Radeberger Gruppe
| Radeberger Gruppe KG | |
|---|---|
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Gründung | 1952 |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Leitung | Sprecher der Geschäftsführung: Albert Christmann (bis Juni 2013), ab 1. Juli 2013 Erlfried Baatz[1] |
| Mitarbeiter | ca. 5.500 (2011)[2] |
| Umsatz | 1,8 Mrd. € (2011)[2] |
| Branche | Getränkeherstellung |
| Website | www.radeberger-gruppe.de |
Die Radeberger Gruppe KG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Deutschlands größte Privat-Brauereigruppe. Sie produziert an 16 Standorten in Deutschland Bier und alkoholfreie Getränke.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit an der Binding-Brauerei durch die Dr. August Oetker KG entstand 1952 der für Bier und alkoholfreie Getränke zuständige Geschäftsbereich der Oetker-Gruppe. Im Juli 2002 wurde die Binding-Gruppe in Radeberger Gruppe umbenannt.
Unter dem Dach der Gruppe werden bekannte Marken geführt wie Radeberger Pilsner, Jever, Freiberger, Allgäuer Brauhaus (Kempten im Allgäu), Schöfferhofer Weizen, Selters und Tucher. Der Umsatz dieses Geschäftsbereichs beträgt insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro (2011), was einem Biersteueraufkommen von ungefähr 95 Millionen Euro entspricht. Nach eigenen Angaben hat die Radeberger Gruppe bei einem Getränkeabsatz von 13,2 Millionen Hektolitern einen Marktanteil von 15 Prozent in Deutschland.[2]
Standorte [Bearbeiten]
Brauereien (14) [Bearbeiten]
- Allgäuer Brauhaus AG, Kempten im Allgäu
- Marken: Allgäuer Brauhaus und Altenmünster
- Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei, Berlin
- Marken: Berliner Kindl, Schultheiss, Berliner Pilsner, Potsdamer Rex, Marken von Berliner Bürgerbräu[3]
- Binding-Brauerei, Frankfurt am Main
- Dortmunder Actien-Brauerei AG, Dortmund
- Freiberger Brauhaus GmbH, Freiberg
- Marke: Freiberger, Freibergisch (6 Sorten) und Meisterbräu
- Friesisches Brauhaus zu Jever, Jever
- Marke: Jever
- Hanseatische Brauerei Rostock, Rostock
- Marke: Rostocker
- Marke: Mahn & Ohlerich
- Haus Kölscher Brautradition, Köln
- Marke: Gilden Kölsch
- Marke: Küppers Kölsch
- Marke: Kurfürsten Kölsch (bis 2011)[4]
- Marke: Sester Kölsch
- Marke: Sion Kölsch
- Marke: Peters Kölsch
- Krostitzer Brauerei, Krostitz
- Marke: Ur-Krostitzer
- Leipziger Brauhaus zu Reudnitz, Leipzig
- Marke: Reudnitzer und Sternburg
- Radeberger Exportbierbrauerei GmbH, Radeberg
- Brauerei Schlösser, Düsseldorf
- Marke: Schlösser Alt
- Stuttgarter Hofbräu AG & Co. KG, Stuttgart
- Marke: Stuttgarter Hofbräu
- Marke: Malteser Weissbier
- Tucher Bräu GmbH & Co. KG, Nürnberg/Fürth
- Marke: Tucher
- Marke: Lederer Bräu
- Marke: Zirndorfer
- Marke: Grüner Bier
- Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft GmbH, Augsburg
Produktion alkoholfreier Getränke (2) [Bearbeiten]
- Bionade GmbH, Ostheim vor der Rhön[5]
- Marke: Bionade
- Selters Mineralquelle Augusta Victoria, Selters an der Lahn (Ortsteil von Löhnberg)
- Marke: Selters
Marken [Bearbeiten]
Die wichtigsten Biermarken der Radeberger Gruppe sind:
- Berliner Pilsner
- Tucher Bräu
- Berliner Kindl
- Binding
- Braufactum
- Brinkhoff’s
- Clausthaler
- Dortmunder Union
- DAB
- Erbacher Premium Pils
- Freiberger
- Gilden Kölsch
- Hansa Pils und Hansa Kölsch
- Henninger
- Hövels Original ehem. Hövels Bitterbier
- Jever
- Kronen
- Kurfürsten Kölsch
- Küppers Kölsch
- Kronsberg Pils
- Mahn und Ohlerich
- Peters Kölsch
- Radeberger
- Reudnitzer Premium
- Rostocker
- Schöfferhofer
- Schlösser Alt
- Sester Kölsch
- Sion Kölsch
- Sternburg
- Stuttgarter Hofbräu
- Teutsch Pils
- Wicküler Pils
Daneben vertreibt die Radeberger Gruppe die Marken Corona Extra, Krušovice Královský Pivovar, Guinness- und Kilkenny-Fassbier sowie Produkte von Stowford Cider in Deutschland. Die Königliche Brauerei Krušovice in Tschechien, die von 1994 bis 2007 zur Radeberger Gruppe gehörte, wurde im Juni 2007 von Heineken erworben. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt aber weiterhin durch die Radeberger Gruppe.[6]
Außerdem gehören der Gruppe
Beteiligungen an Getränkefachgroßhandlungen [Bearbeiten]
- Essmann, Lingen (100 %)
- Getränke Hoffmann, Berlin (100 %)
- BigBox, Lingen (100 %)
- Getränke Preuss Münchhagen, Berlin (100 %); (ehemals Fritz Preuss Bier-Import GmbH Berlin und Bierpark Münchhagen, Blumberg)
- Schenker, Senftenberg (100 %)
- ESG Getränke, Kabelsketal (100 %)
- Wigem, Mainz (100 %)
- Helmke, Dresden (100 %)
- Osna & Krause, Osnabrück (100 %)
- Weidlich, Dortmund (100 %)
- Cohrt, Kiel (100 %)
- Botzum, Hanau (100 %)
- Siems, Kaltenkirchen (100 %)
- Ulitzsch, Mühlheim/ Main (100 %)
- Riepen, Bordesholm (100 %)
- Schneider & Berger, Freiberg (30 %)
- Trinks, Goslar (17 %)
- Getränkeland-Heidebrecht, Elmenhorst (15 %)
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Stühlerücken bei Oetker: Neuer Chef für Radeberger. cio.de, abgerufen am 16. Oktober 2012.
- ↑ a b c Kennzahlen 2011, von www.radeberger-gruppe.de, abgerufen am 16. Oktober 2012
- ↑ Radeberger braut Berliner Bürgerbräu. In: Der Tagesspiegel. 13. Januar 2010, abgerufen am 7. Februar 2010.
- ↑ Das letzte Fass Kurfürsten-Kölsch in: Generalanzeiger Bonn vom 31. Dezember 2011
- ↑ Schwächelnder Öko-Brause-Pionier. Bionade-Gründer steigen endgültig aus in: Spiegel-Online vom 1. Februar 2012
- ↑ Heineken kauft tschechische Brauerei Krusovice. In: Handelsblatt. 15. Juni 2007, abgerufen am 16. Juni 2010.