Mulegns

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Mulegns
Wappen von Mulegns
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Albulaw
Kreis: Surses
BFS-Nr.: 3534i1f3f4
Postleitzahl: 7455
Koordinaten: 767434 / 15485046.5249.6211481Koordinaten: 46° 31′ 26″ N, 9° 37′ 16″ O; CH1903: 767434 / 154850
Höhe: 1'481 m ü. M.
Fläche: 33.79 km²
Einwohner: 28 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 1 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 0,0 % (2011)[2]
Mulegns

Mulegns

Karte
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Mulegns (deutsch und bis 1943 Mühlen) ist eine politische Gemeinde im Kreis Surses (Oberhalbstein) des Bezirks Albula des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber (weiss) über blauem Wellenbalken ein schwarzes Mühlrad

Das Mühlrad zusammen mit dem Wellenbalken als auf den Namen der Gemeinde verweisendes, „redendes“ Wappen.

Geographie[Bearbeiten]

Mulegns liegt an der Strasse zum Julierpass. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der 3392 m hoch liegende Piz Platta.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Nach Einwohnerzahl ist Mulegns die kleinste Gemeinde des Oberhalbsteins. Noch 1850 zählte man 120 Einwohner, fünfzig Jahre später gar 145. Dann folgte mit der Eröffnung der Albulabahn die Abwanderung: 1960  57; 1990 37 Einwohner. Ende 2004 waren es nur noch 25 Einwohner, womit Mulegns zur viertkleinsten Gemeinde der Schweiz wurde.

Sprachen[Bearbeiten]

Die überwiegende Mehrheit der Einwohner spricht das rätoromanische Surmeirisch. In den hundert Jahren zwischen 1880 und 1980 änderte sich daran wenig (1880 93,4 % und 1980 92,0 % Rätoromanen). Seither verliert die einheimische Sprache wegen der Abwanderung massiv an Boden. Dies zeigt auch folgende Tabelle:

Sprachen in Mulegns
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 4 8,00 % 10 27,03 % 14 42,42 %
Rätoromanisch 46 92,00 % 27 72,97 % 19 57,58 %
Italienisch 0 0,00 % 0 0,00 % 0 0,00 %
Einwohner 50 100 % 37 100 % 33 100 %

66,7 % der Bewohner verstehen noch Rätoromanisch, das alleinige Behördensprache ist.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Alle der Ende 2005 in der Gemeinde registriert gewesenen 27 Bewohner waren Schweizer Staatsangehörige.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt lag im Val Faller. Dort baute man von 600-500 v. Chr. Kupfer ab und betrieb Schmelzöfen. Das heutige Dorf Mulegns wurde von den Walsern im 15. Jahrhundert gegründet, 1521 wurde es urkundlich erstmals erwähnt. Die Walser wanderten aus dem Val Faller zu, das sie bereits im 13. Jahrhundert besiedelt hatten.

Im 19. Jahrhundert wurden in Mulegns die Postpferde gewechselt, es gab damals Ställe für bis zu 150 Pferde. Ein Zeitzeuge dieser Epoche ist das Posthotel Löwen. Die Eröffnung der Albulabahn vernichtete ab 1903 viele Arbeitsplätze und führte dazu, dass heute nur noch wenige Bauern im Dorf leben.

Am 10. März 2006 stimmten die Einwohner mit neun zu sechs Stimmen einer Fusion aller Gemeinden des Kreises zur Gemeinde Surses zu. Wegen des Widerstandes anderer Gemeinden und des verfehlten Quorums scheiterte dieses Projekt jedoch. Nach der Ablehnung der Gemeinde-Grossfusion im Tal werden die Stimmen im Dorf lauter, dass nun mit Sur GR eine Fusion anzustreben sei.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bei 25 Einwohnern gibt es noch elf Arbeitsplätze in der Gemeinde. Darunter auch im Posthotel Löwen, in dem früher auch Reisende abstiegen, die über den Julierpass reisten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Franziskus
  • Die Barockkirche St. Franziskus, 1643 durch die Kapuziner erstellt, ersetzte eine spätmittelalterliche Vorgängerkirche, die St. Gaudenz geweiht war.
  • In der Kapelle Maria Heimsuchung und hl. Rochus im Val Faller befindet sich ein Altarbild von 1760.

Kooperationen[Bearbeiten]

Den Pfarrer teilt sich die Gemeinde mit Sur, seit 1994 auch die Postzustellorganisation. Die Primarschule betrieb die Gemeinde seit 1975 mit Marmorera und Sur – seit 2006 werden die Primarschüler in Bivio unterrichtet. Die Sekundarschule ist seit 1963 in Savognin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mulegns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Bevölkerungswachstum setzt sich fort. Medienmitteilung. Bundesamt für Statistik. Vom 26. April 2012. Abgerufen am 17. Juli 2012.