Netzmanagement

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Unter Netzwerkmanagement versteht man die Verwaltung, Betriebstechnik und Überwachung von IT-Netzwerken und Telekommunikationsnetzen. Der englische Fachbegriff für diese Tätigkeiten lautet OAM, Operation, Administration and Maintenance.

Die ISO hat das FCAPS-Modell entwickelt, welches die funktionalen Aufgaben von Netzwerkmanagement beschreibt:

  • (F) Fault Management / Fehlermanagement: Erkennen, Protokollieren, Melden und Beheben von auftretenden Fehlerzuständen
  • (C) Configuration Management / Konfigurationsmanagement: Erfassung aller Komponenten (Configuration Items), die überwacht werden müssen
  • (A) Accounting Management / Abrechnungsmanagement: Erfassen der Benutzung des Netzes, so dass Rechnungen gestellt werden können
  • (P) Performance Management / Leistungsmanagement: Verkehrswerte/Leistungsdaten sammeln und Statistiken führen, Grenzwerte festlegen
  • (S) Security Management / Sicherheitsmanagement: Authentifizierung von Benutzern, Autorisierung von Zugriff und Nutzung

Ein großer Teil dieser Aufgaben wird von rechnerbasierten Netzmanagementsystemen unterstützt. Reale Netzmanagementsysteme unterstützen in der Regel jedoch nur einen Teil dieser Aufgaben.

IP-Netze werden häufig mittels Simple Network Management Protocol (SNMP) und/oder Windows Management Instrumentation (WMI) verwaltet und überwacht. In größeren Netzen werden auch andere Protokolle wie z. B. SAA oder Netflow verwendet. In den nationalen und internationalen Telekommunikationsnetzen werden proprietäre Protokolle mit höherer Leistungsfähigkeit verwendet, in Deutschland z. B. QD2, in den USA Transaction Language 1(TL1). Wegen der im Vergleich mit privaten Netzen wesentlich höheren Anzahl von Netzelementen können keine Protokolle verwendet werden, die auf Polling basieren. In Europa werden auch OSI-Protokolle verwendet.

Das Telecommunications-Management-Network (TMN) ist die Gruppe von ITU-T Standards zur Verwaltung von großen Telekommunikationsnetzen.

Unter Netzwerk-Monitoring versteht man die Überwachung und regelmäßige Kontrolle von Netzwerken, deren Hardware (z. B. Server, Router, Switches) und Diensten (z. B. Webserver, DNS-Dienste, E-Mail-Dienste). Man unterscheidet hierbei zwischen externem und internem Monitoring. Beim externen Monitoring wird ein zusätzliches Monitoring-Gerät an das Netz angeschlossen, beim internen Monitoring nicht. Eine weitere Charakterisierung wird mit den Begriffen aktiv und passiv getroffen. Beim aktiven Monitoring werden zusätzliche Pakete in das Netz gesendet, beim passiven wird lediglich "mitgehört".

Das TeleManagement Forum hat im Rahmen des Programms New Generation Operations Systems and Software (NGOSS) ein Modell u.a. für die oben angesprochenen Aufgabenfelder entwickelt, welches im Service-Provider-Bereich weite Verbreitung gefunden hat.

Software[Bearbeiten]

Open Source Monitoring Software[Bearbeiten]

Kommerzielle Monitoring Software[Bearbeiten]