Nahle

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Nahle
Die Nahle (rot dargestellt) im Leipziger Gewässerknoten

Die Nahle (rot dargestellt) im Leipziger Gewässerknoten

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Leipzig, Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Neue Luppe → Weiße Elster → Saale → Elbe → Nordsee
Quelle Nordwest-Ende des Elsterbeckens
51° 21′ 19″ N, 12° 20′ 13″ O51.35529212.336828103.0
Quellhöhe 103 m ü. NN[1]
Mündung in die Neue Luppe51.36807412.31075699.6Koordinaten: 51° 22′ 5″ N, 12° 18′ 39″ O
51° 22′ 5″ N, 12° 18′ 39″ O51.36807412.31075699.6
Mündungshöhe 99,6 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 3,4 m
Länge 2,7 km[2]
Linke Nebenflüsse Kleine Luppe
Großstädte Leipzig
Die Mündung der Nahle in die Neue Luppe

Die Mündung der Nahle in die Neue Luppe

Das geöffnete Nahle-Auslassbauwerk Januar 2011
Nahle bei Hochwasser (Januar 2011)

Die Nahle ist ein 2,7 Kilometer langer Nebenarm der Weißen Elster in Leipzig, Sachsen, und mündet in die Neue Luppe. Sie ist Teil des Elster-Luppe-Systems im nördlichen Leipziger Auenwald.

Verlauf[Bearbeiten]

Heutiger Verlauf[Bearbeiten]

Lageplan

Die Nahle ist ein Fließgewässer I. Ordnung. Sie beginnt als Abfluss des Elsterbeckens (10) an dessen Nordwest-Ende und führt zunächst geradlinig in nordwestliche Richtung. Bereits nach wenigen Metern zweigt der nach Westen führende Burgauenbach ab (9), daran anschließend durchquert die Nahle das Nahlewehr (8) und nimmt linksseitig die Kleine Luppe (7) auf, in deren ursprünglichem Bett sie ab dort fließt. In ihrem weiteren Verlauf unterquert sie die Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha (6), den Leipziger Güterring (5) und die Gustav-Esche-Straße (4). Etwa 300 m westlich des Auensees mündet (2) die Nahle in die Neue Luppe (1), die an dieser Stelle einen Pegel von 99,6 m ü. NN hat.

Kurz vorher zweigt an der linken Seite ein über 3 km langes Hochflutbett ab, das weiter südlich parallel der Neuen Luppe verläuft und sich schließlich in der Landschaft verliert.[3] Über das 1954 nach dem Hochwasser von Juli 1954 gebaute Nahle-Auslassbauwerk (3) kann bei Hochwasser der Auenwald südlich der Neuen Luppe einschließlich der Burgaue geflutet werden. Das Auslassbauwerk wurde erstmals am 9. Januar 2011 teilweise und am 14. Januar 2011 vollständig geöffnet. Im Juni 2013 wurde der Auslass während des Hochwassers ein zweites Mal geöffnet.

Ursprünglicher Verlauf[Bearbeiten]

Ursprünglich begann die Nahle bereits weiter östlich, wo sie am Niederholz gegenüber dem Rosental von der Weißen Elster abzweigte. Ihr Zufluss wurde durch das unmittelbar nördlich in der Elster liegende Nagel- oder Amelungswehr geregelt. Im Bereich des heutigen Elsterbeckens nahm sie das inzwischen verfüllte, von Süden kommende Kuhburger Wasser auf. Sie mündete schließlich in die Luppe.

Name[Bearbeiten]

Der Name Nahle bedeutet „das Lachenwasser“.[4]

Sonstiges[Bearbeiten]

Die östlich des Flusslaufs gelegene ehemalige Deponie Möckern wird zuweilen als Nahleberg bezeichnet; auch der Gipfelstein trägt diesen Namen.

Nahleauslassbauwerk

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Grebenstein: Die Leipziger Gewässer von der Jahrtausendwende bis zur Gegenwart, in: Neue Ufer Heft 3, Stadt-Kultur-Projekt Leipzig, Leipzig 1995, S. 6, 23, 25
  • Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z. 1. Auflage, ProLEIPZIG 2005, S. 424

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Burgauenbach Auf: leipzig.de
  2. Leipziger Fließgewässer I. Ordnung
  3. Georg Grebenstein: Die Leipziger Gewässer von der Jahrtausendwende bis zur Gegenwart, in: Neue Ufer Heft 3, Stadt-Kultur-Projekt Leipzig, Leipzig 1995, S. 25
  4. Grebenstein, a.a.O. S. 4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nahle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien