Nowy Dwór Gdański

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Nowy Dwór Gdański
Wappen von Nowy Dwór Gdański
Nowy Dwór Gdański (Polen)
Nowy Dwór Gdański
Nowy Dwór Gdański
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Nowy Dwór Gdański
Fläche: 5,06 km²
Geographische Lage: 54° 13′ N, 19° 7′ O54.21666666666719.116666666667Koordinaten: 54° 13′ 0″ N, 19° 7′ 0″ O
Einwohner: 10.083
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 82-100
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: GND
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S 7(E 77): ŻukowoDanzigWarschau–Chyżne/Slowakei
DK 55: Nowy Dwór Gdański–MalborkKwidzynGrudziądz–Stolno
DW 502: Nowy Dwór Gdański–Stegna
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 47 Ortschaften
22 Schulzenämter
Fläche: 213,00 km²
Einwohner: 18.169
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2210023
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Jacek Michalski
Adresse: ul. Wejhera 3
82-100 Nowy Dwór Gdański
Webpräsenz: www.miastonowydwor.pl

Nowy Dwór Gdański [ˈnɔvɨ ˈdvur ˈgdaɲsci] (deutsch Tiegenhof) ist eine Stadt mit Sitz einer Stadt- und Landgemeinde und etwa 10.000 Einwohnern im Norden Polens. Sie liegt 36 Kilometer südöstlich von Danzig an der Tiege (poln. Tuga). Sie ist Kreisstadt des Powiat Nowodworski in der Woiwodschaft Pommern.

Geschichte[Bearbeiten]

Nowy Dwór Gdański entstand als eine Ansiedlung neben einem Domänengut der Familie Loitz, einem Kaufmannsgeschlecht aus Danzig, das 1572 seinen Besitz wegen Überschuldung verkaufen musste. Unter den nächsten Besitzern, der Familie Weiher, wurde der Tiegenhof zum Haupthof einer Starostei. Im Laufe der Zeit wuchs die Siedlung zu einem Marktort mit Handwerkern, Krämern, Krügern und Gärtnern. Außerhalb des Ortes befanden sich 1664 noch zwei Windmühlen und eine Schnapsbrennerei.

Auf dem Gelände des Haupthofes entstand 1784 eine evangelische Kirche, die zwischen 1831 und 1834 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel neu aufgebaut wurde. 1848 erfolgte der Bau einer katholischen Kirche.

Nachdem Tiegenhof seit 1859 den Status eines Marktfleckens innehatte, erhielt es 1880 Stadtrecht.

Seit 1881 besitzt Tiegenhof einen Eisenbahnanschluss, der 1886 über Neuteich bis Simonsdorf erweitert wurde. Seit 1900 ist die Stadt auch an das Schmalspurbahnnetz der ehemaligen Westpreußischen Kleinbahnen AG (heute: Żuławska Kolej Dojazdowa) angeschlossen.

Traditionsreiche Betriebe in Tiegenhof waren die Machandelfabrik der Familie Stobbe, die seit 1776 Wacholderschnaps brannte, und die seit 1784 bestehende Brauerei Stobbe. Auch die Tiegenhofer Ölmühle und die Zuckerfabrik hatten einen guten Ruf.

Die Stadt gehörte seit 1818 dem Landkreis Marienburg (Westpr.) an. Seit 1920 war sie die Kreisstadt des Landkreises Großes Werder, der bis 1939 Teil der Freien Stadt Danzig war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Stadt zu Polen und erhielt den Namen Nowy Dwór Gdański, was etwa Neuhof bei Danzig bedeutet. Zwischen 1954 und 1975 war Nowy Dwór Sitz eines Powiats, seit 1999 ist die Stadt wieder eine Kreisstadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Nowy Dwór Gdański: ul. Sikorskiego

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nachfolgend die Einwohnerentwicklung der Stadt.[2]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Otto Hausburg (1831–1920), Schlachthofdirektor und Reichstagsabgeordneter
  • Johann Stobbe (1860–1938), Chemiker, Professor an der Universität Leipzig
  • Adolf Wiebe (1826–1908), Bauingenieur, schuf den Oder-Spree-Kanal

Gmina[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Nowy Dwór Gdański gehören folgende Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name (bis 1945)
Cyganek Tiegenhagen
Cyganka Platenhof
Gozdawa Neustädterwald
Jazowa Einlage
Kępiny Małe Zeyersvorderkampen
Kępki Zeyer
Kmiecin Fürstenau
Łączki Myszewskie Klein Mausdorferweide
Leśnowo Reimerswalde
Lubieszewo Ladekopp
Lubieszewo Pierwsze
Lubieszynek Drugi
Marynowy Marienau
Marzęcino Jungfer
Myszewko Klein Mausdorf
Myszkowo
Nowinki Neudorf
Nowy Dwór Gdański Tiegenhof
Orliniec Neulanghorst
Orłówko
Orłowo Orloff
Orłowskie Pole Orlofferfelde
Osłonka Grenzdorf A
Pieczewo Pietzkendorf
Piotrowo Niederpetershagen
Powalina Walldorf
Rakowe Pole
Rakowiska Krebsfelde
Rakowo
Robakowiec Robach
Różewo Fürstenauerweide
Rychnowo Żuławskie Rückenau
Ryki
Solnica Lakendorf
Starocin Reinland
Stawiec
Stobna Stuba
Suchowo Rosenort
Swaryszewo Keitlau
Trojaki Drillinge
Tuja Tiege
Wężowiec Strauchkampen (1896-1945 Nogathaffkampen)
Wężownica
Wierciny Wolfsdorf
Zawadka Hakendorf
Żelichowo Petershagen

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nowy Dwór Gdański – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Steiniger: Geschichte der Ökonomie Tiegenhof. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung, Danziger Verlagsgesellschaft Paul Rosenberg, o. J. (lt. Bibliografie nach 1984)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. Für 2007:Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007