Löhnberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Löhnberg
Löhnberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Löhnberg hervorgehoben
50.5166666666678.2666666666667145Koordinaten: 50° 31′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 145 m ü. NHN
Fläche: 33,83 km²
Einwohner: 4262 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35792
Vorwahlen: 06471,
06477 (Obershausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 010
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obertorstraße 5
35792 Löhnberg
Webpräsenz: www.gemeinde-loehnberg.de
Bürgermeister: Frank Schmidt (SPD)
Lage der Gemeinde Löhnberg im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild

Löhnberg ist eine Gemeinde nördlich von Weilburg im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Löhnberg liegt im Lahntal zwischen Wetzlar und der Kreisstadt Limburg an der Lahn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Löhnberg grenzt im Norden an die Gemeinde Greifenstein, im Osten an die Städte Leun und Braunfels (alle drei im Lahn-Dill-Kreis), im Süden an die Stadt Weilburg, sowie im Westen an die Gemeinden Merenberg und Mengerskirchen (alle drei im Landkreis Limburg-Weilburg).

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Löhnberg besteht aus den Ortsteilen Löhnberg (Sitz der Gemeindeverwaltung), Niedershausen, Obershausen und Selters.

Ortsteile Einwohner
Löhnberg 2.567
Niedershausen 1.080
Obershausen 557
Selters 371
Gesamt 4.575

Stand: 30. Juni 2008

Geschichte[Bearbeiten]

Alle vier Teilorte wurden Ende des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Im Falle von Selters ist das auf Grund der Namensgleichheit mit Selters (Westerwald) und Selters (Taunus) nicht ganz klar. Eine Urkunde aus dem Jahre 1317 lässt sich zweifelsfrei Selters an der Lahn zuordnen, möglicherweise wurde der Ort aber schon früher erwähnt. 1324 wurde die nassauische Laneburg erstmals erwähnt. Sie muss kurz vorher gebaut worden sein. Damals hieß der heutige Hauptort Löhnberg noch Heimau und erhielt unter diesem Namen 1321 Stadtrechte, führte jedoch wegen der Nähe zu Weilburg und der Verpfändung an die dortige Nassauer Linie 1344 ein Kümmerdasein. Die Laneburg hatte spätestens ab 1342 eine eigene Kirche und ab 1355 einen Pfarrer. In der Reformation wurde der Ort evangelisch. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Laneburg zu einem Renaissanceschloss ausgebaut und war kurzzeitig nassau-dillenburgische Residenz. 1900 brannte die Burg aus.

Der Ortsteil Obershausen wurde erstmals 1310 und Niedershausen erstmals 1296 urkundlich erwähnt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden des ehemaligen Oberlahnkreises Löhnberg, Niedershausen und Obershausen zur neuen Gesamtgemeinde Löhnberg zusammen.[2] Selters kam am 1. Juli 1974 hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Blau eine goldene Lilie.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
49,3 %
32,2 %
18,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+4,0 %p
-4,4 %p
+0,4 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 49,3 11 45,3 11
FW – BfB Freie Wähler – Bürger für Bürger – 32,2 8 36,6 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 18,5 4 18,1 4
Gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 51,2 49,1

Partnerschaften[Bearbeiten]

Löhnberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Laneburg
Gebäude der Selters Mineralquelle

Museen[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

In Löhnberg befindet sich die Laneburg. Zudem gibt es die evangelische Schlosskirche aus dem Jahr 1738 sowie die katholische Kirche der Gemeinde St. Hedwig.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Ortsteil Selters gibt es zwei Abfüllbetriebe, die das dort geförderte Mineralwasser vermarkten, darunter auch das bundesweit bekannte und vermarktete Selters Mineralwasser.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof mit Regionalbahn

Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 49, LimburgWetzlar. Mit einem Bahnhof an der Lahntalbahn ist Löhnberg an das Schienennetz angeschlossen.

Bildung[Bearbeiten]

In Löhnberg gibt es eine Grundschule mit dem Namen Grundschule auf dem Falkenflug. Weiter führende Schulen stehen in der nahe gelegenen Stadt Weilburg zur Verfügung.

Einrichtungen[Bearbeiten]

  • KIDsCollege – Die etwas andere Kinder-Uni von Löhnberg, Weilburg, Weinbach – gegr. 2006
  • LoeWe.net – Gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit von Löhnberg, Weilburg, Weinbach – gegr. 2006
  • Kindergarten HABAKUK Löhnberg
  • Kindergarten Kleine Strolche Niedershausen
  • Freiwillige Feuerwehr Löhnberg, gegr. 1901 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 7. April 1979)
  • Freiwillige Feuerwehr Niedershausen, gegr. 1901 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 22. Oktober 1977)
  • Freiwillige Feuerwehr Obershausen, gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 1. Mai 1984 und Kinderfeuerwehr seit 17. Juni 2007)
  • Freiwillige Feuerwehr Selters, gegr. 1934

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Friedrich Carl Trainer (1765−1838) war von 1815 bis 1836 erster Bürgermeister von Siegen.
  • Hermine Spies (* 1857 Löhnberger Hütte, † 1893 in Wiesbaden), berühmte Lied- und Oratoriensängerin (Alt)- u. a. von Brahms-Werken
  • Wilhelm Kremer (1915−1997) war Bürgermeister von Löhnberg und Hessischer Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK.
  • Kurt Leuninger (* 1932 Weilburg) war im Jahr 1974 staatsbeauftragter Landrat des Oberlahnkreises und von 1980 bis 1997 Löhnberger Bürgermeister.
  • Erhard Kremer (* 1953 Löhnberg) ist Professor für Mathematik an der Universität Hamburg.
  • Frank Schmidt (* 1966 Limburg) ist ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages und seit Mai 2009 Löhnberger Bürgermeister.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Löhnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 5. Januar 1971 — IV A 1 — 3 k 08/05 (97) — 13/70 — Betrifft: Zusammenschluß der Gemeinden Löhnberg, Niedershausen und Obershausen im Oberlahnkreis zur Gemeinde „Löhnberg“ (StAnz. 3/1971 S. 111)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.