhausen, Varnhövel, Lenklar und Langern.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nordkirchen Ascheberg
Selm Nachbargemeinden Hamm
Lünen Bergkamen

Die nächstgelegenen Oberzentren sind Dortmund in einer Entfernung von etwa 25 km und Münster, circa 40 km entfernt. Die nächste Großstadt ist Hamm.

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtgeschichte[Bearbeiten]

Um 800 ließ Liudger, der erste Bischof von Münster, im Auftrag Karls des Großen am südlichen Rand des Dreingaus eine Kapelle erbauen. Dieser Akt begründet die Pfarrei Werne. Damit sollte der christliche Glaube, den die Bevölkerung zum größten Teil angenommen hatte, gefestigt und gestärkt werden. 834 wurde Werne erstmals in einer lateinischen Urkunde erwähnt. Diese beinhaltet einen Grundstückstausch zwischen einem gewissen Frithuard und dem zweiten Bischof von Münster Gerfrid und ist heute in der Universitätsbibliothek von Leiden/Niederlande zu finden. Es heißt dort: „… in pago dreginni in villa quae dicitur werina“ (im Dreingau, an dem Ort, der Werne genannt wird). Diese urkundliche Eintragung bedeutet, dass um die Kapelle herum bereits ein kleines Gemeinwesen entstanden sein musste, das der Erwähnung wert war.

Wämehäuschen und Eingang des Karl-Pollender-Stadtmuseums

Um die auf dem bischöflichen Haupthof gelegene Kirche siedelten sich vom 9. Jahrhundert bis zum 12. Jahrhundert Gewerbetreibende an. So entstand im Laufe der Zeit innerhalb der Bauerschaft Werne das Weichbild Werne. 1139 gehörten die Kirche und die Pfarrei von Werne dem neu gegründeten Kloster Cappenberg an. Werne erhielt eine steinerne Kirche im romanischen Stil. In der Zeit von 1192 bis 1195 wurde Werne zur Zollstelle erhoben und unterstand direkt der bischöflichen Gerichtsbarkeit.

1253 gründete sich das Städtebündnis zwischen Münster, Dortmund, Soest und Lippstadt gegen die Willkür der Landesherrn an der Lippebrücke in Werne (Werner Bund). Dieses langanhaltende Städtebündnis gilt heute noch als der Vorläufer der „Westfälischen Hanse“.

Die ersten Anfänge einer Befestigung Wernes entstanden 1302. Der Kirchhof wurde mit einem Wall und einem Graben umgeben.

Werne erhielt 1362 durch seinen Landesherrn, den Bischof Adolf von Münster, die Bestätigung, auf Simon-Juda einen freien Markt (Sim-Jü) abzuhalten.

Nachdem Werne das Befestigungsrecht erhalten hatte, wurde der gesamte Ort 1383 mit Wall, Palisaden und Graben befestigt.

Werne erhielt 1385 das Wigboldrecht (minderes Stadtrecht). Im Jahre 1395 existierte – urkundlich verbrieft – bereits ein Stadtrat.

Graf Adolf IV. von der Mark brannte die Stadt 1400 nieder. Ab 1415 erhielt Werne eine vollständige Befestigung mit Mauern, Toren und Türmen. 1446 fand die erste Vereinigung der landtagsfähigen Städte im Oberstift Münster statt, darunter auch Werne. Etwa 1470 wurde Werne eine Hansestadt.

Historisches Rathaus

Das historische Rathaus wurde in der Zeit von 1512 bis 1561 erbaut. Am 2. September 1554 zog die erste jüdische Familie in die Stadt. Seither haben bis zum Holocaust ständig Juden in den Werner Stadtgrenzen gelebt. Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Werne zu den Städten im Oberstift Münster, die die meisten Juden im Schutze ihrer Mauern beherbergten. Ein eigener Friedhof jenseits der Stadtmauer am Schüttenwall gehörte, wie es in den Werner Ratsprotokollen vermerkt ist, schon vor 1698 der jüdischen Gemeinde. Nach der bürgerlichen Gleichstellung durch Preußen 1812, wozu Werne nach Auflösung des Oberstifts Münster gehörte, wurde von den sieben jüdischen Familien (5 % der Einwohnerschaft) auch eine Synagoge und einige Jahrzehnte später eine jüdische Schule eingerichtet. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, lebten noch 40 jüdische Einwohner in Werne, die immer mehr unter den zunehmenden Repressalien zu leiden hatten. Die Novemberpogrome 1938 zerstörte auch in Werne, wie überall in Deutschland, die letzte Hoffnung jüdischer Familien, doch noch in ihrer über Jahrhunderte lieb gewonnenen Heimat Deutschland bleiben zu können. Drei jüdische Familien verließen daraufhin unter dramatischen Umständen das Deutsche Reich, die übrigen wurden 1943 in den Konzentrationslagern ermordet. Eine einzige Überlebende kam 1945 nach Werne zurück und suchte vergebens ihren kleinen Sohn, der im Osten in einem Vernichtungslager ermordet worden war. Einer der durch Emigration überlebenden Werner Bürger schrieb Jahrzehnte später: „Vergeben haben wir diesen Mördern, die nicht wussten, was sie taten, aber vergessen kann man so was nie!“ (Heinrich Salomon)

Das Werner Kloster
Fachwerkhäuser an der Christophoruskirche
Fachwerk am Stadtmuseum
Brunnen am Steinhaus

1585 wurde der Verteidigungsgürtel der Stadt durch eine Wallanlage verstärkt. Bei der größten Feuerkatastrophe in Werne im Jahr 1586 fielen 43 Häuser den Flammen zum Opfer. Zum Beginn des 17. Jahrhunderts erhielt die Stadt das Münzrecht.

Während des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1618 und 1648 wurde Werne mehrmals besetzt, geplündert und gebrandschatzt. Im Jahre 1623 blieb Werne eine Plünderung durch Herzog Christian von Braunschweig erspart, obwohl dieser zuvor mehrere Städte geplündert hatte. Vermutlich ist er im Nebel vom Weg abgekommen. Seit 1623 wird jährlich bis zum heutigen Tage eine Dankprozession von der Geistlichkeit zusammen mit den Werner Bürgern und den Traditionsvereinen am zweiten Sonntag nach Fronleichnam durchgeführt.

Der Höhepunkt des Hexenwahns führte im Amt Werne 1629 zum Tod von circa 60 Menschen, davon mindestens 25 in Davensberg und Umgebung sowie sechs in Capelle. In Werne selbst wurde 1619 Catharina Hilligenhovers als Hexe hingerichtet, ein weiterer Angeklagter starb im Gefängnis.

1636 und 1637 hielt die Pest in Werne Einzug und forderte 313 Tote bei rund 1.000 Einwohnern.

Im Jahre 1658 sandten einige Werner Ratsherren ein Gesuch an den Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen mit der Bitte, in Werne ein Kapuzinerkloster einrichten zu dürfen. Die Kapuziner kamen 1659 nach Werne – zwei Kapuzinerpatres zogen in Werne ein. Sie bauten von 1671 bis 1673 das Kloster und von 1677 bis 1681 die Kirche. Dass sich die Suche nach einem passenden Grundstück für den Bau des Klosters so langwierig gestalten und erst zwölf Jahre später realisieren werden würde, konnte man damals kaum abschätzen. Erst 1671, nach mancherlei Schwierigkeiten und vielen Schreiben zwischen Fürstbischof, Domkapitel und Stadt Werne, wurde endlich der Grundstein zum Klostergebäude auf dem Schüttenwall zwischen Neu- und Steintor gelegt. Im September 1673 war der Bau so weit fortgeschritten, dass die erste Kapuzinerfamilie, bestehend aus dem Guardian Theodat von Münster mit sechs Patres und vier Brüdern, einziehen konnte. Am 10. August 1677 legte im Auftrage von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen der Propst von Cappenberg, Werner Theodor von Westrem, den Grundstein zur Klosterkirche, die, geplant vom Bruder Ambrosius von Oelde, 1680 fertiggestellt wurde. Dass auch die Werner Bürger einen großen Anteil am Bau dieser Kirche hatten, wird noch heute durch das Chronogramm über dem Eingangsportal verewigt: „Deo uni trino et S. S. Petro et Paulo patronis – Me benefaCtores et fratres ope et LaboranDo eXstrVXerVnt.“ (Dem dreieinigen Gott und den Patronen St. Petrus und St. Paulus – 1680 haben mich die Wohltäter und Brüder durch ihre Arbeit und ihre Spenden erbaut).

Johann Bernhard Moormann siedelte sich 1725 in Werne an und gründete 1737 eine Brauerei und Brennerei.

Die Stadt Werne litt wieder einmal an Geldmangel. Diesem ein wenig abzuhelfen, sollten die Steine der alten Stadtmauer samt Tore und Türme an den Meistbietenden verkauft werden. Viele Werner Bürger nahmen im Jahre 1777 dieses Angebot, ihr Fachwerk wenigstens zum Teil durch Stein zu ersetzen, wahr. Auch die Stadt behielt einen Teil der Steine ein, um die wichtigste Straße von Werne endlich von Schlamm und tiefen Löchern zu befreien und zu pflastern (die „Steinstraße“). Die Stadtmauern und kleine Türme wurden 1779 abgerissen. 1821 wurde als vorletztes Tor das Burgtor, 1843 das letzte Stadttor, das Neutor, abgebrochen. Die eingravierte Inschrift ist uns bis heute überliefert: „Do men. scref. m. cccc. XIII. do lechde, men. disen. toren. an.“ (1413 legte man dieses Tor an).

1803 wurde das Oberstift Münster als Teil des Fürstbistums Münster durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Werne wurde preußisch.

Werne wurde 1808 durch Napoleon I. dem Großherzogtum Berg angegliedert; es wurde eine Munizipalität Werne gebildet, der die Stadt und das Kirchspiel angehören. Die Sympathie für die Franzosen erlosch bald, als Napoleon auch in Westfalen junge Männer für seinen Russlandfeldzug einziehen ließ. Im Museum ausgestellte Steckbriefe von Deserteuren aus Werne und Umgebung zeugen von dieser Zwangsrekrutierung.

Nach der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig (Oktober 1813) zogen die Franzosen aus dem Großherzogtum ab. Als zuvor preußischer Besitz fiel die Region schon Ende 1813 an Preußen zurück.[4] Werne wurde 1815 der Provinz Westfalen zugeordnet.

Obwohl sich der Freiherr vom Stein sehr dafür eingesetzt hatte, dass Werne 1816 zur Kreisstadt des neuen Kreises bestimmt wird, erhielt Lüdinghausen diesen Vorzug.[5]

Im Jahr 1831 wurde die bisherige Bürgermeisterei in die Stadt und die Landgemeinde Werne geteilt. Am 1. November 1922 wurde die Landgemeinde wieder in die Stadt eingegliedert.[6]

1836 bekam Werne eine Verwaltung nach der revidierten preußischen Städteordnung von 1831. Gleichzeitig wurde aus den Gemeinden Werne-Land, Stockum, Capelle und Herbern das neue Amt Werne gebildet. Herbern wurde jedoch 1846 ein selbständiges Amt.

Die öffentliche Sparkasse der Stadt Werne wurde 1857 gegründet.

Das St.-Christophorus-Hospital Werne wurde 1858 gestiftet.

In den Jahren 1873 und 1874 wurde bei Bohrungen nach Kohlefeldern eine Solequelle entdeckt. Das Thermalbad Werne wurde eröffnet. 1878 wurde die Anlage vergrößert und die Aktiengesellschaft „Thermalbad Werne“ gegründet. 1897 konnte die Stadt die Summe von 230.000 Reichsmark zum Ankauf des Bades nicht aufbringen – da erwarb der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Verein die Anlage.

Die Zeche Werne wurde 1899 geteuft. Dieses Ereignis stellte für die Stadt den Beginn der Industrialisierung dar.

Die evangelische Martin-Luther-Kirche in der Wichernstraße wurde 1904 eingeweiht.

Die Solequelle versiegte 1905 und wurde erst 1935 wieder erschlossen.

Das neue Krankenhausgebäude an der Burgstraße wurde 1911 feierlich eröffnet. Im gleichen Jahr wurde die Stadt an das Schienennetz der Kleinbahn Unna-Kamen-Werne angeschlossen. Dies geht vor allem auf den Bergbau zurück. 1906 entstanden erste konkrete Pläne zur Verwirklichung der Eisenbahnstrecke Dortmund – Münster (offiziell: Bahnstrecke Preußen-Münster, RB 50). Durch die Zeche hatte Werne gegenüber den anderen umliegenden Gemeinden triftige Gründe, um an diese Strecke angeschlossen zu werden. 1913 endlich begann man mit dem Bau dieser Eisenbahn – doch sollte es durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und die darauffolgende Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren weit mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis die Eisenbahnstrecke Dortmund über Preußen, Lünen, Werne nach Münster fertiggestellt worden war. Am 17. Oktober 1928 wurde der Bahnhof feierlich eröffnet – ein Film über jenes für Werne so wichtige Ereignis befindet sich noch heute im Museumsbesitz. In diesem Film ist folgender kleiner Spruch, der damals auf dem Marktplatz vor dem Werner Rathaus aufgebaut war, zu lesen: „Von Hamburg – Münster über Werne nach Dortmund – Cöln – Frankfurt – Bern – Mailand – Rom in die große weite Welt!“

Im Ersten Weltkrieg sind 279 Werner Bürger gefallen.

Das Amt Werne wurde am 1. November 1922 aufgelöst. Die Landgemeinde Werne wurde mit der Stadt Werne vereinigt.[6] Stockum wurde dem Amt Herbern, Capelle dem Amt Nordkirchen angegliedert. Werne hatte nunmehr 12.000 Einwohner.

Im Jahr 1926 wurde das Freibad eröffnet.

