Orșova

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Orșova (Begriffsklärung) aufgeführt.
Orșova
Orschowa
Orsova
Rušava
Oršava
Wappen von Orșova
Orșova (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Mehedinți
Koordinaten: 44° 43′ N, 22° 24′ O44.72361111111122.39638888888959Koordinaten: 44° 43′ 25″ N, 22° 23′ 47″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 59 m
Einwohner: 10.441 (20. Oktober 2011[1])
Postleitzahl: 225200
Telefonvorwahl: (+40) 02 52
Kfz-Kennzeichen: MH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Ion Manea (USL)
Postanschrift: str. 1 Decembrie 1918, nr. 20
loc. Orșova, jud. Mehedinți, RO–225200
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: 15. August
Lage von Orșova im Kreis Mehedinți

Orșova (deutsch Orschowa oder Orsowa, ungarisch Orsova, kroatisch und serbisch-kyrillisch Rušava, tschechisch Oršava) ist eine Stadt im rumänischen Kreis Mehedinți.

Lage[Bearbeiten]

Orșova liegt im Durchbruchstal der Kataraktenstrecke, oberhalb des Eisernen Tores, am linken Ufer der Donau. Unterhalb Orșovas mündet der Fluss Cerna in die Donau.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Eftimie Murgu Tolpeț Godeanu
Gârnic Nachbargemeinden Malovăț
Eșelnița Donau Drobeta-Turnu Severin

Beschreibung[Bearbeiten]

1873 wurde die Stadt dem Komitat Severin eingegliedert. 1923 wurde Orșova zur Stadt ernannt und 1968 infolge der administrativen Neuaufteilung Rumäniens dem Kreis Mehedinți zugeteilt.

Die Stadt ist in drei Teile gegliedert: Süd- und Nordorșova und Gebaure (der Mittelteil). Orșova besitzt eine Schiffswerft und eine Schiffsstation. Anlässlich der Errichtung des Donaukraftwerkes SIP wurden große Teile von Orșova neu errichtet, da die ursprüngliche Stadt, von den Einheimischen „Alt Orșova“ (rumänisch Vechea Orșova oder Orșova Veche) genannt, überflutet wurde. Bevor die gefährliche Kataraktenstrecke im Zuge des Kraftwerkbaus durch die Anhebung des Wasserspiegels entschärft wurde, war die Stadt eine wichtige Station für die Schifffahrt. In der Donau bei Orșova lag die Insel Ada Kaleh. Die Insel wurde mit dem Bau des Donaukraftwerks ebenfalls überflutet.

Für den Bau der am 26. November 1976 geweihten Kirche der „Unbefleckten Empfängnis Mariens“ erteilte der rumänische Staat eine Ausnahmegenehmigung, da im kommunistischen Rumänien zu dieser Zeit der Bau von Kirchen untersagt war.[2] Die Baupläne für den Sakralbau stammen von Hans Fackelmann.[3]

Orșova ist Ausgangspunkt für Schifffahrten zum Eisernen Tor (zwei bis fünf Stunden)

Einwohner[Bearbeiten]

In Orșova gehören traditionell große Teile der Bevölkerung ethnischen Minderheiten an, darunter Deutsche (Banater Berglanddeutsche), Magyaren, Juden, Serben und Banater Tschechen. Im Jahr 1910 etwa waren nur 23,5 % der Einwohner Angehörige der rumänischen Volksgruppe.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Orșova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Deutsch-Rumänische Gesellschaft e.V., Christof Kaiser: Studiereise VII, 11. - 23. September 2010
  3. Franz Metz: Orschowa / Orsova, 2008