Podolsk

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Stadt
Podolsk
Подольск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Rajon Podolsk
Bürgermeister Nikolai Pestow
Erste Erwähnung 1627
Stadt seit 1781
Fläche 38 km²
Bevölkerung 187.961 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 4.946 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 160 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 4967
Postleitzahl 142100–142121
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150
OKATO 46 460
Website adm.podolsk.ru
Geographische Lage
Koordinaten 55° 25′ N, 37° 33′ O55.41666666666737.55160Koordinaten: 55° 25′ 0″ N, 37° 33′ 0″ O
Podolsk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Podolsk (Oblast Moskau)
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Lage in der Oblast Moskau
Liste der Städte in Russland

Podolsk (russisch Подо́льск, Transliteration Podol'sk) ist eine russische Großstadt in der Oblast Moskau, rund 40 km südlich von Moskau. Sie ist Verwaltungszentrum des Rajons Podolsk und hat rund 187.961 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Klima [Bearbeiten]

Podolsk befindet sich im Zentrum der Osteuropäischen Ebene. Durch die Stadt fließt die Pachra (ein rechter Nebenfluss der Moskwa). Das Moskauer Stadtzentrum liegt etwa 43 km nördlich der Stadt.

Das Klima ist durchweg kontinental geprägt. Es sind aber auch Einflüsse durch Tiefdruckgebiete vom Atlantischen Ozean und vom Mittelmeer möglich, so dass es im Winter mild und im Sommer feucht werden kann.

Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt bei etwa −10,5° C, während sie im Juli 17,5° C beträgt.

Geschichte [Bearbeiten]

Frühe Geschichte [Bearbeiten]

Witjas-Denkmal in Podolsk

Die Region des heutigen Podolsk war bereits in der Mittelsteinzeit (7. Jahrtausend v. Chr.) besiedelt. Dies beweisen Ausgrabungen auf dem Stadt- und Rajonsgebiet, die von 1994 bis 1997 durchgeführt wurden und bei denen Gegenstände aus Knochen und Stein gefunden wurden. Die erste menschliche Siedlung dürfte sich in der Dubrowiza, am Zusammenfluss der beiden Flüsse Desna und Pachra befunden haben.[2]. Heute befindet sich im Schutzgebiet Podolje (Подолье) an der Stadtgrenze das einzige mehrschichtige archäologische Denkmal der Moskauer Oblast, wo es Spuren der menschlichen Aktivität seit der Mittelsteinzeit gibt, also inklusive späterer Epochen wie Jungsteinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit und frührussischer Zeit.[3]

In der Eisenzeit siedelten finno-ugrische Völker (darunter der Stamm der Merja) und baltische Stämme auf dem Gebiet des heutigen Podolsk.[2] Im Zuge von Ausgrabungen auf dem linken Ufer der Pachra wurden tönerne und eiserne Objekte gefunden und auf diese Epoche datiert. Die Funde beweisen, dass Geschirr aus Ton damals ohne Töpferscheibe gefertigt und im Lagerfeuer gebrannt wurde.[4] Unter den Siedlungen der Eisenzeit sticht die finno-ugrische Siedlung Kusnetschiki heraus, die an der Petriza, einem Nebenfluss der Motscha, gelegen war. Hier wurden Reste von Häusern, Feuerstellen und keramischen Erzeugnissen, die alle auf die Djakowskaja-Kultur deuten, gefunden.[5] Der finno-ugrische Einfluss bleibt bis heute an Ortsbezeichnungen sichtbar: der Name des Flusses Pachra ist auf diese frühgeschichtlichen Bewohner zurückzuführen. [2]

Im neunten und zehnten Jahrhundert wurde der Podolsker Rajon durch slawische Stämme besiedelt, die in Nachbarschaft mit den Finno-Ugren lebten.[2] Archäologische Funde von Ringen, Schmuck sowie auf Töpferscheibe gefertigter Keramik aus grauem und weißem Ton zeigen, dass im 10. bis 14. Jahrhundert die slawischen Wjatitschen hier siedelten.[4] Auch diese Bewohner prägten Ortsnamen: die Namen der Flüsse Desna und Motscha stammen aus dieser Zeit.[2] Desna bedeutet im Altrussischen rechts, was darauf hindeutet, dass die Slawen die Region von der Mündung der Pachra in Richtung ihrer Quelle erschlossen.[5]

