Redipuglia

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Eine von 38 Bronzetafeln mit den Kriegsschauplätzen
Grabmal des Herzogs von Aosta
„PRESENTE“ = "Hier !"
Die Gedenkstätte von oben gesehen

Die militärische Gedenkstätte von Redipuglia (slowenisch Sredipolje, italienisch Terra di mezzo, dt. Land der Mitte) liegt im Gemeindegebiet von Fogliano Redipuglia (Provinz Gorizia -Görz). Sie ist das größte Kriegerehrenmal Italiens und wurde nach den Plänen des Architekten Giovanni Greppi und des Bildhauers Giannino Castiglioni erbaut. Eingeweiht im Jahre 1938, birgt es die Gebeine von ca. 100.000 Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Beschreibung des Mausoleums[Bearbeiten]

Die Gedenkstätte wurde auf den Abhängen des Monte Sei Busi errichtet, der in der ersten Phase des Krieges hart umkämpft war. Der Eingang des Mausoleums wird von einer großen Ankerkette symbolisch eingegrenzt, die vom Torpedoboot „Grado “ stammt. Gleich dahinter erstreckt sich leicht ansteigend ein großzügiger Platz, der mit Kalkplatten aus Karstgestein gepflastert ist. Die Mittellinie bildet die „Via Eroica“ („Heldenstraße“), sie verläuft zwischen zwei Reihen von Bronzetafeln (19 Tafeln auf jeder Seite) welche die Namen jener Orte tragen, wo die härtesten und blutigsten Kämpfe stattfanden. Am Ende der „Heldenstraße“ steht das Grabmal des Herzogs von Aosta, des Oberbefehlshabers der Dritten Armee. Der Herzog starb 1931 und wurde auf Grund seines Letzten Willens als ehemaliger Kommandant der 3. Armee hier beerdigt. Das Grabmal wurde aus einem 75 Tonnen schweren Porphyr-Monolithen herausgeschlagen. Es wird flankiert von den Urnengräbern gefallener Generäle der 3. Armee.

Dahinter erhebt sich in 22 Stufen eine Riesentreppe, mit den in den Stufen integrierten Gräbern von ca. 100.000 Soldaten. Diese Anordnung soll einen riesigen Appellplatz symbolisieren, auf dem die Gefallenen symbolisch angetreten sind, aufgerufen werden und "Hier !" (= "Presente") rufen, was durch den Schriftzug "Presente" zum Ausdruck kommen soll, der über jeder Grabstelle an der Oberkante der jeweiligen Stufe angebracht ist.

Auf den unteren Stufen befinden sich die Grabstätten der 39.857 identifizierten italienischen Gefallenen in alphabetischer Reihenfolge von unten nach oben. Jede Grabstelle ist durch eine Bronzetafel mit Name und Dienstgrad gekennzeichnet. Auf der letzten Stufe stehen drei Kreuze. Unter ihnen befindet sich eine Gedächtniskapelle. In den Nebenräumen sind Ausrüstungsgegenstände der Gefallenen ausgestellt, die sowohl italienischer wie österreichisch-ungarischer Herkunft sind. Rechts und links dieser Räume befindet sich in dieser letzten Stufe das Gemeinschaftsgrab der ca. 60.330 nicht identifizierten Gefallenen.

Freilichtmuseum am Colle Sant’Elia[Bearbeiten]

Das große Mausoleum wurde dem ersten Kriegsfriedhof der III. Armee auf dem Colle Sant’Elia vorgelagert, der nach der Umbettung der Toten eingeebnet wurde und heute als eine Art Freilichtmuseum bzw. als Park der Erinnerung dient. Längs der Allee, die von hohen Zypressen gebildet wird, findet man Grabsteine und Inschriften des aufgelassenen Friedhofes.

Auf dem höchsten Punkt des Hügels steht der Teil einer römischen Säule, die von den Ausgrabungen in Aquileia stammt. Diese Säule ist dem Gedenken an die Gefallene sämtlicher Kriege „ohne Unterscheidung von Zeiten und Herkunft“ gewidmet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront, Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien 2004; ISBN 3-85013-884-4
  • Enzo Bologna & Elvio Pederzoli: Guida ai sacrari italiani della grande guerra da Redipuglia a Bligny, Gaspari 2011; ISBN 978-8875411985

Siehe auch[Bearbeiten]

45.85166666666713.489722222222Koordinaten: 45° 51′ 6″ N, 13° 29′ 23″ O