Philipp Buttmann (Pädagoge)

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Philipp Karl Buttmann (* 5. Dezember 1764 in Frankfurt am Main; † 21. Juni 1829 in Berlin) war ein deutscher Pädagoge und Mitglied der Berliner Aufklärung.

Leben[Bearbeiten]

1685 floh der Ur-Großvater Jacques Boudemont wegen der Hugenottenverfolgung aus Flandern nach Philippsburg (Baden-Württemberg). Erst der Vater Buttmanns änderte den Namen in Buttmann.

Anfangs als Erzieher der Enkelkinder von Leopold I. (Anhalt-Dessau) tätig, kam er später als Bibliothekar nach Berlin. Er wurde dann aber bald als Lehrer für Latein und Griechisch an das Joachimsthalsches Gymnasium berufen. Er war der Herausgeber mehrerer Werke zur Schulgrammatik. Nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst gründete er 1809 die (Zweite) Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin und wurde ihr erster Zwingherr.

Seine griechische Grammatik ist in englischer Übersetzung noch heute in Gebrauch. Philipp Buttmann ist der Vater der Philologen August Buttmann und Alexander Buttmann und des Theologen Philipp Buttmann.

1806 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, von 1811 bis zu seinem Tode war er Sekretär der historisch-philologischen Klasse.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Friedrich August Wolf (Hrsg.): Museum der Alterthums-Wissenschaft. Band 1–2, 1807–1809.
  • Mythologus oder gesammelte Abhandlungen über die Sagen des Alterthums. 2 Bände, Berlin 1828.
  • Ausführliche griechische Sprachlehre. Band I, Adamant Media Corporation, 2002 ISBN 0-543-83066-7.
  • Buttmann's Larger Greek Grammar. A Greek Grammar for the Use of High Schools and Universities. University of Michigan Library, 2009 (englisch).
  • mit Karl Lachmann: Novum Testamentum Graece et Latine. 2 Bände, ISBN 1-108-00764-3.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]