Die Frage der politischen Zugehörigkeit des Gebiets im 11. und 12. Jahrhundert ist umstritten. Im 19. Jahrhundert schloss der Historiker P. W. Golubowski nach Analyse der Gründungs- und Schenkungsurkunden des Fürsten Rostislaw, dass das Pachra-Becken im 12. Jahrhundert Teil des Smolensker Fürstentums war. Diese Schlussfolgerung basiert auf der Annahme, dass der in der Gründungsurkunde erwähnte Pogost Dobrjatina mit dem Ort Dobrjatina am Rande des heutigen Podolsk identisch sei. Gegen diese Version spricht, dass der Ort und Fürstensitz (Wotschina) Dobrjatina erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand und seinen Namen den Dobrjatiner Bienenwäldern verdankt – die Zeidlerei war damals ein bedeutendes Gewerbe für die Bewohner der Region.[3][6] In Chroniken aus dem zwölften Jahrhundert erscheinen Berichte über wjatitschische Städte, vor allem über das am Fluss Motscha gelegene und 1152 von Juri Dolgoruki gegründete Peremyschl Moskowski, das unweit des heutigen Podolsk lag.[7] Bis zum 17. Jahrhundert verlor dieses Peremyschl aber seine Bedeutung und wird in den russischen Katastern dann nurmehr als umwallte Siedlung, nicht mehr als Stadt, bezeichnet.[2]

Etwa in den siebziger Jahren des 14. Jahrhunderts fiel der östliche Teil des Smolensker Fürstentums, und damit auch das heutige Podolsk, an das Moskauer Fürstentum. Im Jahre 1559 wurde Dobrjatino zusammen mit seinen Dörfern (80 Dörfer und zwei Pogoste) dem Danilow-Kloster geschenkt.[6] Die von Zar Iwan dem Schrecklichen ausgefertigte Schenkungsurkunde ist das erste historische Dokument, das über die Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Podolsk Auskunft gibt. Unter diesen Siedlungen befindet sich mit einem Dorf namens Podol auch der Vorläufer der Stadt Podolsk.[3]

Die genaue Zeit der Entstehung dieses Ortes ist unbekannt, weil noch keine Ausgrabungen an den Orten, wo sich die ältesten Kulturgegenstände aus der Podolsker Geschichte befinden dürften, durchgeführt wurden. Gleichwohl darf man annehmen, dass dies an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert oder vielleicht sogar davor geschah. Es ist nur bekannt, dass sich das Dorf etwa 50-80 m flussaufwärts von der häufigen Straßenbrücke über die Pachra befand. Aus der Schenkungsurkunde des Jahres 1559 geht hervor, dass in dem Ort namens anderes Strelnikowo einige Höfe aus Holz niedergerissen worden waren. Weiterhin kann man aus diesem Dokument schlussfolgern, dass das zukünftige Podol aus drei Teilen zusammengesetzt sein würde: dem eigentlichen Dorf Podol, dem Pogost an der Pachra mit der Christus-Auferstehungs-Kirche und einer Poststation.[8]

Das Dorf Podol [Bearbeiten]

Während der Zeit der Smuta war auch das Dorf Podol Schauplatz kriegerischer Handlungen. Wenngleich dokumentarische Belege aus dieser Periode spärlich sind, berichtet eine Meldung aus dem Jahre 1606 von einer Schlacht zwischen Regierungstruppen und der Rebellenarmee von Iwan Bolotnikow: es gab einen Kampf mit räuberischen Leuten an der Pachra, und die räuberischen Leute wurden besiegt. Erhaltene Dokumente aus dem Dienstlistenamt geben an, dass im November 1606, also einen Monat nach der Schlacht, auch der Geistliche von Podol, Elisej, und der Bauer des Danilow-Klosters, Danil Mitrofanow, unter den Gefangenen waren.[6] Genau aus diesem Jahr 1606 stammt auch die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Podol.[8]

