RHI AG

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RHI AG
RHI AG Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000676903
Sitz Wien, OsterreichÖsterreich Österreich
Leitung Franz Struzl
Mitarbeiter 8.000[1]
Umsatz 1,755 Mrd. Euro[1]
Gewinn 62,7 Mio. Euro[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Baustoffe
Produkte FeuerfeststeineVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.rhi-ag.com
Stand: 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Die RHI AG (bis 1998 Radex-Heraklith Industriebeteiligungs AG) ist Weltmarktführer bei der Erzeugung nichtsubstituierbarer Feuerfestwerkstoffe für alle industriellen Brenn- und Schmelzprozesse. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wien und beschäftigt weltweit 8000 Mitarbeiter an 33 Produktionsstandorten sowie 70 Vertriebsstandorten. Jährlich werden etwa 1,7 Millionen Tonnen feuerfeste Steine, Massen und Funktionalprodukte hergestellt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Radex-Heraklith war 1987 infolge eines Management-Buy-outs aus der US-amerikanischen General Refractories Co hervorgegangen.

Der Fusion mit den österreichischen Veitscher Magnesitwerken 1993 folgte im selben Jahr die Übernahme der Aktienmehrheit an Dolomite Franchi. Nach dem Erwerb der Aktienmehrheit an den Didier-Werken 1995 kam es 1998 zur Gründung der Holdinggesellschaft RHI AG.[3] Mit der Ende 1999 erfolgten Akquisition von Harbison-Walker in den USA stieg die RHI AG zum Weltmarktführer bei hochwertigen keramischen Feuerfestmaterialien auf.[4]

Das Unternehmen konnte seine Krise, die 2001 aufgrund von Asbestprodukten in den Vereinigten Staaten ausgelöst wurde, überwinden. Im Zuge der Restrukturierung des Konzerns wurde der Geschäftsteil Heraklith im Jahre 2006 verkauft.

Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise hatte RHI am 8. April 2009 bekanntgegeben, 1000 Mitarbeitern – einem Achtel der weltweiten Belegschaft – zu kündigen. Insgesamt 250 Mitarbeiter waren in den Stammwerken in Österreich von dieser Kündigungswelle betroffen.

Nach der Wirtschaftskrise 2009 expandierte das Unternehmen wieder. Der gänzlichen Übernahme der Didier-Werke 2010 folgte 2011 der Bau eines neuen Werks in Brasilien.[5] Zudem wurden im selben Jahr in Irland und Norwegen Rohstoffproduzenten gekauft, um den Selbstversorgungsgrad bei Magnesiarohstoffen weiter zu erhöhen.[6]

Produkte[Bearbeiten]

Neben Feuerfestwerkstoffen werden Spezialkeramiken, Brennhilfsmittel und über die Vedag-Villas Bitumenbahnen hergestellt. Außerdem werden Kalk- und Schmelzöfen für Aluminium- und Kupferindustrie sowie Winderhitzer für die Stahlindustrie gebaut.

Marken[Bearbeiten]

Die Dachmarke RHI fasst mehrere am Markt etablierte Marken zusammen: Veitscher, Didier, Radex, Refel, Dolomite Franchi und Interstop.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsbericht 2013
  2. RHI im Überblick
  3. RHI.at: Der Weg an die Weltspitze; abgerufen am 20. September 2011
  4. Geschäftsbericht 2000
  5. RHI stellt Werk auf die grüne Wiese; abgerufen am 29. Dezember 2011
  6. RHI kauft irischen Rohstoffproduzenten; abgerufen am 29. Dezember 2011