Mr. Poppers Pinguine (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Mr. Poppers Pinguine
Originaltitel Mr. Popper’s Penguins
Mr poppers pinguine.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
JMK 0[1]
Stab
Regie Mark Waters
Drehbuch Sean Anders
Produktion John Davis,
Jordan Kerner
Musik Rolfe Kent
Kamera Florian Ballhaus
Schnitt Bruce Green
Besetzung

Mr. Poppers Pinguine (Originaltitel: Mr. Popper’s Penguins) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2011, bei der Mark Waters Regie führte und Jim Carrey die Hauptrolle spielt. Der Film basiert lose auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Richard und Florence Atwater aus dem Jahre 1938.

Handlung[Bearbeiten]

Der Geschäftsmann Tom Popper führt ein geordnetes und ehrgeiziges Arbeitsleben, in dem fast keine Zeit für seine beiden Kinder, geschweige denn für Freizeit bleibt. Seine Familie lebt schon eine Weile getrennt von ihm, da er mehr mit seinem Beruf verheiratet zu sein scheint, als mit seiner Frau Amanda. Sein aktuelles Projekt besteht im Aufkauf des Hotels „Tavern on the Green“, das er für „Franklin, Reader & Yales“, bei denen er angestellt ist, abwickeln soll. Dieses alte Hotel steht mitten im Zentrum von New York und soll moderneren und gewinnbringenderen Gebäuden weichen. Popper sieht darin kein Problem, denn gewöhnlich bekommt er alles, was er will. Er besucht das antiquierte Hotel, das sich seit drei Generationen im Besitz der Familie Van Gundy befindet. Die alte Mrs. Van Gundy will das Hotel aber nur in gute Hände verkaufen, damit auch das Personal mit übernommen werden kann. So macht sie das Geschäft davon abhängig, wie sich Tom in ihrer Gunst bewährt.

Tom Poppers strukturiertes Leben gerät nun aus den Fugen, als sein Vater, ein abenteuerlustiger Arktisforscher, stirbt und ihm sechs Eselspinguine vererbt. Kurzerhand füllt er seine Badewanne mit Eis und setzt eins der Tiere dort hinein. Doch das Tier ist clever und lässt das Wasser dazu, was für eine Überschwemmung in seinem 300-m²-Apartment sorgt. Er möchte die Tiere so schnell wie möglich wieder loswerden, doch scheitert jeder Versuch. Es bahnen sich auch Probleme an, da Haustiere in den Apartments nicht erlaubt sind. Seine Kinder allerdings sind begeistert. Endlich hat ihnen ihr Vater mal etwas Praktisches geschenkt. Gerade jetzt meldet sich Nat Jones vom New Yorker Zoo und will die Tiere abholen, doch da sein Sohn Billy Geburtstag hat, will er sie doch erst einmal behalten. Allerdings ist das mit einigen Entbehrungen verbunden, denn aufgrund des nächtlichen Lärms, kann Tom kaum noch schlafen und er muss seine neuen Untermieter gehörig zur Ordnung rufen. Dabei stellt er fest, dass sie vom Fernsehen begeistert sind und sich damit beruhigen lassen. Da seine Kinder nun häufiger kommen verwandelt er sein luxuriöses Apartment in eine verschneite Winterlandschaft. Die Tiere lieben allerdings die Kälte, sodass Tom und die Kinder es in der Wohnung nur in Decken gehüllt aushalten können.

Neben seinem turbulent gewordenen Privatleben steht noch immer der Ankauf des Hotels aus. Da am Wochenende eine Wohltätigkeitsveranstaltung stattfindet, will sich Tom dort von seiner nettesten Seite zeigen, damit Mrs. Van Gundy dem Verkauf zustimmt. Um in Ruhe seinen Geschäften nachgehen zu können engagiert Tom eine Kinderfrau, damit die sechs nicht sein Apartment völlig auf den Kopf stellen. Doch sie setzt sich aus Versehen auf die Fernbedienung und das Chaos ist perfekt. Sie rennt davon und durch die offene Tür gelangen die Pinguine ins Freie. Dort nehmen sie die Witterung von Tom auf und marschieren in das Gebäude wo Mrs. Van Gundy den Wohltätigkeitabend gibt. Tom erblickt die Pinguine und unternimmt die unmöglichsten Sachen, damit die Gastgeberin die Tiere nicht bemerkt, was aber am Ende doch nichts nützt. Mit dem Gefühl alles vermasselt zu haben, verbringt Tom die nächste Zeit nur noch mit den Pinguinen. Zum Glück ist gerade Winter in New York und er kann mit ihnen spazieren gehen. Sie lernen auf die Toilette zu gehen und sitzen auch recht manierlich am Tisch, wo Tom ihnen sogar ein Tischgebet spricht. Die Kinder kommen fast täglich und sein Verhältnis zu ihnen wird immer besser. Seine Ratschläge zu Janies Liebeskummer passen zwar nicht immer, aber er kauft ihr ein hübsches Kleid, damit sie zum Snowballdance gehen kann.

