Fuencaliente de La Palma

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Gemeinde Fuencaliente de La Palma
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Fuencaliente de La Palma
Fuencaliente de La Palma (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Koordinaten 28° 29′ N, 17° 50′ W28.483333333333-17.833333333333722Koordinaten: 28° 29′ N, 17° 50′ W
Höhe: 722 msnm
Fläche: 56,42 km²
Einwohner: 1.798 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 31,87 Einw./km²
Postleitzahl: 38740
Gemeindenummer (INE): 38014 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Gregorio Clemente Alonso Méndez (CC)
Lage der Gemeinde
Mapa de Fuencaliente.png

Fuencaliente de La Palma ist die südlichste der 14 Gemeinden der Kanareninsel La Palma. Sie ist seit 1873 selbständig.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2013.[2]

  • Los Canarios (709)
  • Las Indias (620)
  • Los Quemados (243)
  • Las Caletas (161)
  • La Fajana (35)
  • El Charco (30)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl Veränderung
1900 1650
1910 1833 +183
1920 1841 +8
1930 1966 +125
1940 2212 +246
1950 2290 +58
1960 1943 –327
Jahr Einwohnerzahl Veränderung
1970 1749 –194
1981 1664 –85
1990 1822 +158
2001 1794 –28
2007 1964 +170
2013 1798 –166

Verwaltungssitz[Bearbeiten]

San Antonio de Abad

Der Ort Los Canarios (gelegentlich ebenfalls als Fuencaliente bezeichnet) wurde 1837 Verwaltungssitz der Gemeinde und liegt in einer Höhe von über 700 Metern ü. dem Meeresspiegel. Die Kirche San Antonio de Abad stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die Region[Bearbeiten]

Der Teneguía – letzter Ausbruch 1971, im Hintergrund die Salinen

Etwa 70 Prozent des Gemeindegebietes stehen unter Natur- bzw. Landschaftsschutz. Dazu gehören die südlichen Ausläufer der Cumbre Vieja und die Geschützte Landschaft Tamanca. Es gibt großflächige Kiefernwälder rund um den Freizeitpark Fuente de Los Roques.

Punta de Fuencaliente[Bearbeiten]

Am Südkap von La Palma, der Punta de Fuencaliente, stehen zwei Leuchttürme. Der alte Leuchtturm wird als Informationszentrum des Meeresschutzgebiets der Insel La Palma genutzt. Das kleine Fischerdorf neben den Leuchttürmen und das dazugehörige Restaurant, das als bekanntes Ausflugsziel galt, wurden Ende 2007 auf der Grundlage des Küstenschutzgesetzes abgerissen. An der Punta befinden sich auch die Salinen von Fuencaliente.

Punta Malpique[Bearbeiten]

Nahe der Punta de Fuencaliente befindet sich nordwestlich ein weiteres, kleineres Kap, die Punta Malpique. Im Meer südlich des Kaps wurden 1971 40 Steinkreuze versenkt, um so eine unter Wasser liegende Gedenkstätte für den 1570 durch hugenottische Freibeuter ermordeten seligen Missionar Inácio de Azevedo aus dem Jesuitenorden und dessen 39 Gefährten zu errichten. Die Gruppe der Jesuiten wird auch als Vierzig Märtyrer von Brasilien bezeichnet. Der Ort gilt heute als bekanntes Tauchgebiet der Insel, in dem an dem auch die seltenen Schwarzen Korallen noch vorkommen.

Vulkan San Antonio[Bearbeiten]

Übersetzt heißt Fuencaliente heiße Quelle. Als jedoch beim bisher letzten Ausbruch des 657 Meter hohen Vulkans San Antonio zum Jahreswechsel 1677/1678 die heiße und heilige Quelle der Stadt verschüttet wurde, benannte man den Ort in Los Canarios um. Heute sind beide Benennungen gebräuchlich. Das Alter des San Antonio wird nur auf etwa 3000 Jahre geschätzt. Ein kleines Besucherzentrum mit Ausstellungsräumen gibt Informationen zu geologischen Details. Der Kraterrand ist zur Hälfte begehbar, die andere Hälfte ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.[3]

Vulkan Teneguia[Bearbeiten]

Der 438 Meter hohe und jüngste Vulkan der Kanarischen Inseln entstand erst 1971 während eines drei Wochen andauernden Ausbruchs. Mehrere Schlote unterhalb des San Antonio vereinigten sich zu einem. Da die austretende Lava zur angrenzenden Südküste floss und dort im Meer erkaltete, wurde die Insel La Palma wieder etwas größer.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Salinen in Fuencaliente

Neben Einkünften durch sanften Tourismus ist der Weinanbau eine wichtige Einnahmequelle. Bedingt durch die fruchtbare Vulkanasche gedeiht in der Gemeinde Fuencaliente ein guter Inselwein. Besonders erwähnenswert ist der süße, mehrfach ausgezeichnete Malvasier. Engländer brachten diesen bevorzugten Wein vor über 300 Jahren auf die Insel. Heute produziert die 1945 gegründete Weinkellerei als Genossenschaft knapp zwei Millionen Liter Wein pro Jahr. Sie hat 200 Mitglieder, die zusammen etwa 800 Hektar Rebfläche bewirtschaften.

Ein weiterer Wirtschaftszweig ist der Bananenanbau in den Plantagen unterhalb der Vulkane.

In der Saline von Fuencaliente, die seit 1967 in Betrieb ist, wird auch heute noch Salz gewonnen. Es ist somit die letzte Saline in der kanarischen Provinz Santa Cruz de Tenerife, die noch in Betrieb ist. Allerdings kämpft der Eigentümer Fernando Hernández Villalba ums wirtschaftliche Überleben. Schon 1995 bezuschusste die UNESCO dringende Renovierungsarbeiten, und 2007 sagte die Inselregierung Unterstützung für den Ausbau der Saline zu, um auch ins Ausland exportieren zu können. Dort besteht bereits Nachfrage. Darüber hinaus gibt es ein Besucherzentrum und ein Restaurant zum Thema Salz und Meer.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fuencaliente – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. [1]
  3. Vulkan San Antonio abgerufen am 16. Januar 2011