Richard Taylor (General)

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Richard Taylor

Richard Taylor (* 27. Januar 1826 bei Louisville, Kentucky; † 12. April 1879 in New York City) war ein US-amerikanischer Politiker und Generalleutnant des konföderierten Heeres während des Amerikanischen Bürgerkriegs.

Taylor war der einzige Sohn von US-Offizier Zachary Taylor, dem späteren Helden des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges und US-Präsidenten und Margaret Taylor. Er schloss 1845 an der Yale University ab und begleitete seinen Vater in Mexiko. Danach ließ er sich in Louisiana, wo er sich auch politisch engagierte und von 1855 bis 1861 dem Senat von Louisiana angehörte, als Pflanzer nieder.

Bei Ausbruch des Bürgerkriegs übernahm er das Kommando über das 9. Louisiana-Regiment. Zum Brigadegeneral befördert, erhielt er kurz darauf eine Brigade, mit der er unter General Thomas Jonathan Jackson und Richard Stoddert Ewell im Shenandoahtal und während der Sieben-Tage-Schlacht vor Richmond, Virginia diente.

Im Juli 1862 wurde er zum Generalmajor befördert und nach Westen beordert, wo er das Kommando über den Wehrbezirk West-Louisiana übernahm. Im Frühjahr 1864 besiegte er trotz einer Niederlage in der Schlacht bei Pleasant Hill Nathaniel Prentiss Banks auf dessen Red-River-Feldzug. Taylor wurde aber von seinem Vorgesetzten Edmund Kirby Smith von einer größeren Verfolgungsaktion abgehalten, da dieser sich US-General Frederick Steele in Arkansas zuwenden wollte. Kirby Smith und Taylor entzweiten sich über diese Streitfrage, und Taylor bat kurz darauf um ein neues Kommando. Er wurde zum Generalleutnant befördert (neben den Kavalleristen Wade Hampton III. und Nathan Bedford Forrest war er der einzige Konföderierte ohne militärische Vorbildung, der diesen Rang erreichte) und übergab ihm den Wehrbereich Alabama, Mississippi und Ostlouisiana.

Mit diesem Wehrbereich, der unter anderem die Kavallerie von Forrest und die Garnison von Mobile, Alabama unter Dabney Herndon Maury umfasste, kapitulierte er am 4. Mai 1865 in Alabama vor US-General Edward Richard Sprigg Canby.

Nach dem Krieg setzte er sich für seinen früheren Schwager Jefferson Davis (Taylors Schwester war bereits 1835 drei Monate nach ihrer Heirat mit Davis gestorben), der in Fort Monroe inhaftiert war, ein und kehrte nach Louisiana zurück, wo er in New Orleans lebte. Taylor setzte sein politisches Engagement auch nach dem Krieg fort. Er starb auf einer Reise nach New York am 12. April 1879.

Literatur[Bearbeiten]

  • T. Michael Parrish: Richard Taylor. Soldier Prince of Dixie. Chapel Hill, NC 1992.
  • Jeffrey S. Prushankin: Crisis in Confederate Command. Edmund Kirby Smith, Richard Taylor, and the Army of the Trans-Mississippi. Baton Rouge, LA 2005.

Autobiografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]