Eines Tages haben drei der Pinguine ein Ei gelegt. Seine Freude darüber will er mit Amanda teilen und sie willigt ein, mit ihm essen zu gehen. Er führt sie in das „Tavern on the Green“, was er kaufen soll und gerät in Erinnerungen an die Zeit mit seinem Vater, als er als Kind oft hier gewesen war. Als er zurück ins Apartment kommt, wartet bereits Nat Jones vom New Yorker Zoo und will die Vögel abholen, aber Tom schickt ihn wieder weg und verspricht sie noch artgerechter zu halten. Er verwandelt sein Apartment in eine komplette Schneelandschaft. Und noch am Abend schlüpfen die Küken, es bleibt allerdings nur bei zweien. Ausgerechnet aus dem Ei vom Capatain schlüpft nichts, was ihn sehr traurig werden lässt.

In der Firma macht man sich inzwischen Sorgen. Franklin, Reader und Yales erscheinen persönlich um sich nach Tom zu erkundigen und sind entsetzt, als sie Tom, die Pinguine und den Zustand der Wohnung sehen. Er wird auf der Stelle gefeuert. Enttäuscht lässt er die Pinguine nun doch in den Zoo bringen und erscheint chic und elegant, als wäre nichts geschehen, im Büro. Gerade richtig als bekannt wird, dass Mrs. Van Gundy eine Pressekonferenz geben will. Doch privat läuft es genau in die andere Richtung. Als die Pinguine weg sind, verachten ihn die Kinder und auch Amanda, die gerade gemeint hatte den alten Tom wieder gefunden zu haben ist enttäuscht.

Als er einen Brief von seinem Vater findet, werden ihm die Vorzüge der Pinguine klar. Kurzentschlossen fährt er mit seinen Kindern in den Zoo um die Pinguine zurückzuholen. Amanda die davon erfährt, kommt ebenfalls dazu. Sie müssen feststellen, dass Nat Jones sie belogen hat, denn er wollte die Tiere nicht für den New Yorker Zoo, sondern zum Tausch gegen andere Tiere einzeln weggeben. Mit einigen Tricks gelingt es ihnen alle Pinguine unversehrt aus dem Zoo zu schleusen. Mit einiger Verspätung erscheint er nun mit seiner ganzen kleinen Bande auf Mrs. Van Gundys Pressekonferenz. Gerade will sie bekannt geben, wem sie ihr Hotel verkaufen will, als Tom ihr ins Wort fällt und sagt: sie dürfe das Hotel nicht verkaufen, weil es dann nur abgerissen werden würde und alle ihre Angestellten dann arbeitslos wären. Mrs. Van Gundy antwortet, dass sie das wüsste und darum verkauft sie es nicht. Tom solle es haben, denn sie ist sich nun sicher, dass er das Haus in ihrem Sinne weiterführen wird. Daraufhin erklärt er seiner Familie, dass er vorhat, die Pinguine wieder zurück in ihre Heimat zu bringen. Die Kinder sind begeistert und sogar Amanda kommt mit und sie versprechen ihren kleinen Freunden, bald wieder zu kommen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch. Der Film wurde in den Vereinigten Staaten gedreht. Das Budget des Films wird auf 40 Millionen Euro geschätzt. Eigentlich hätte Ben Stiller die Rolle des Mr. Popper spielen und Noah Baumbach die Regie übernehmen sollen. Owen Wilson, Jack Black und Jim Carrey wurden als Ersatz gehandelt; für Carrey entschied man sich. Die Dreharbeiten begannen im Oktober 2010 und endeten im Januar 2011.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

Philipp Stroh bei Wieistderfilm.de urteilt über den Film: „Es bleibt für Kinder ein lustiges kleines Abenteuer und für Jim Carrey Fans ein nettes Wiedersehen. Doch da man weiß, dass Jim Carrey eigentlich noch einiges mehr auf dem Kasten hat, bleibt zu hoffen, dass er sich nicht zu sehr auf solche Rollen versteift und auch mal wieder einen seriösen, tiefsinnigeren Hit landet. Bis dahin kann man sich mit einem 'Übergangsfilm' wie Mr. Poppers Pinguins mal einen Nachmittag vertreiben.“[3]

Innenansicht des Guggenheim-Museums, das als Pinguinrutschbahn zu sehen ist

Bei outnow.ch meinen die Kritiker: „Mr. Poppers Pinguins ist vorhersehbare Familienunterhaltung nach Schema F, welche nur sehr wenige Highlights zu bieten hat, dafür aber unanständige Pinguine, aus denen man jedoch viel mehr hätte machen können. So ist der Film zu sehr auf Realität getrimmt und verfehlt damit den Magie-Touch seiner Vorlage. Die Idee, das Guggenheimmuseum als Pinguinrutschbahn zu verwenden, ist aber toll. Mehr solche Szenen hätten dem Film definitiv gut getan.“[4]

Bei Critic.de kommt Lida Bach zu einem etwas verhaltenen Urteil und schreibt: „Mr. Poppers Pinguine verlässt sich allzu sehr auf seinen Hauptdarsteller. Dass der Film aufgrund des konventionellen Drehbuchs auf dessen bekannte mimische Qualitäten angewiesen ist, macht die mittelmäßigen Pointen fast traurig – umso mehr, weil die literarische Vorlage durch einen Humor und eine Originalität glänzt, welche der Adaption weitgehend fehlen.“[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabe der Jugendmedienkommission
  2. Trivia auf Internet Movie Database, abgerufen am 26. Februar 2014.
  3. Philipp Stroh Kritik zum Film auf wieistderfilm.de, abgerufen am 26. Februar 2014.
  4. Filmkritik auf outnow.ch, abgerufen am 26. Februar 2014.
  5. Lida Bach Vgl. critic.de