NetCologne

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NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH

www.netcologne.de

Rechtsform GmbH
Gründung 31. Oktober 1994
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Jost Herrmanns,
Mario Wilhelm
Mitarbeiter 891 (2013) (davon 24 Auszubildende/Dualstudenten) [1]
Umsatz 242 Mio. EUR (2012)[2]
Branche Telekommunikation, Internet Service Provider, Kabelnetzbetreiber
Produkte Telekommunikation, Internet Service Provider, BezahlfernsehenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.netcologne.de

NetCologne ist ein regionaler Telekommunikationsdienstleister, Kabelnetzbetreiber und Internet Service Provider mit eigenem Telekommunikationsnetz im Wirtschaftsraum Köln/Bonn, d. h. die Stadt Köln und umliegende Kreise und Gemeinden (z.B. Bonn, Euskirchen, Leverkusen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis sowie Rhein-Sieg-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten]

NetCologne wurde am 31. Oktober 1994 von GEW Köln (heutiger Name Rheinenergie), Stadtsparkasse Köln (heutiger Name Sparkasse KölnBonn) und den Kölner Verkehrs-Betrieben in Köln gegründet. Seit dem Jahre 2004 ist die Holdinggesellschaft GEW Köln AG zu 100 Prozent Gesellschafter des Unternehmens. Anfang 2006 bezog NetCologne den von Bolwin Wulf Architekten geplanten neuen Firmensitz am Medienstandort Köln-Ossendorf „Am Coloneum“. Am 1. April 2009 wurde das Schwesterunternehmen NetAachen gegründet, als Joint Venture der Regio-Carrier accom GmbH & Co. KG, STAWAG und NetCologne.

Fakten[Bearbeiten]

NetCologne hat im vergangenen Jahr den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes weiter vorangetrieben. Ende 2012 waren über 45.000 Gebäude vertriebsbereit an das eigene Breitbandnetz angeschlossen (Vorjahr: 41.000). Bis zum 31. Dezember 2013 verzeichnete die NetCologne: 238.000 Festnetzanschlüsse (Telefon & Internet) über TAL, 149.000 Breitband-Anschlüsse über das eigene Netz, 25.000 Mobilfunkkunden und 216.000 TV-Kunden.[3] Damit ist NetCologne einer der größten regionalen Telekommunikationsdienstleister in der Bundesrepublik Deutschland. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 belief sich auf 242 Millionen Euro, das Investitionsvolumen lag bei 43,5 Mio. Euro und das Stammkapital bei 9.210.00 Euro. Jahresergebnis 2012: 15,8 Mio. Euro (vor Steuern und außerordentlichem Ergebnis). Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Ergebnis um 2,9 Mio. Euro gesteigert werden. 2012 hat die NetCologne ihr operatives Ergebnis um 7,6 % auf 56,9 Mio. Euro bei einer Umsatzrendite von 8,5 % (2011: 7,9 %) erhöht. Das Unternehmen beschäftigte zum 31. Dezember 2013 891 Mitarbeiter (davon 24 Auszubildende bzw. Dualstudenten).[2][4]

Zusätzlich zum Eigenausbau führt NetCologne auch eine Reihe von Kooperationsausbauprojekten in der Region durch. Durch Partnerschaften mit Städten, Kommunen und Energieversorgern wird somit das Glasfasernetz für Kunden beständig erweitert. Dabei übernehmen die Kooperationspartner den Ausbau der Infrastruktur, NetCologne installiert im Anschluss die aktive Technik. Zu den Ausbaugebieten gehören Windeck, Siegburg, Burscheid, Betzdorf und Niederkassel. Zudem wurden Projekte in Wesseling, Frechen, Pulheim und Kerpen gestartet. Insgesamt umfassen die Projekte ein Potenzial von knapp 50.000 Haushalten und Gewerbebetrieben.

In Düsseldorf werden Häuser der Wohnungsgenossenschaft WOGEDO seit 2012 mit Kabel-TV versorgt.[5]

Technik[Bearbeiten]

Das firmeneigene Telekommunikationsnetz von NetCologne umfasst rund 4.621 km Glasfaserkabel plus 17.452 km Glasfaser für Fibre-to-the-Building, 857 km Koaxkabel und 176 km Kupferkabel (Stand 31. Dezember 2013) [6]. NetCologne mietet teilweise das letzte Kabelstück, die so genannte letzte Meile, von der Deutschen Telekom an. Durch den Ausbau eines eigenen Glasfasernetzes kann NetCologne seine Kunden direkt und unabhängig von der Telekom ans Internet anschließen - 40% aller Anschlüsse werden bisher über das eigene Netz (FTTB, FTTC, HFC) realisiert. Die Schaltung der Kupferadern der Endkunden auf das Glasfasernetz von NetCologne erfolgt mittels Optical Network Units (ONU). Das Netz von NetCologne ist an den DE-CIX, LINX, AMS-IX und ECIX angeschlossen.

Beim Netzausbau verfolgt NetCologne unterschiedliche Anschlussstrategien: Um möglichst viele Menschen auch jenseits der Ballungsgebiete mit Highspeed-Anschlüssen versorgen zu können, setzt das Unternehmen auf einen Technologie-Mix. In Gebieten mit hoher Einwohnerdichte ist der Ausbau via FTTB (=Fibre to the Building, Glasfaser bis in die Häuser) oder HFC (Hybrid Fibre Coax) Strategie. Alternativ investiert NetCologne auch in den Ausbau des FTTC-Netzes (=Fibre to the Curb). Dort, wo ein Direktanschluss der Gebäude wirtschaftlich nicht möglich ist, wird die Glasfaser bis zum Kabelverzweiger vor Ort verlegt, somit wird die Leistung auf bis zu 50 Mbit/s erhöht.