471 Werner Bürger sind während des Zweiten Weltkriegs gefallen oder in der sich anschließenden Kriegsgefangenschaft verstorben, 500 sind vermisst. Fast 4.000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge fanden in Werne eine neue Heimat. Im Jahr 1950 hatte Werne rund 18.000 Einwohner. Im Jahr 1960 waren es 20.000.

1967 begann die umfassende Stadtkernsanierung, die mit der offiziellen Eröffnung der Fußgängerzone im Juni 1982 größtenteils abgeschlossen wurde.

Das neue Rathaus, das restaurierte alte Rathaus und das neue Feuerwehrhaus wurden in den Jahren 1973 und 1974 fertiggestellt und der Bürgerschaft übergeben. Das bis heute genutzte Krankenhausgebäude am Goetheweg wurde 1974 errichtet.

Am 1. Januar 1975 trat die kommunale Neugliederung in Kraft:

Der Kreis Lüdinghausen wurde aufgelöst.
Werne wurde dem Kreis Unna und dem Regierungsbezirk Arnsberg zugeordnet.
Die bislang eigenständige Gemeinde Stockum wurde nach Werne eingegliedert.[7] Die Einwohnerzahl der Stadt erhöhte sich durch die rund 4.000 Stockumer Neubürger auf 25.500.

1975 wurde die Zeche Werne, die vor Beginn der Kohlekrise rund 4.000, zuletzt 2.000 Arbeitsplätze hatte, geschlossen.

Am 19. März 1976 gab die Stadt, einem Ratsbeschluss folgend, den Zusatz „a. d. Lippe“ auf und heißt seither wieder Werne[7], wie es seit dem Mittelalter Tradition war. 2006 fand eine Wiedereinführung des Zusatzes im Rat der Stadt keine Mehrheit. Jedoch soll der Zusatz „an der Lippe“ vor allem bei Aktivitäten der Tourismuswerbung und des Stadtmarketings genutzt werden.[8]

1980/81 wurde das Karl-Pollender-Stadtmuseum mit Stadtarchiv eröffnet. Die Wiedereröffnung der Stadtbücherei im Alten Steinhaus Moormann erfolgte im Jahre 1983. Nach völliger Umgestaltung wurde das Natur-Solebad schließlich im Jahre 1988 neu eröffnet. 1991 wurde dann noch ein Gradierwerk in der Stadtparkanlage am Stadtsee errichtet.

Im Jahre 1988 hatte Werne 29.500 Einwohner auf 7607 ha Fläche. Im Jahre 2000 waren es 32.100 Menschen. Während im Zeitraum 1980 bis 2012 die Einwohnerzahl im gesamten Ruhrgebiet – trotz der zwischenzeitlichen Zuwächse nach der Wiedervereinigung 1990 – um etwa 10 Prozent abnahm, stieg im gleichen Zeitraum die Einwohnerzahl Wernes antizyklisch um ca. 20 Prozent von rd. 25000 auf etwa 30000 an. Jedoch ist ab 2000 auch in Werne ein leichter Rückgang der Einwohner zu verzeichnen.


Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung Wernes bis zur kommunalen Neugliederung 1975 auf.[5][7]

Jahr Werne Stadt Werne Landgem. Werne insgesamt
1818 1627 1305 2932
1858 1900 2106 4006
1871 2048 2116 4164
1905 3412 3354 6766
1922 5376 7070 12416
1925 11628
1950 17783
1961 19945
1970 20931
1974 21634

Am 31. Dezember 2012 lebten in Werne 29.578 Einwohner.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl der Stadt Werne (mit dem Ortsteil Stockum) stieg von 1974 bis 2003 um circa 23 % an. Der Ausländeranteil betrug im Jahr 2003 circa fünf Prozent. Im selben Jahr stellt der Ortsteil Stockum mit 4760 Einwohnern 14,6 % der Werner Bevölkerung. Der Anteil der katholischen Bevölkerung belief sich auf 57,4 %, der Anteil der evangelischen Bevölkerung auf 25,0 %. 17,6 % waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Glaubensrichtung an.

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Werne von 1974 bis 2003
Altersstruktur der Werner Bevölkerung (Stand 31. Dezember 2003)

Religion[Bearbeiten]

Katholische Kirchengemeinde[Bearbeiten]

St. Christophorus
  • Ehemalige katholische Kirchengemeinde St. Christophorus Werne – mit den Kirchen Maria Frieden und St. Christophorus
  • Ehemalige katholische Kirchengemeinde Seliger Nikolaus Groß – mit den Kirchen St. Johannes, St. Konrad und St. Sophia

Am 1. Dezember 2013 fusionierten diese beiden Gemeinden zur neuen Gemeinde St. Christophorus Werne. Sie gehört zum Bistum Münster.[9]

Evangelische Kirchengemeinden[Bearbeiten]

