Puntagorda

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Dieser Artikel behandelt den Ort Puntagorda auf La Palma, zu anderen Bedeutungen von Punta Gorda siehe Punta Gorda (Begriffsklärung)
Gemeinde Puntagorda
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Puntagorda
Puntagorda (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Koordinaten 28° 45′ N, 17° 58′ W28.75-17.966666666667722Koordinaten: 28° 45′ N, 17° 58′ W
Höhe: 722 msnm
Fläche: 31,10 km²
Einwohner: 2.057 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 66,14 Einw./km²
Postleitzahl: 38789
Gemeindenummer (INE): 38029 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Mapa de Puntagorda.png

Puntagorda ist eine der 14 Gemeinden der Kanareninsel La Palma. Verwaltungssitz ist der gleichnamige Ort, während El Pinar die größte Ortschaft ist.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2013[2].

  • El Pinar (1.114)
  • Puntagorda (463)
  • Fagundo (317)
  • El Roque (163)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl Veränderung
1900 1.341
1910 1.359 + 18
1920 1.508 + 149
1930 1.633 + 125
1940 1.531 – 102
1950 1.706 + 175
1960 1.593 – 113
Jahr Einwohnerzahl Veränderung
1970 1.287 – 306
1981 1.187 – 100
1990 1.692 + 505
2001 1.802 + 110
2005 1.795 – 7
2013 2.057 + 262
Rathaus

Allgemeines[Bearbeiten]

Im Nordwesten La Palmas, begrenzt durch die Schluchten Barranco de Garome im Süden und Barranco de Izcagua im Norden, befindet sich die Gemeinde Puntagorda. Sie ist geprägt von landwirtschaftlichem Gemüseanbau, artenreicher Vegetation und einer Vielzahl von Mandelbäumen. Das malerische Dorf Puntagorda ist Verwaltungszentrum in einer leicht abschüssigen Gegend auf etwa 600 Metern über Meeresspiegel. Das Klima ist trocken und sonnig, im Winter gibt es reichlich Niederschläge.

Die Ureinwohner (Guanchen) hinterließen bedeutende Spuren in den verbliebenen Resten von Bauwerken und Höhlendarstellungen (Bilder, Steinhaufen, Kanäle und Tiegel). Im 16. Jahrhundert entstand der erste historische Ort in der Gegend von San Mauro. Hier wurde eine der ersten Kirchen der Kanarischen Inseln erbaut, die bereits Pfründe bezog. Die großenteils portugiesische Bevölkerung machte San Mauro zu ihrem Schutzheiligen. Sie rodeten die kanarische Kiefer, um das Land in Ackerfelder zu verwandeln. Sie betrieben auch Viehzucht und legten Zisternen zur Wasserversorgung an. Die Stadt verfügte über eine eigene Kornkammer zur Lagerung von Getreide. Der ursprüngliche Ort wurde verlassen und an eine andere, höher gelegene Stelle verlegt. Sie siedelt sich zwischen den Zentren Cuatro Caminos, El Pinar, Fagundo und El Roque an.

Die ungünstigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen am Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts zwangen viele Einwohner die Insel zu verlassen oder in andere Gemeinden umzuziehen. Heute ist ein großer Anteil der Bevölkerung ausländischer Herkunft, und es wird ein gemäßigtes Wachstum verzeichnet, das seinen Einwohnern etwas mehr Wohlstand beschert hat.

Interessante Orte[Bearbeiten]

Typische Landschaft der hochgelegenen Gemeinde mit Drachenbaum
  • El Fayal: Ein Wald mit herrlichen Kiefern und Unterholz aus Baumheide (Gagelstrauch). Hier gibt es einen Erholungspark und Sporteinrichtungen.
  • Mirador de Miraflores: Aussichtspunkt auf dem gleichnamigen Berg.
  • Kirche von San Mauro Abad: Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut, birgt die Kirche wertvolle Bilder.
  • Als Zeugen der Vergangenheit sind noch zwei Windmühlen in der Gemeinde erhalten geblieben.
  • Die Izcagua-Schlucht und große Teile der Steilküste sind Teil eines Naturschutzgebietes. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Tabaiba und Wolfsmilchgewächsen, beide sind hier endemische Pflanzen.
  • Die alten Drachenbäume in der Nähe von El Roque

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Puntagorda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. INEbase (Datenbank des Instituto Nacional de Estadística)