Nick Begich

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Nick Begich 1961

Nicholas Joseph „Nick“ Begich (* 6. April 1932 in Eveleth, Minnesota; † 16. Oktober 1972 in Alaska) war ein amerikanischer Politiker. Zwischen 1971 und 1972 vertrat er den Bundesstaat Alaska im US-Repräsentantenhaus.

Leben[Bearbeiten]

Frühe Jahre und Aufstieg[Bearbeiten]

Nick Begich besuchte die Schulen in seiner Heimat Minnesota. Danach studierte er an der St. Cloud State University. Es folgten Studiengänge an der University of Minnesota, der University of Colorado at Boulder und der University of North Dakota. Von 1952 bis 1959 war er unter anderem als High-School-Lehrer tätig. Außerdem nahm er einige administrative Aufgaben im Schulbereich wahr. Zwischen 1959 und 1968 war Begich Schulrat in Fort Richardson in Alaska. Zeitweise hielt er Vorträge an der University of Alaska Anchorage. Seit 1968 beteiligte er sich auch im Baugeschäft. Er erbaute und verwaltete Apartmenthäuser in Anchorage.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Begich wurde Mitglied der Demokratischen Partei. Zwischen 1963 und 1971 war er Mitglied des Senats von Alaska. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1968 unterlag er mit 45,8 % der Wählerstimmen gegen den Amtsinhaber Howard Wallace Pollock, der mit 54,2 % seinen Sitz im US-Repräsentantenhaus verteidigen konnte. Zwei Jahre später gewann Begich dann mit 55,1 % der Stimmen gegen Frank Murkowski. Damit vertrat er ab dem 3. Januar 1971 den Staat Alaska als Abgeordneter im Kongress.

Tod[Bearbeiten]

Begichs Kenotaph auf dem Congressional Cemetery in Washington D.C.

Im Jahr 1972 bewarb sich Begich um seine Wiederwahl in den Kongress. Im Wahlkampf wurde er unter anderem von Hale Boggs, einem Kongressabgeordneten aus Louisiana, unterstützt. Am 16. Oktober 1972 flogen Begich und Boggs während des Wahlkampfs von Anchorage nach Juneau. An Bord war außer den beiden Politikern und dem Piloten auch noch Russel Brown, ein weiterer Wahlkampfhelfer von Begich. Die Maschine verschwand unterwegs spurlos. Von den Insassen und dem Wrack fehlt bis heute jede Spur. Am 19. Dezember 1972 wurde Nick Begich offiziell für tot erklärt. Inzwischen hatte im November die Wahl stattgefunden und er war mit 56,2 % der Wählerstimmen wieder in den Kongress gewählt worden. Diese Wahl war aufgrund der geschilderten Umstände gegenstandslos. Später gab es Gerüchte und Spekulationen, dass das Verschwinden der Maschine ein Anschlag gegen den Abgeordneten Boggs gewesen sein könnte. Hintergrund dieser Spekulationen war die Tatsache, dass Boggs von 1963 bis 1964 Mitglied der Warren-Kommission zur Aufklärung des Attentats auf Präsident John F. Kennedy gewesen war. Im Unterschied zu den meisten Mitgliedern dieser Kommission glaubte Boggs nicht an die Einzeltäter-Theorie und ermittelte in diesem Fall weiter. Das, so die Anhänger einiger Verschwörungstheorien, führte zu dem Attentat, bei dem auch Nick Begich starb.

Familie[Bearbeiten]

Nicholas Begich war mit Pegge Begich verheiratet, die sich in den Jahren 1984 und 1986 selbst erfolglos um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus bewarb. Heute lebt sie im Ruhestand in Nevada. Das Ehepaar hatte sechs Kinder, darunter den 1962 geborenen Sohn Mark, der seit Januar 2009 den Staat Alaska im US-Senat vertritt.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Nick Begich im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)