Gemäß den Kataster-Einträge der Jahre 1626–1628 war Podol bereits eine große Siedlung innerhalb der Besitzungen des Danilow-Klosters an der Pachra, und es übertraf den Umfang des Ackerlandes von Dobrjatino, das das Zentrum des klösterlichen Besitzes war, um das Doppelte. Angesichts dessen, dass das Ackerland von Podol zehnmal so groß wie das eines gewöhnlichen Dorfes war, darf man annehmen, dass der Ort und seine Ländereien sich bis zu den 50er Jahren des 16. Jahrhunderts formierte, und dass er sich außergewöhnlicher Stabilität erfreute.[8] Zur Mitte des 16. Jahrhunderts bestand Podol aus einer Straße, der großen Serpuchowsker Straße, an der beiderseitig Bauernhöfe standen und die in ihrer Mitte vom Fluss Pachra gekreuzt wurde. Die Kirche und der Pogost lagen innerhalb des Ortes, etwas östlich auf einem höher gelegenen Uferabschnitt (hier lagen, abgesehen von der Kirche, auch bis zu drei Höfe der Popen und Einsiedler). Aus dem Wachstum des Dorfes Podol stammt auch seine administrative Beziehung zum Pogost, wodurch sich die Siedlung bildete.[6]

Das weitere Wachstum und die Entwicklung von Podol, das Teil des Molozker Stans im Moskauer Ujesd wurde,[4] waren mit der Serpuchowsker Straße, die durch den Ort führte, unmittelbar verbunden. Auf diese Weise bildete Podol sich als ein Straßendorf heraus.[6] Neben Ackerbau und Gemüseanbau widmeten sich die Bewohner auch dem Fuhrgewerbe, arbeiteten als Fährleute über die Pachra, betrieben Herbergen und Gaststätten, gewannen Baumaterial,Werkstein und Podolsker Marmor. Sie transportierten vor allem Nahrungsmittel nach Moskau, und brachten Manufakturprodukte aus Moskau zurück.[4]

In den darauffolgenden Jahren gewann die Straße nach Serpuchow aufgrund des Konfliktes mit dem Khanat der Krim noch an strategischer Bedeutung und wurde eine so genannte Botschafterstraße. So wuchs auch die Wichtigkeit des Ortes Podol als Umlageplatz.[8] Am 30. März 1687, in der Hitze des Krimkrieges, wurde angeordnet, eine Postverbindung von Moskau nach Ochtyrka und Kolomak einzurichten, wovon die erste Poststation im Moskauer Kreml war, die zweite an der Pachra und die dritte in Podol unter dem Namen Pachra Tulskaja. Im Jahre 1696, als der Bau der russischen Flotte in den Werften von Woronesh begonnen hatte, wurde neuerlich zwischen Moskau und Woronesh eine Postlinie aufgebaut, die wiederum in Podolsk eine Station hatte. Die Rolle als Umschlagplatz blieb Podol bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts erhalten. In den Jahren 1743 und 1744 plante man beispielsweise die Errichtung eines Reiseschlosses für eine Reise der Zarin Elisabeth nach Kiew. Man beschloss jedoch, die Baumaßnahmen zu Gunsten von Lebensmittelspeichern zu begrenzen.[9]

Die günstige Lage des Ortes verhalf Podol zu raschem Wachstum. Von 1678 bis 1704 wuchs die Anzahl der Bauernhöfe von 43 auf 78; von 1626 bis 1766 wuchs die Fläche von Podol um das Vierfache. Die Bevölkerung wuchs dabei ausgesprochen stabil auf natürliche Weise und nicht durch Zuwanderung.[9]

Im Jahre 1764 wurde die Fähre über die Pachra durch eine Schwimmbrücke ersetzt. Im gleichen Jahr wurden die klösterlichen Territorien säkularisiert und unter die Verwaltung des staatlichen Wirtschaftskollegiums gestellt (1764-1781). Die Einwohner fielen somit in die Kategorie der Ökonomiebauern, was ihre Lebensumstände im Vergleich zu ihrem früheren Status als leibeigene Bauern wesentlich verbesserte, da ihre Abgaben an den Staat deutlich niedriger waren als jene an die Kirche.[4]

Im 18. Jahrhundert wurden in Podol die ersten steinernen Gebäude errichtet, allen voran die Kirche. Die Auferstehungskirche des 16. und 17. Jahrhunderts war aus Holz und gehörte zum einfachen Typ Kirche, der auf einem Blockbau mit einem Giebeldach basierte.[6] Im Jahre 1722 brannte sie ab, so dass sich im Jahre 1728 der Klostervorsteher des Heiligen Moskauer Danilow-Klosters Igumen Gerasim und seine Brüder an das Synodenamt mit der Bitte wandten, auf dem Platz der einstigen Holzkirche eine neue Kirche aus weißem Werkstein bauen zu dürfen. Die Bauarbeiten zogen sich jedoch noch 40 Jahre hinaus.[10] Bis in die 1780er Jahre existierte nur noch ein einziges weiteres Steingebäude im Ort, nämlich die Mälzerei auf dem linken Pachra-Ufer neben der Brücke.[6]

Entwicklung der Stadt bis zum 20. Jahrhundert [Bearbeiten]

Holzbrücke über die Pachra, Beginn des 20. Jahrhunderts
Zementfabrik (1875) und Eisenbahnbrücke, Beginn des 20. Jahrhunderts

Mit einem Erlass von Kaiserin Katharina II. vom 5. Oktober 1781 wurde die Gemeinde Podol zur Stadt erhoben, dies unter dem Namen Podol-Pechra. Es wurde zum Zentrum des Podolsker Kreises im Moskauer Gouvernement. Die Einheimischen und Bauern wurden als Kaufleute und Bürger registriert.[6][11] Man zählte damals in der Stadt 108 Höfe und 856 Städter. Zu den Hauptbeschäftigungen der Einwohner zählte die Gewinnung von Schotter und Werkstein, aus dem zum Beispiel die berühmte Kirche zur Erscheinung der heiligen Jungfrau in Dubrowizy gebaut wurde. Ende 1781 bekam die Stadt ihr Wappen: zwei goldene Steinmetzwerkzeuge auf himmelblauem Boden, als Zeichen dafür, dass die Bewohner mit diesem Gewerbe zu Wohlstand kommen.[11] Im Jahre 1782 wählte der Adel den Kammerherrn Alexander Semjonowitsch Wasiltschikow zu seinem Vertreter, ihm folgten Fürst Pjotr Michailowitsch Wolkonski und Kammerjunker Andrej Michailowitsch Katkow nach.[12]

Aus der seit 1627 bekannten Klostersiedlung Podol (Подол) wurde mit der Verleihung des Stadtrechts 1781 Podolsk. Mit der Errichtung der Eisenbahnverbindung von Moskau nach Süden Richtung Kursk und weiter auf die Krim begann das Wachstum. Die Industrialisierung setzte Ende des 19. Jahrhunderts ein. In der kommunistischen Ära wuchs Podolsk zu einem bedeutenden Industriezentrum mit Maschinenbau- und Zementfabriken. Daneben haben einige Bildungsinstitutionen dort ihren Sitz.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die 1825 errichtete Dreifaltigkeitskathedrale.

In Podolsk wird eine Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Kernbrennstoffelemente betrieben. Zudem ist die Stadt Sitz des Kernreaktoren-Konstruktionsbüros OKB Gidropress.

Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Lenin-Platz in der Gegenwart
Restaurierte Gebäude im historischen Stadtzentrum
Jahr Einwohnerzahlen[13]
1897 3.800
1926 19.700
1939 72.000
1956 113.000
1967 163.000
1976 194.000
1982 206.000
1989 209.200
1996 199.700
2000 194.300
2005 180.000
2006 179.500
2007 179.400
2008 180.000
2009 182.400
2010 183.100

Im Jahr 2007 wurden in Podolsk 1972 Kinder geboren, davon 1040 Mädchen und 932 Jungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Stadt betrug 67 Jahre. Frauen wurden durchschnittlich 73 und Männer 61 Jahre alt.

