Pyruvate
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Pyruvat ist das Säureanion der Brenztraubensäure. Salze, die das Pyruvat-Ion enthalten, bezeichnet man als Pyruvate.
[Bearbeiten] Biochemische Bedeutung
Pyruvat, eine α-Ketosäure, stellt einen wichtigen Verzweigungspunkt im Stoffwechsel dar.
- es ist das Endprodukt der Glykolyse
- durch Transaminierung von Pyruvat (Reaktionspartner L-Glutaminsäure) entsteht L-Alanin (Ala) (vgl. Bild, A). Damit erfolgt die Anbindung an den Stoffwechsel der Aminosäuren (vergl. Glukose-Alanin-Zyklus, eine Variante des bekannten Cori-Zyklus).
- gleichzeitig erfolgt bei Pyruvat die Weichenstellung zwischen:
- dem Eintritt über die Pyruvat-Carboxylase für die Gluconeogenese (B) oder
- dem Eintritt in den Citratzyklusüber den Pyruvatdehydrogenase-Multienzymkomplex (Energiemangel-Situation, Bildung von Acetyl-CoA) (C)
- Pyruvat tritt als Vorstufe bei verschiedenen Gärungen auf
- bei der anaeroben Ameisensäuregärung verstoffwechseln Bakterien Pyruvat mithilfe der Formiatacetyltransferase zu Ameisensäure (D)
- im ersten Schritt der alkoholischen Gärung wird Pyruvat bei Pflanzen, Pilzen und einigen Bakterien mittels der Pyruvatdecarboxylase zu Acetaldehyd abgebaut (E)
[Bearbeiten] Quellen
- Michael T. Madigan, John M. Martinko, Michael Thomm (Hrsg.): Brock Mikrobiologie. Pearson Studium; 11. überarb. Auflage 2006: ISBN 3827371872
- Jeremy M. Berg, Lubert Stryer und John L. Tymoczko: Biochemie, Spektrum Akademischer Verlag GmbH Heidelberg; 6. Auflage, 2003, ISBN 3827418003