Die Evangelische Kirchengemeinde Werne[10] umfasst das Gebiet der Stadt Werne und des Ortsteils Herbern der Gemeinde Ascheberg. Sie gliedert sich in drei Gemeindebezirke:

Politik und Gesellschaft[Bearbeiten]

Werner Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Stadt Werne war auf kommunaler Ebene bis zu den Kommunalwahlen 2004 eine traditionell stark christdemokratisch geprägte Gemeinde. Aufgrund interner Streitigkeiten zwischen dem Bürgermeister Meinhard Wichmann (CDU) und Teilen der CDU-Ratsfraktion, gefolgt von Querelen bei der Aufstellung eines neuen Bürgermeisterkandidaten, musste die CDU bei der Kommunalwahl 2004 deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Hiervon konnte insbesondere die FDP profitieren, die in Werne seit 1975 nie mehr als 3,7 % erzielte. Bei der Bundestagswahl 2005 war die SPD mit 41,2 % der Zweitstimmen um 3,6 Prozentpunkte stärker als die CDU.

Zusammensetzung des Stadtrats nach der Kommunalwahl am 30. August 2009:[11]

CDU SPD FDP GRÜNE UWW fraktionslos
2009 15 Sitze 11 Sitze 9 Sitze 6 Sitze 4 Sitze 1 Sitz

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[12][13][14][15][16] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr CDU SPD FDP Grüne1 UWW Linke
1975 59,4 36,1 3,7
1979 57,1 39,3 3,7
1984 52,9 35,7 2,2 9,2
1989 49,8 37,5 3,4 9,3
1994 52,9 35,4 11,7
1999 59,9 25,8 6,5 6,6
2004 39,0 28,7 14,5 8,8 8,9
2009 35,3 24,8 19,7 12,4 7,8
2014 40,9 29,3 7,1 12,8 6,2 3,7

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne

Bürgermeisterwahlen[Bearbeiten]

Zu den Kommunalwahlen 2004 trat der 1999 mit 69,9 % gewählte Bürgermeister Meinhard Wichmann (CDU) nicht zur Wiederwahl an. Erstmals nach Kriegsende wurde daraufhin mit Rainer Tappe ein SPD-Politiker zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2004 fielen folgendermaßen aus:

  • Bürgermeisterwahl 2004
Bürgermeisterkandidat 1. Wahlgang
2004
(Wahlbeteiligung: 56,6 %)
2. Wahlgang
2004
(Wahlbeteiligung: 46,5 %)
Rainer Tappe, SPD 31,7 % 54,1 %
Franz Budnik, CDU 42,7 % 45,9 %
Christoph Dammermann, FDP 16,4 % --- %
Benedikt Striepens, Grüne 9,1 % --- %

Bürgermeister seit 1945[Bearbeiten]

  • 1945 (1.–16. April): Carl Brauckhoff, parteilos (fälschlicherweise oftmals als Karl Brauckhoff)
  • 1945–1958: Theodor Wenning, CDU
  • 1958–1984: Franzjosef Grube, CDU
  • 1984–1999: Wilhelm Lülf, CDU
  • 1999–2004: Meinhard Wichmann, CDU
  • 2004–2009: Rainer Tappe, SPD
  • 2009–2014: Lothar Christ, parteilos

Wappen[Bearbeiten]

Das offiziell 1924 eingeführte Wappen von Werne zeigt einen Schild mit einem gold-rot-goldenen Balkenwappen. Dieses Wappen wurde von den Grafen von Cappenberg als Grafen des Dreingaus bis 1122 verwendet. Nachdem die Besitzungen der Cappenberger Grafen an den Bischof von Münster gegangen waren, kann das Wappen ab circa 1300 als fürstbischöfliches Wappen des Stifts Münster nachgewiesen werden. Zeitweilig zierte das Wappen auch das Stadtsiegel von Münster. Das älteste bekannte Siegel der Stadt Werne stammt aus dem Jahr 1400 und zeigt das Wappen mit St. Christophorus, dem Schutzpatron der Stadt. Auch heute findet man Darstellungen, in denen der heilige Christophorus mit Christuskind und Wappen gezeigt wird. Auch steht eine Statue vom St. Christophorus im See am Krankenhaus.

Ähnliche Wappen, die auch auf die geschichtliche Verbindung mit dem Bistum Münster zurückgehen, finden sich z. B. bei den Landkreisen Borken und Steinfurt oder den Städten Meppen, Olfen und Rheine. Das gold-rot-goldene Motiv ist ebenfalls Bestandteil des bischöflichen Wappens von Felix Genn, dem derzeitigen Bischof von Münster.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Andere Partnerschaften[Bearbeiten]

Bildung und Kultur[Bearbeiten]

Steinhaus, heute Stadtbücherei

Schulen und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Anmerkung: Nach einem Beschluss des Rates der Stadt wird diese Schule nur noch einen Jahrgang aufnehmen und spätestens zum 31. Juli 2013 geschlossen.

