Surava

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in der Schweiz; für den Schweizer Journalisten und Autor siehe Peter Surava.
Surava
Wappen von Surava
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Albulaw
Kreis: Belfort
Gemeinde: Albula/Alvrai2
Postleitzahl: 7472
Koordinaten: 766315 / 17055746.6655169.612093904Koordinaten: 46° 39′ 56″ N, 9° 36′ 44″ O; CH1903: 766315 / 170557
Höhe: 904 m ü. M.
Fläche: 6,68 km²
Einwohner: 196 (31. Dezember 2013)
Einwohnerdichte: 29 Einw. pro km²
Website: www.surava.ch
Surava

Surava

Karte
Surava (Schweiz)
Surava
ww

Surava war bis am 31. Dezember 2014 eine politische Gemeinde ist ein Dorf im Schweizer Kanton Graubünden in der Gemeinde Albula/Alvra, die zum Kreis Alvaschein im Bezirk Albula gehört.

Bis am 31. Dezember 2014 war Surava eine eigenständige politische Gemeinde im Kreis Belfort. Am 1. Januar 2015 fusionierte sie mit den Gemeinden Alvaneu, Alvaschein, Brienz/Brinzauls, Mon, Stierva und Tiefencastel zur neuen Gemeinde Albula/Alvra.

Geschichte[Bearbeiten]

Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2015

Nördlich oberhalb des Dorfes, aber auf dem ehemaligen Gemeindegebiet von Brienz/Brinzauls, liegen die Ruinen der Burg Belfort.

Im Jahre 1869 gab die Gemeinde Surava ihre Eigenständigkeit auf und fusionierte mit Brienz/Brinzauls zur Gemeinde Brienz-Surava. Bereits 1883, nach nur 14 Jahren, trennten sich die Fusionspartner wieder. Brienz/Brinzauls und Surava waren bis am 31. Dezember 2014 wieder eigenständige politische Gemeinden. Surava ist heute mit rund 200 Einwohnern fast doppelt so gross wie Brienz/Brinzauls mit nur 104 Einwohnern.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt von Silber (Weiss) mit einem blauen, von einer silbernen Lanze durchbohrten Drachen, und von Rot mit silbernem Flussband

Die Anordnung der Wappenfiguren verdeutlicht den Namen der ehemaligen Gemeinde: Über dem Wasser der Albula der Drache als Attribut des heiligen Georg (Heiliger), des örtlichen Kirchenpatrons. Die Wappenfarben entstammen dem Wappen der Vazer.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten]

Die traditionelle Sprache der Einwohnerschaft ist Surmeirisch, eine lokale Mundart des Romanischen. 1888 waren noch 82 % der Einwohner romanischsprachig. Doch bis 1910 war dieser Wert stark auf 64 % gesunken. Danach stabilisierte sich die Sprachsituation bis 1941 (59 %) einigermassen. Seither verliert das Romanische stetig an Bedeutung. Während es 1970 noch ein Patt mit 91 Deutsch- und 90 Romanischsprachigen gab, hat die Deutsche Sprache heute ein klares Übergewicht erlangt. Auch die Behörden haben den Sprachwandel mitgemacht, obwohl immerhin noch 30 % der Einwohner Romanisch verstehen. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten:

Sprachen in Surava
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 116 60,42 % 161 76,67 % 196 78,40 %
Rätoromanisch 66 34,38 % 45 21,43 % 27 10,80 %
Italienisch 10 5,21 % 2 0,95 % 4 1,60 %
Einwohner 192 100 % 210 100 % 250 100 %

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Von den 200 Einwohnern Ende 2005 waren 188 (=94 %) Schweizer Staatsangehörige.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Durch die Wasserkraft des Mulognbaches entwickelte sich Surava ehemals zum kleinen Industriestandort mit einer Zwiebackfabrik, einer Schmiede, einer Töpferei, einer Zündholzfabrik, einer Mühle und einer Färberei. Auch wurde hier die Glaswolle erfunden und patentiert. Ideenreiche Suravaner haben hier auch den Bau der ersten Schweizer Skatereisbahn realisiert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bahnhof Surava
  • Katholische Kirche Son Gieri (St. Georg) von 1611. Über dem Kirchenportal wurde das Wappen des Drachentöters angebracht. Die Seitenaltäre stammen von aus dem Jahr 1662.
  • Crap Furo, die geometrische Mitte des Kantons Graubündens. Dieser Felsturm aus weichem Kalkstein von 100 m Höhe im Süden von Surava weist mit seiner imposanten Erscheinung auf die Spitze des 3159 m hohen Piz Mitgel hin.
  • Das von 1903 beinahe originalerhaltene Stationsgebäude des Bahnhof Surava wurde 2004 zum schönsten Bahnhof Europas gewählt.

Skateline[Bearbeiten]

Seit 2003 besitzt das Dorf die erste Skateline der Schweiz, eine Eisbahn, die mit leichter Neigung ins Tal führt. Die Skateline in Surava ist 3 Kilometer lang und überwindet eine Höhe von 40 Metern.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Peter Surava, geboren als Hans Werner Hirsch, war ein Schweizer Journalist und Schriftsteller. Im Frühsommer 1995 wurde Peter Hirsch-Surava zum Ehrenbürger der Gemeinde Surava ernannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden II. Die Talschaften Herrschaft, Prättigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 9). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1937. DNB 811066703.
  • Reto Crameri jun./Guido Casutt: Taschenbuch über Surava, Dezember 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Surava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Skateline