Mott the Hoople

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Mott the Hoople war eine Rockband aus Großbritannien in den 1970er-Jahren.

Geschichte[Bearbeiten]

Mick Ralphs (Gitarre), Dale „Buffin“ Griffin (Schlagzeug), Overend Pete Watts (Bass) und Verden Allen (Orgel) spielten zuerst als Silence zusammen. Mit dem Sänger Stan Tippins nahmen sie einige Stücke auf, die erst später veröffentlicht wurden.

1969 wurde Tippins durch Ian Hunter (Gesang, Klavier, Gitarre) ersetzt. Tippins blieb als Road Manager und Background-Sänger. Der Name der Band wurde in Mott the Hoople (nach einem Buch von Willard Manus) umbenannt.

Mott the Hoople nahm vier relativ erfolglose Alben auf, hatte in England aber eine große Fan-Gemeinde als Live-Band. Die britische Rockband Queen war bei einigen Konzerten ihre Vorgruppe.[1]

1972 wollte sich die Band auflösen, wurde aber von David Bowie überredet weiter zu machen. Bowies Unterstützung und der von ihm geschriebene Song All the Young Dudes und die gleichnamige LP brachten die ersten Verkaufserfolge. Es folgten 1973 und 1974 eine Reihe von Single-Hits und zwei erfolgreiche LPs namens Mott und The Hoople. Damit machte sich die Band auch in den USA einen Namen.

Mit dem Erfolg kam es zu Streitigkeiten. Das Image änderte sich in Richtung Glam Rock. Verden Allen und Mick Ralphs waren offenbar nicht damit einverstanden und verließen Mott the Hoople 1972 bzw. 1973. Ralphs gründete mit Paul Rodgers (Ex-Free) Bad Company.

Neuer Gitarrist wurde Ariel Bender, der eigentlich Luther Grosvenor hieß und vorher bei Spooky Tooth gespielt hatte. Das Pseudonym ist eine Anspielung auf Mick Ralphs aus einem Stück von Lynsey de Paul.

Für Verden Allen kam zunächst Mick Bolton, der kurze Zeit darauf durch Blue Weaver (Ex-The-Strawbs, danach Bee Gees), ersetzt wurde. Als Pianist kam Morgan Fisher (Ex-The-Love-Affair) hinzu, woraufhin Hunter in Konzerten hauptsächlich Gitarre spielte.

In dieser Formation waren sie auch in den USA bei Live-Auftritten sehr erfolgreich. Trotzdem gab es immer wieder Probleme in der Gruppe. 1974 musste Bender gehen. Für ihn kam Ex-David-Bowie-Gitarrist Mick Ronson. Kurz darauf verließ Ian Hunter die Band, um eine Solo-Karriere zu beginnen, und nahm Mick Ronson mit.

Mit Nigel Benjamin (Gesang) und Ray Major (Gitarre) machte die Gruppe mit mäßigem Erfolg unter dem Namen Mott weiter. Nach zwei Alben in dieser Besetzung und einem weiteren mit Steve Hyams wurde aus Mott 1977, nachdem Benjamin gegangen war, zusammen mit John Fiddler (Ex-Medicine-Head) die Rockband The British Lions.

Ian Hunter und Mick Ralphs spielten später gelegentlich zusammen. 2009 und 2013 gab es Reunionkonzerte fast in Originalbesetzung.

Eng mit dem Erfolg von Mott the Hoople verbunden ist der Produzent Guy Stevens, der die Band seit 1969 betreute und den Namen erfand.

Musikstil[Bearbeiten]

Mott the Hoople war eine Hard Rock-Formation, die während der erfolgreichen Zeit – nicht zuletzt wegen der Bühnenauftritte, aber vielleicht auch wegen des starken Keyboard-Einsatzes – zum Glam Rock gezählt wurde. Anfänglich schrieb Mick Ralphs die meisten Stücke, dann immer häufiger Ian Hunter. Offenbar unter seinem Einfluss entstanden auch viele balladenhafte Stücke. Zahlreiche Texte, besonders auch die der Hits, enthielten starke Anspielungen auf die Rock-'n'-Roll-Zeit der 1950er-Jahre.

Hits[Bearbeiten]

  • All the Young Dudes
  • Honaloochie Boogie
  • All the Way from Memphis
  • Roll away the Stone
  • The Golden Age of Rock'n'Roll
  • Foxy Foxy
  • Saturday Gigs

Alben[Bearbeiten]

Mott the Hoople[Bearbeiten]

  • Mott The Hoople (1969)
  • Mad Shadows (1970)
  • Wildlife (1971)
  • Brain Capers (1971)
  • All the Young Dudes (1972)
  • Rock And Roll Queen (1972)
  • Mott (1973)
  • The Hoople (1974)
  • Live (1974)
  • Greatest Hits (1974)
  • Live 30th Anniversary Edition (2004) (Re-Issue des Live-Albums als Doppel-CD ergänzt um die im Original fehlenden Stücke der Konzerte)
  • Original Album Classics / All the young dudes, Mott, The Hoople, Drive on, Shooting & Painting. Jeweils mit Bonus Tracks (2009)

Mott[Bearbeiten]

  • Drive On (1975)
  • Shouting And Pointing (1976)

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 479f – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1].