Verkehr [Bearbeiten]

Der Bahnhof Podolsk im Jahre 1889.

Podolsk wurde im Jahre 1865 mit dem Bau der Eisenbahnlinie Moskau-Kursk, die im Jahre 1871 fertig gestellt wurde, mit der Hauptstadt verbunden. Die steinerne Bahnstation, die man erst 1898 in zwei Kilometern Entfernung von der Stadt beim Dorf Scheptschinki, heute einem der Stadtteile von Podolsk, nach Plänen von E. J. Skornjakow baute, ersetzte ein damals existierendes Holzgebäude.[14] Der Bau der Eisenbahn hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung und die Wirtschaft der Stadt. Das Fuhrgeschäft mit Pferdekutschen schrumpfte, man legte eine gepflasterte Straße vom Bahnhof in die eigentliche Stadt an, die Entwicklung der Industrie erhielt einen Impuls.

Heute verläuft die Bahnlinie Moskau-Charkow-Krim durch Podolsk, wobei es im Stadtgebiet die Haltepunkte Silikatnaja und Kutusowskaja sowie den Bahnhof Podolsk gibt. In Podolsk halten alle Regionalzüge, einige Linien enden in der Stadt. Es gibt direkte Verbindungen über Moskau hinaus in Richtung Riga und Smolenskoje sowie Weißrussland. Die Fahrt vom Bahnhof Podolsk zum Bahnhof Zarizyno (nächste Station mit Anschluss an die Moskauer U-Bahn) dauert 25 bis 30 Minuten. Fernzüge halten nicht in Podolsk.

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich der Busbahnhof, von dem Busse und Sammeltaxis nach Moskau zu einer Reihe von U-Bahn-Stationen abfahren. Darüber hinaus gibt es Linien, die direkt die einzelnen Bezirke der Stadt mit Moskau verbinden. Vom Busbahnhof fahren weiterhin Busse in andere Städte der Moskauer Oblast wie Domodedowo, Klimowsk, Troizt, Schtscherbinka, Widnoje, Tschechow usw., sowie zu Dörfern des Podolsker Rajon ab. Die Magistrale M2 "Krim" führt 1 km östlich an Podolsk vorbei, die alte Warschauer Chaussee führt durch die Stadt.

Podolsk verfügt über öffentlichen Verkehr mit Bussen und Trolleybussen. Podolsk ist eine der wenigen Städte in Russland, wo derzeit Trolleybuslinien gebaut werden: der Trolleybusverkehr wurde am 1. Mai 2001 mit einer Verbindung vom Bahnhof Podolsk zum Außenbezirk Jubilejny eröffnet. Heute verkehren vier Trolleybuslinien und ein paar Dutzend Buslinien. Im Jahr 2008 hat das Unternehmen Podolski Trolleybus 13,3 Millionen Menschen befördert, darunter 6,9 Millionen Personen mit ermäßigten Tarif.[15] Die führenden Unternehmen des öffentlichen Verkehrs in der Stadt sind Awtokolonna 1788, eine Tochter von Mostransawto, Podolski Trolleybus und Awtomig. Im Jahre 2008 beförderten sie mehr als 30 Millionen Menschen, darunter 11,8 Millionen Passagiere mit ermäßigten Tarif. Die Gesamtlänge des städtischen öffentlichen Verkehrsnetzes betrug zur gleichen Zeit 1137,9 km.[15]

Religionen [Bearbeiten]

Die russisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskathedrale in Podolsk
Eine Kirche in Podolsk

In Podolsk gibt es einige religiöse Gemeinschaften, die meisten davon sind christlicher Konfession. Die mit Abstand größte christliche Konfession in der Stadt ist die Russisch-Orthodoxe Kirche. Die russisch-orthodoxen Kirchen in Podolsk sind der Moskauer Eparchie unterstellt.

Weitere in Podolsk vertretene christliche Religionsgemeinschaften sind die Siebenten-Tags-Adventisten und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Seit 1998 gibt es in Podolsk eine russischsprachige islamische Gemeinschaft namens „Rachman“, die der Geistlichen Verwaltung der Muslime des Europäischen Teils Russlands (Muftirat) untersteht. Die Moschee dieser Gemeinde wurde am 4. Juni 2010 eröffnet.

Partnerstädte [Bearbeiten]

national [Bearbeiten]

international [Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]

Sport [Bearbeiten]

Der Eishockeyklub Witjas Tschechow trägt seine Heimspiele im Eispalast Witjas aus, der sich in Podolsk befindet. Mit Avangard Podolsk und Witjas Podolsk verfügt die Stadt über zwei Fußballvereine, die in der 2. Division spielen.

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b c d e f Podolsker Heimatmuseum (Подольский краеведческий музей): Archäologische Vergangenheit (Археологическое прошлое), besucht am 2. Oktober 2008 (Archiv vom 18. August 2011)
  3. a b c I. Romankjewitsch (Романкевич И.): Alles begann aus einer Siedlung... (Начиналось всё с селища… (Начало)) (PDF; 2,3 MB), in: Подольский рабочий, Nr. 53 (19012), S. 15, besucht am 17. Oktober 2011. (Archiv vom 17. Oktober 2011)
  4. a b c d e A. A. Jarzewa: Село Пахрино. Из книги А.А.Ярцева «Подмосковные прогулки», besucht am 1. November 2008
  5. a b W. A. Pozeluew und I. W. Petreew (В.А. Поцелуев И.В. Петреев): Das Umland von Podolsk (Подольские окрестности), besucht am 1. November 2008 (Archiv vom 18. August 2011)
  6. a b c d e f g h I. Romankjewitsch (Романкевич И): Podol an der Pachra (Подол на Пахре) (PDF; 2,0 MB), in: Подольский рабочий, №252-253 (18335-18336) vom 9. November 2006, S.4-5, besucht am 17. Oktober 2011 (Archiv vom 17. Oktober 2011)
  7. S. W. Schpoljanski (С.В. Шполянский): Peremyschl Moskowski Перемышль Московский (к проблеме возникновения и роли города в системе обороны границ Московского княжества), besucht am 1. November 2008 (Archiv vom 18. August 2011)
  8. a b c d I. Romankjewitsch (Романкевич И.): Подол, что «на речке на Пахре (PDF; 3,9 MB), in: Подольский рабочий, Nr. 54 (19013) vom 20. Juli 2011, besucht am 17. Oktober 2011. (Archiv vom 17. Oktober 2011)
  9. a b I. Romankjewitsch (Романкевич И.): Спасители отечества (Retter des Vaterlandes) (PDF; 1,0 MB), in: Подольский рабочий, Nr. 2 (18674), S.7 vom 15. Januar 2009, besucht am 17. Oktober 2011. (Archiv vom 17. Oktober 2011)
  10. Подольское благочиние (Kirchenkreis Podolsk): Храм Воскресения Христова г. Подольска (Christi Auferstehungskirche Podolsk, besucht am 3. November 2008 (Archiv vom 18. August 2011)
  11. a b Подол — Подольский — Подольск. История Подольска: «Подольск и окрестности». Abgerufen am 15 ноября 2008.
  12. Dimitri Pankow (Дмитрий Панков): Токмо Отечество моё мне нравится... (PDF; 2,3 MB), in: Подольский рабочий, Nr. 98 (18627) vom 13. September 2008, S. 6-7, besucht am 18. Oktober 2011. (Archiv vom 18. Oktober 2011)
  13. mojgorod.ru
  14. Podul.ru: Город Подольск во 2-ю половину XIX века и в начале XX века (Die Stadt Podolsk von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, besucht am 22. August 2011
  15. a b Подольский рабочий: Итоги социально-экономического развития города Подольска за 2008 год. Транспорт. (Bilanz der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt im Jahr 2008. Verkehr. (PDF; 4,8 MB), 3. Februar 2009, besucht am 22. Juli 2009

Weblinks [Bearbeiten]