Nadia Comăneci

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Nadia Comăneci (rechts) mit Condoleezza Rice, 2005
Nadia Comăneci als Kunstturnerin, 1977

Nadia Elena Comăneci [koməˈnetʃʲ] (* 12. November 1961 in Onești) ist eine ehemalige rumänische Kunstturnerin und gilt als eine der besten Turnerinnen aller Zeiten. Sie gewann bei den Olympischen Spielen 1976 und 1980 insgesamt fünf Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille.[1][2][3][4]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Zum ersten Mal machte sie bei den Europameisterschaften 1975 mit insgesamt vier Siegen auf sich aufmerksam. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal schaffte sie im Alter von 14 Jahren als erste Turnerin eine 10,0 am Stufenbarren. Die Note wurde auf der Anzeigetafel als 1,00 angezeigt, weil die Anzeigetafeln eine zweistellige Note nicht darstellen konnten: Die Höchstnote 10,0 galt bis dahin als unerreichbar und war noch nie zuvor vergeben worden. Comăneci gewann darüber hinaus Gold am Schwebebalken und im Mehrkampf, Silber mit der Mannschaft und Bronze am Boden. Im selben Jahr wurde sie mit der Sportler-des-Jahres-Auszeichnung von Associated Press geehrt und zu Europas Sportlerin des Jahres gewählt. Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau gewann sie Gold am Schwebebalken und am Boden sowie Silber im Mehrkampf und mit der Mannschaft. Im Jahr darauf erklärte Comăneci ihren Rücktritt vom Wettkampfsport.

Im Jahr 1989 floh Comăneci in die USA. 1996 heiratete sie in Bukarest den ehemaligen US-amerikanischen Turner Bart Conner. Das Paar hat einen Sohn namens Dylan Paul Conner (* 3. Juni 2006) und lebt in Norman, Oklahoma.[5]

1984 wurde Comănecis Leben unter dem Titel „Nadia“ für das Fernsehen verfilmt. 2014 erschien unter dem Titel „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ im Piper Verlag ein fiktiver Roman von Lola Lafon über das Leben von Nadia Comăneci. 1993 wurde sie als zweite Turnerin nach Olga Korbut in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nadia Comăneci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [ (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/wissen.spiegel.de] Spiegel Online
  2. www.elpais.com
  3.  Abgetrennte Teile. In: Der Spiegel. Nr. 34, 1982 (online).
  4. www.jurnalul.ro (in rumänischer Sprache)
  5. GYMmedia.com: Baby boy arrives for Comaneci, Conner. Abgerufen: 14. August 2008.