NetCologne stellt das eigene Netz als Open Access anderen Wettbewerbern zur Verfügung.

Vermittlungsstellen[Bearbeiten]

Das vermittlungstechnische Netz von NetCologne besteht derzeit aus fünf Vermittlungsstellen, die untereinander vollvermascht sind. Jede Vermittlungsstelle hat darüber hinaus Anbindungen an andere Netzbetreiber, hier vor allem an die Deutsche Telekom. Die Vermittlungsstellen stammen vom Systemhersteller Alcatel-Lucent.

Für den Netzausbau Richtung Rhein-Erft-Kreis, Aachen/Düren sowie Lohmar, Rösrath und Overath setzte NetCologne in den letzten Jahren auf einen multifunktionalen und zukunftsorientierten Zugangsknoten (Multi Service Access Node = MSAN) der Firma Marconi namens AXH. Er macht den nahtlosen Übergang sowohl zu neuen Breitbandangeboten als auch zu IP-basierten Netzstrukturen möglich. Als Nebeneffekt werden Betriebsmittelkosten und Investitionen reduziert.

Seit Juli 2005 wurden die bestehenden DSLAMs von Alcatel-Lucent auf den aktuellen Stand gebracht, so dass mittlerweile praktisch im gesamten Ausbaugebiet ADSL2+ flächendeckend angeboten werden kann.

Eigene Netzinfrastruktur[Bearbeiten]

Ein Netcologne-Serviceladen in Köln

Seit 2006 baut NetCologne Schritt für Schritt in Köln ein neues Glasfasernetz aus. Dabei werden die Glasfasern bis in die Keller der Häuser gelegt (sog. „Fibre to the Building“, kurz „FTTB“) und innerhalb der Häuser die vorhandene Verkabelung verwendet jedoch kein FTTH „Fibre to the Home“. Mit dieser Technologie sind Datenübertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream möglich.

Das Kabel-TV-Angebot von NetCologne wird über ein Hybrid Fibre Koax (kurz HFC) Netz verbreitet. VDSL Ausbaugebiete: Niederkassel, Pulheim, Betzdorf, Windeck, Eitorf, Gewerbegebiet Frechen, Kerpen, Wesseling

Digitales Fernsehen[Bearbeiten]

Seit 1996 bietet NetCologne im Raum Köln/Bonn auch Kabelfernsehen an, seit Ende 2005 zusätzlich zu den analogen auch digitale Fernsehprogramme. Damit tritt NetCologne in Konkurrenz zum Kabelanbieter Unitymedia. Das Programmangebot von NetCologne stammt teilweise vom Anbieter KabelKiosk, Eutelsat, teilweise speist NetCologne die Programme selber ein. Insgesamt bietet NetCologne über 400 TV- und Radioprogramme an. Zusätzlich zu den unverschlüsselten, kostenfreien Sendern bietet NetCologne kostenpflichtige Programmpakete und den Kabelanschluss Premium +HD an. Der Kabelanschluss Premium +HD beinhaltet die Privatsender in HD.

Produkte[Bearbeiten]

  • Analoge Telefonanschlüsse (nur für Altkunden oder in Verbindung mit NetDSL)
  • ISDN-Anschlüsse
  • DSL-Anschlüsse
    • Privatkunden DSL bis 18 Mbit/s in Empfangsrichtung und 192 kbit/s bis 1 Mbit/s in Senderichtung;
    • Firmenkunden
      • DSL bis 18 Mbit/s Empfangsrichtung und 192 kbit/s bis 1 Mbit/s in Senderichtung;
      • G.SHDSL.bis 20Mbit/s in Empfangs- und Senderichtung;
      • SVDSL bis 100Mbits/s in Empfangs- und Senderichtung;
  • Glasfaser-DSL für Privatkunden von 25 Mbit/s bis 100 Mbit/s in Empfangsrichtung und 2,5 Mbit/s bis 10 Mbit/s in Senderichtung;
  • Mobilfunk (E-Plus Netz, Privatkunden); (Vodafone D2 Netz, Geschäftskunden)
  • Kabelanschluss Premium
  • Programmpakete
  • Kabelanschluss Premium +HD
  • Domain- und Homepage-Services für Geschäfts- und Privatkunden
  • Für Geschäftskunden: Telefondienste - u.a. Telefonanlagen, Internetdienste, Festverbindungen und Corporate Networks, Komplettlösungen inkl. Serverhousing

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daten und Fakten zu NetCologne GmbH Quelle: http://www.netcologne.de/unternehmen/profil/
  2. a b Geschäftsbericht GEW Köln AG 2011 Quelle: http://www.stadtwerkekoeln.de/gb/gew/pdf/complete/gew_gb_2011.pdf
  3. NetCologne Webseite, Quelle: http://www.netcologne.de/unternehmen/profil/
  4. Daten und Fakten zu NetCologne GmbH Quelle: http://www.netcologne.de/unternehmen/profil/
  5. http://www.wogedo.de/aktuelles/kurz-notiert/detail/wir-wechseln-zu-netcologne/2a00e8197b6d4d74ded40ea7065338e5/
  6. Quelle: http://www.netcologne.de/unternehmen/unternehmen/profil.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: NetCologne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien