Rick Ross

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Rapper Rick Ross; für den Anti-Sekten-Aktivisten siehe Rick A. Ross
Rick Ross (2008)
Rick Ross in 2011.jpg

Rick Ross (* 28. Januar 1976 in Coahoma County, Mississippi; auch Rick Ro$$, eigentlich William Roberts) ist ein US-amerikanischer Rapper. Zusammen mit Trina und Trick Daddy bildet er das Rap-Label Slip’N’Slide. Der Name Rick Ross ist abgeleitet von Ricky „Freeway“ Ross, einem bekannten Crackdealer der in den 1980er und 1990er Jahren in Los Angeles lebte.

Biografie[Bearbeiten]

Rick Ross wurde am 28. Januar 1976 als William Leonard Roberts II in Coahoma County geboren[1] und wuchs in Carol City in Florida auf,[2] wo er auch die High School besuchte. Nach dem erfolgreichen Abschluss im Frühjahr 1994 ermöglichte ihm ein Footballstipendium ein Studium an der Albany-State-Universität in Georgia,[3] wo er Criminal Justice (dt. in etwa Strafrechtssystem) studierte. Nach einem Jahr brach er das Studium ab und bewarb sich als Justizvollzugsbeamter.[4] Die nächsten 18 Monate bis zum Juni 1997 arbeitete er als Gefängniswärter im South Florida Reception Center in Miami-Dade County.[5][6]

Mitte der 1990er Jahre gründete Ross die Rap-Gruppe Carol City Cartel, die kurz bei Suave House Records und schließlich bei Slip ’N’ Slide unter Vertrag war. Anfang 2000 verschaffte er sich vor allem durch Gastauftritte bei den Veröffentlichungen seiner Labelkollegen und als Live-Unterstützung von Trick Daddy einen Namen. Erst 2006 veröffentlichte er erstmals eigenes Material, womit er unter anderem die Aufmerksamkeit von Sean „Diddy“ Combs Label und dem von Def Jam erregte. Bei letzterem unterschrieb er einen Vertrag und brachte dort die Single Hustlin heraus. Diese erreichte im Mai 2006 Platin-Status.[7] Am 8. August 2006 wurde sein Debütalbum Port of Miami in den USA auf den Markt gebracht und debütierte auf Platz 1 der US-Alben-Charts.[8] Auf dem Album sind Features von u. a. Young Jeezy, Akon, Jay-Z, Lil Wayne und Trick Daddy. Mittlerweile hat Ross mehrere Mixtapes mit diversen bekannten DJs produziert und kümmert sich nun um die Sängerin Ashley Ross aus Miami.

Im Januar 2008 wurde er von der Polizei in Florida wegen des verdeckten Tragens einer Waffe und des Besitzes von einer kleinen Menge Cannabis verhaftet.[9]

Kontroverse[Bearbeiten]

Im 2013 veröffentlichten Song U.O.E.N.O. des Rappers Rocko ist Rick Ross als Gast zu hören. In seinem Rap thematisiert er Kritikerstimmen zufolge ein selbst verübtes Date Rape. Nach Protesten kündigte der Sportartikelhersteller Reebok trotz einer Entschuldigung von Ross' und dessen Beteuerungen, dass mit den Zeilen nicht auf eine Vergewaltigung angespielt werde, einen Werbevertrag mit Rick Ross. Rocko veröffentlichte des Weiteren einen Remix des Songs, in dem Ross’ Vers durch einen Gastbeitrag von Wiz Khalifa ersetzt wurde.[10]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rick Ross/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[11] Anmerkungen
DE CH UK US
2006 Port of Miami 1
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 2006
Verkäufe: + 500.000
2008 Trilla 1
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. März 2008
Verkäufe: + 500.000
2009 Deeper Than Rap 1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2009
2010 Teflon Don 2
(45 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. August 2010
Verkäufe: + 500.000
2012 God Forgives, I Don’t 33
(3 Wo.)
8
(2 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juli 2012
Verkäufe: + 500.000
2014 Mastermind 89
(1 Wo.)
20
(2 Wo.)
11
(2 Wo.)
1
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2014
Hood Billionaire 61
(… Wo.)
6
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2014

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. thesmokinggun.com Geburtsurkunde
  2. allmusic.com: Biografie
  3. miaminewtimes.com: Rick Ross Spins a New One
  4. thesmokinggun.com: Bewerbungsschreiben und Leumundszeugnis
  5. Dossier von thesmokinggun.com
  6. laut.de: Rick Ross: "Ja, ich war ein Cop!"
  7. riaa.com: Gold- und Platinauszeichnungen für Rick Ross
  8. billboard.com: Artist Chart History Albums
  9. thesmokinggun.com: Mugshot
  10. http://www.rollingstone.de/news/meldungen/article401128/rick-ross-werbe-aus-wegen-song-ueber-mutmassliche-vergewaltigung.html
  11. Chartquellen: DE CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rick Ross – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien