Monsieur Klein

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Filmdaten
Deutscher Titel Monsieur Klein
Originaltitel Mr. Klein[1]
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 123 Minuten
Stab
Regie Joseph Losey
Drehbuch Franco Solinas
Produktion Raymond Danon,
Alain Delon,
Norbert Saada
Musik Egisto Macchi ,
Pierre Porte
Kamera Gerry Fisher
Schnitt Henri Lanoë,
Marie Castro-Vasquez,
Michèle Neny
Besetzung

Monsieur Klein (M. Klein) ist ein französischer Spielfilm von Joseph Losey aus dem Jahr 1976.

Handlung[Bearbeiten]

1942: Der Elsässer Robert Klein lebt als Kunsthändler im von den Deutschen besetzten Paris und macht Geschäfte mit Juden, die in Not geraten sind. Eines Tages wird ihm eine Ausgabe einer jüdischen Zeitung zugestellt. Durch sein Bemühen, seinen Namen von der Abonnentenliste des Magazins löschen zu lassen, gerät er ins Fadenkreuz der Präfektur, die sich der Abonnentenliste bedient. Klein beginnt Recherchen und findet heraus, dass ein jüdischer Widerstandskämpfer seinen Namen benutzt hat und in den Untergrund abgetaucht ist. Kleins Versuche, seine Unschuld zu beweisen, verstärken den Verdacht der Polizei. So wird er Opfer der groß angelegten Razzia, bei der Tausende Pariser Juden im Vélodrome d’Hiver vor ihrem Abtransport nach Deutschland „gesammelt“ und festgesetzt werden. Der mit ihm befreundete Anwalt kann den „Ariernachweis“, um den sich Klein in seiner elsässischen Heimat bemüht hatte, nicht mehr rechtzeitig übergeben, und Klein findet sich in dem Waggon mit dem Juden zusammen, mit dem er zu Beginn des Films Geschäfte machte, auf dem Weg ins Konzentrationslager.

Kritiken[Bearbeiten]

Der film-dienst feierte Loseys Film in seiner zeitgenössischen Kritik als „kafkaeske Parabel über die Schuld des einzelnen am Überleben des Faschismus“. Monsieur Klein sei „meisterhaft inszeniert, fotografiert und gespielt.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film war 1976 bei den Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten, wo er gegenüber Martin Scorseses Taxi Driver das Nachsehen hatte. Ein Jahr später war Monsieur Klein siebenmal für einen César nominiert und gewann den wichtigsten französischen Filmpreis in den Kategorien bester Film, Regie und bestes Szenenbild. Nominiert als bester Hauptdarsteller war Alain Delon, der jedoch Michel Galabru in Der Richter und der Mörder den Vortritt lassen musste.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internet Movie Database, Name der Titelrolle
  2. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)