Bühnen[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der mit Abstand größte Sportverein Wernes ist der TV Werne von 1903 e. V. der seinen über 3000 Mitgliedern mehreren Abteilungen die Möglichkeit bietet, Breiten- und Leistungssport der Disziplinen Badminton, Basketball, Handball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Taekwondo, Tauchen, Turnen, Volleyball und Wassersport. In der Saison 2010/2011 zählten die Volleyball-Damen (2. Bundesliga) und die Basketball-Herren (Oberliga [18]) zu den am höchstklassig vertretenen Mannschaften.

Der SV Stockum 47/63 e. V. ist 1993 aus zwei ortsansässigen Vereinen hervorgegangen und bietet die Möglichkeit, sich in Breitensport, Fußball, Tischtennis, Korfball, Kanu, Bogensport und Skifahren zu betätigen.

Der Werner Sport Club 2000 e. V. wurde 1999 durch eine Verschmelzung der Vereine Sportfreunde 67 Werne und SSV Werne gegründet. Den über 1700 Mitgliedern stehen die Sportangebote Fußball, Freizeit- und Breitensport, Tischtennis und Volleyball zur Verfügung.

Der Eintracht Werne 27/62 e. V. ist 2007 aus einer Fusion der Vereine VfL 1927 Werne e. V. und BSG Rother hervorgegangen. Den Mitgliedern werden Fußball und Karate angeboten.

Der Tanzsportclub Werne e.V. bietet seit über 30 Jahren Tanzen in vielen Formen in Werne an. Neben einer großen Kinderabteilung, in der Kinder ab 3 Jahren spielerisch an tänzerische Bewegungen herangeführt werden, gibt es viele Jugendliche, die im HipHop-Bereich aktiv sind. Im Erwachsenenbereich bietet der Verein Gesellschaftstanz und Square Dance an. Eine Zumba-Gruppe rundet das Angebot ab.

Tourismus[Bearbeiten]

Volksfest SIM-JÜ 2008

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Werne

Neben der Altstadt von Werne mit ihrem historischen Stadtkern, dem alten Rathaus und den mittelalterlichen Fachwerkhäusern ist besonders das überregional bekannte Solebad sowie das benachbarte Gradierwerk über das ganze Jahr Anziehungspunkt für auswärtige Besucher. Ebenfalls können das Kapuziner-Kloster, die Pfarrkirche St. Christophorus sowie das sogenannte Steinhaus (heute Stadtbücherei) zu den sehenswertesten Gebäuden der Stadt gezählt werden.

Das Volksfest Sim-Jü lockt einmal im Jahr mehrere hunderttausend Menschen in die Stadt. Für die umliegenden Gemeinden ist ebenfalls der Werner Karnevalsumzug am Rosenmontag sowie der jeweils am zweiten Samstag im September stattfindende große Flohmarkt alljährlich eine Attraktion. Auch das Honky Tonk Festival findet jährlich in Werne statt, es wird in über 10 Kneipen Livemusik gespielt.

Radtouristen erreichen Werne über die Römerroute, die von Xanten entlang der Lippe bis zum Hermannsdenkmal bei Detmold führt. Seit 2006 ist Werne Übernachtungsstation des westfälischen Jakobsweges, der der historischen Pilgerroute von Osnabrück bis nach Wuppertal folgt.

Das Karl Pollender-Museum und die Freilichtbühne Werne runden das touristische Angebot Wernes ab.

Karte von Johann Bucker, um 1710 – die Lippe im Bereich der festen Häuser Stockum und Hugenpoth bei Werne / Staatsarchiv Münster

Kaum erhalten sind die beiden Burgen von Stockum, Burg Stockum und Burg Hugenpoth. Aus den Jahren um 1710 gibt es eine Flußuferzeichnung des Kartographen Johann Bucker in welcher die Bereiche an der Lippe um die beiden Burgen dargestellt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Luftbild des Gersteinwerks

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Werne ist mit den beiden Autobahnanschlüssen 80 (Hamm-Bockum/Werne), in deren Nähe der Autohof Werne liegt, und 81 (Hamm/Bergkamen in Hamm-Sandbochum) der BAB 1 (PuttgardenSaarbrücken) an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Neben der Nord-Süd-Verbindung über die BAB 1 ermöglicht die Nähe zum Kamener Kreuz ebenfalls eine schnelle Ost-West-Verbindung über die BAB 2 (OberhausenBerlin).

Durch Werne führen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

  • Die B 54 beginnt an der niederländischen Grenze bei Gronau und verläuft über Münster und den Ascheberger Ortsteil Herbern nach Werne und dann weiter über Lünen, Dortmund und Siegen nach Wiesbaden.
  • Die B 233 beginnt in Werne und führt in südliche Richtung über Bergkamen, Kamen und Unna nach Iserlohn.
  • Die L 507 beginnt in Selm-Beifang an der B 236 und führt über Werne bis in den Hammer Norden. Sie endet dort an der B 63.
  • Die L 518 beginnt in der Werner Bauerschaft Holthausen und führt über das Dorf Horst nach Hamm-Bockum-Hövel. Später soll sie von Holthausen aus nach Südwesten weitergebaut werden und an der B 54 enden. Momentan sind bereits zwei Teilstücke der geplanten Umgehungsstraße (L 518n) fertiggestellt. Am 23. September 2011 erfolgte der symbolische erste Spatenstich für den Lückenschluss. Damit soll der Stadtkern von Werne in absehbarer Zukunft vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Umgehung wurde am 16. Januar 2013 dem Verkehr übergeben.[19]
  • Die L 810 beginnt in der Lüdinghausener Bauerschaft Ermen an der L 835. Sie führt über Nord- und Südkirchen nur für wenige hundert Meter über das Werner Stadtgebiet, um über Cappenberg schließlich in Lünen-Nord an der B 236 zu enden.
  • Die L 844 beginnt in Nottuln an der A 43. Über Ascheberg und dessen Ortsteil Herbern führt die Straße zur Werner Bauerschaft Horst. Auch ein kurzes Verbindungsstück im Hammer Ortsteil Bockum-Hövel von der L 518 zur L 507 firmiert als L 844.

Bahn[Bearbeiten]

Der im Jahr 2005 renovierte historische Bahnhof mit Anschluss an die Strecke Münster – Lünen – Dortmund sichert die Erreichbarkeit der Eisenbahnknotenpunkte Dortmund und Münster in jeweils circa einer halben Stunde. Der Anschluss an den Eisenbahnknoten Hamm ist durch die Buslinien S 10 (Schnellbuslinie) und R 14 gesichert. Dadurch ist Werne ebenfalls gut an das deutsche Fernverkehrsnetz angebunden. Bis 1985 gab es noch den Haltepunkt Werne Ost der Werne-Bockum-Höveler Eisenbahn. Er lag in der Nähe der Zeche Werne 1/2. Dort verkehrte ein Güterzug mit Personenbeförderung. Das bedeutet, dass an einen Güterzug ein kleiner Personenwagen angehängt wurde. Der Zug fuhr regelmäßig nach Bockum-Hövel mit dem einzigen Unterwegshalt in Stockum. Die Schienen zwischen Werne und Stockum wurden aber abmontiert – es existiert nur noch Gleise zum Gersteinwerk und dem dazugehörigen Umspannwerk – und die Trasse in ein Radweg umgewandelt. Pläne für eine regionale S-Bahn, welche unter anderem diese Trasse nutzen soll, liegen im Masterplan Verkehr der Stadt Hamm vor, dort angegeben als zugehörig zum ÖPNV-Bedarfsplan NRW für nach 2015.[20] Ein Großteil dieser alten Trassen werden aber zurzeit als Fahrradwege genutzt.

Bus[Bearbeiten]

Die Anbindung an die umliegenden Städte und Gemeinden ist durch die verschiedenen Schnell- (S 10 nach Hamm und Lünen und S 80 über Bergkamen und Kamen nach Unna) und Regionalbuslinien gegeben. Das Herzstück der Busverbindungen ist der 2004 neu erbaute Busbahnhof. Dort treffen sich die meisten der Werne kreuzenden Linien.

Über den circa 20 km entfernten Flughafen Dortmund sowie den circa 60 km entfernten Flughafen Münster/Osnabrück bei Greven können auch weiter entfernte Ziele zügig erreicht werden.

Zu Wasser ist die Stadt Werne nur indirekt über den Datteln-Hamm-Kanal zu erreichen. Im Hammer Stadtteil Sandbochum (südlich von Stockum) wurde in den 1990er Jahren ein Hafenbecken in den Kanal gebaut. Über den Kanal gelangen Güter (vorwiegend Kohle) zum Gerstein-Kraftwerk in Stockum. Die Lippe ist nicht schiffbar.

Bedeutende Unternehmen[Bearbeiten]

Krankenhaus Werne mit See aus südlicher Sicht

Gesundheitseinrichtungen[Bearbeiten]

Die Entbindungsstation im St. Christophorus wurde geschlossen. Entbindungen können jedoch weiter im Geburtshaus Werne durchgeführt werden. Frauen, welche die Sicherheit eines Krankenhauses vorziehen, können im St. Marienhospital im angrenzenden Lünen entbinden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Neuere Werke[Bearbeiten]

  •  Karl Everz u. Heidelore Fertig-Möller: Damals in Werne an der Lippe. Ed. Werina Beckmann. Leipziger Verl.-Ges., Leipzig 2005, ISBN 3-910143-96-2.
  •  Fred Kaspar: Bürgerhaus, halbes Haus und Behausung. Kleinstädtisches Bauen und Wohnen im territorialen Grenzraum – das Beispiel Werne an der Lippe. In: Günter Wiegelmann und Fred Kaspar (Hrsg.): Beiträge zum städtischen Bauen und Wohnen in Nordwestdeutschland (= Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland. Heft 58). Coppenrath, Münster 1988, ISBN 3-88547-307-0, S. 183–231.
  •  Fred Kaspar und Ulrich Reinke: Werne (= Westfälische Kunststätten. Heft 53). Westfäl. Heimatbund, Münster 1989, ISSN 0930-3952.
  •  Franz-Josef Schulte-Althoff, Heimatverein Werne e. V. (Hrsg.): Die Stadt Werne in der Zeit der Weimarer Republik (1919 – 1933). Heimatverein Werne, Werne 1989.
  • Rainer Schulz: Werne – gestern und heute., Stadtsparkasse Werne, Werne 1984.
  • Rainer Schulz: 625 Jahre Simon-Juda-Markt Werne, Sim-Jü-Verl. Schulz, Werne 1987, ISBN 3-9801437-0-8.
  • Peter Voß: Werner Lesebuch, gesammelte Geschichte(n) über die Stadt Werne und das südliche Münsterland, Regio-Verlag, Werne 1995, ISBN 3-929158-04-3.

Ältere Werke[Bearbeiten]

  • Außführlicher und Warhaffter Bericht Der Stadt Werne: Was gestalt Die Herrn Graven von Trautmanstorff und Styrumb in Aprili/ 1674. Jahrs ... ohne Ordre/ und dazu gegebener Ursach/ gemelte Stadt Werne/ und andere des Stiffts unnd Fürstenthumbs Münster Kirspele/ und Wigbolden feindlich überfallen/ und darin Barbarischer weise gehauset/ geraubet und geplündert, 1674 (1, 2)
  •  F. A. Borggreve: Die bei Werne in der Lippe gefundenen Alterthümer. In: Verein für Geschichte u. Alterthumskunde Westfalens (Hrsg.): Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde. 28, Münster 1869, S. 310–334 (Bestand: Stadtbibliothek Essen).
  •  Franz Brüggemann und Bernard Spithöver: Die Stadt Werne oder Historische Nachrichten und Mittheilungen aus der Stadt-Chronik. Kroes, Werne 1880 (Bestand: Universitätsbibliothek Münster, [2]).
  •  Julius Schwieters: Die Bauernhöfe des östlichen Theiles des Kreises Lüdinghausen: in den Pfarren Werne, Hövel, Bockum, Walstedde, Drensteinfurt, Herbern, Ascheberg, Nordkirchen, Südkirchen. Aschendorff-Verlag, Münster 1888 (Nachdruck 1988, 4., unveränd. Auflage [Nachdr. d. Ausg.], ISBN 3-402-05706-9).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Werne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Werne – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen vom 11. Mai 1995
  3. vergl. auch Landschaftssteckbrief: Ruhrgebiet (BfN)
  4. Johann Josef Scotti: Sammlung der Gesetze und Verordnungen ..., Band 3 (Großherzogtum Berg), Wolf, Düsseldorf 1822, S. 1516 (Landesbibliothek Bonn)
  5. a b Heinrich A. Mertens und Josef Limbach: Aus der Geschichte des Kreises Lüdinghausen 1803–1974. Verlag Lonnemann, Selm, 1974, ohne ISBN
  6. a b  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 293.
  7. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 314 und 337.
  8. Stadt Werne: Sitzungsprotokoll des Stadtrats vom 22. Februar 2006
  9. Infos zur Kirchengemeinde St. Christophorus
  10. Evangelische Kirchengemeinde Werne
  11. „Fraktionen im Rat der Stadt Unna“ auf www.unna.de, Stand: 17. April 2012
  12. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  13. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW
  14. Wahlergebnisse 1999 (PDF-Datei; 5,62 MB)
  15. Wahlergebnisse 2004 (PDF-Datei; 6,70 MB)
  16. Wahlergebnisse 2009 (PDF-Datei; 3,34 MB)
  17. http://www.werne.de/index.php?id=51
  18. TV Werne zieht sich in die Oberliga zurück
  19. Pressemitteilung des Landesbetrieb Straßenbau NRW vom 16. Januar 2013 [1]
  20. Hamm – Masterplan Verkehr 2007: Infrastrukturprojekte Straße/Schiene/Rad (PDF; 4,1 MB)
  21. „Werner Junge“ soll Opel wieder in Fahrt bringen