Akon

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Musiker Akon. Für die Naturfaser Akon siehe Akon (Naturfaser)
Akon (2008)

Akon (* 16. April 1977[1] in St. Louis, Missouri als Aliaune Damala Bouga Time Bongo Puru Nacka Lu Lu Lu Badara Akon Thiam[2]) ist ein US-amerikanischer Musiker, Songwriter und Musikproduzent senegalesischer Herkunft. Seine Musikrichtungen basieren auf Hip-Hop, Rap , Contemporary R&B, Pop und traditioneller afrikanischer Musik. Er ist außerdem Gründer der Musiklabel Konvict Muzik und Kon Live Distribution.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Akon wurde als Sohn des bekannten Percussionisten und Jazzmusikers Mor Thiam geboren und verbrachte die ersten Jahre im Senegal. Im Alter von sieben Jahren kam Akon mit seiner Familie nach New Jersey in die USA. Dort kam er erstmals mit R'n'B in Berührung und geriet nach einiger Zeit in kriminelle Kreise.

Eigenen Angaben zufolge inspirierte ihn eine mehrjährige Gefängnisstrafe zu seiner Single Locked Up. Des Weiteren soll sein Stiefbruder, der Choreograph Divine Stevens, der ihn aus der Kriminalität holen wollte, sein Talent als Musiker entdeckt und heimlich dessen Demoaufnahme an Plattenfirmen verschickt haben. Schließlich bekam er Antwort von Street Records Corporation, die Akon einen Plattenvertrag anboten. Im Juni 2004 veröffentlichte der Senegalese sein Debütalbum Trouble. Die erste Singleauskopplung Locked Up erreichte die Top Ten der US-amerikanischen Billboard-Charts. Mit einigen Monaten Verzögerung stieg er im März 2005 auch in Großbritannien bis auf Platz fünf der Singlecharts und kam unter die 20 meistverkauften Singles in Deutschland. Im Mai 2005 erreichte er mit Lonely Platz 1 der deutschen und der britischen Single-Charts. In dem Lied verwendet er ein gepitchtes (in der Tonhöhe verändertes) Sample aus Mr. Lonely von Bobby Vinton.

Außerdem gründete Akon 2005 zusammen mit Melvin Brown ein eigenes Musiklabel namens Konvict Muzik. In fast allen seinen Songs kommt das Wort „convicted“ (auf Deutsch: „verurteilt“) vor, meistens sogar zu Beginn des Liedes, welches eine Art Markenzeichen von Akon ist. Zu diesem Musiklabel gehören unter anderem Jeffree Star, Lady GaGa und T-Pain.

Unterschrift des Musikers

Ende 2009 wurde bekannt gegeben, dass im folgenden Jahr sein viertes Studioalbum Stadium erscheinen werde. Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch aufgrund Arbeiten mit anderen Künstlern und auch der Titel des Albums wurde mehrmals geändert: von Stadium zu Akonic, zu Konkrete. Im September 2010 erschien dann die erste Single Angel, die Akon zusammen mit seinem Freund David Guetta produzierte.

Kontroversen[Bearbeiten]

Im April 2007 geriet Akon nach einem Konzert in einem Club auf Trinidad in die Schlagzeilen, nachdem er einen minderjährigen weiblichen Fan auf die Bühne gebeten, mit ihr getanzt und simulierten Sex praktiziert hatte. Akon bat um Entschuldigung für den Vorfall, verteidigte sich aber damit, dass er das Alter des Mädchens nicht erkannt und sich außerdem auf die Altersbeschränkung des Clubs verlassen habe.[3] Diesem Zwischenfall widmet er zwei Strophen seines Liedes Sorry, Blame It on Me, in dem er sich bei dem Mädchen entschuldigt, jedoch weiterhin ihre Eltern und die Betreiber des Clubs mitverantwortlich macht. Der Zwischenfall hatte keine juristischen Konsequenzen, allerdings stoppte der US-Konzern Verizon daraufhin seine Unterstützung von Akons Konzerten und beendete die Partnerschaft.[4] Auch im nächsten Jahr fiel er bei seinen Konzerten auf, als er einen jugendlichen Fan von der Bühne stieß und bei einer Show in Guyana zwei Mädchen attackierte.

Im Juli 2009 wurde Akon von seinem weißen Tiger angefallen, den er in einem Käfig in seinem Garten hält. Sein Arzt bestätigte, dass Akon schwere Verletzungen am Oberkörper sowie leichte Verletzungen im Gesicht erlitt nachdem er versuchte, das Tier durch den Garten zu führen. Nach diesem Vorfall forderten einige Tierschützer, Akon solle den Tiger einer Zoohandlung übergeben, da er die Raubkatze in einem nur 12 m² großen Käfig halte. Wie aber später herausgefunden wurde, hat der Tiger ein großes Stück Wiese und Wald in Akons Garten als Gehege.

Ferner ist Akon Gründer der Wohltätigkeitsorganisation „Konfidence“, die sich der Hilfe unterprivilegierter Kinder in Afrika verschrieben hat. Er ist gleichzeitig Besitzer einer Diamantenmine in Südafrika.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Akon/Diskografie
Akon (2007)

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [6] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2004 Trouble 24
(18 Wo.)
32
(13 Wo.)
31
(21 Wo.)
1
(32 Wo.)
18
(72 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juni 2004
Verkäufe: 2.000.000
2006 Konvicted 69
(6 Wo.)
23
(26 Wo.)
16
(58 Wo.)
2
(68 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 2006
2008 Freedom 82
(3 Wo.)
75
(1 Wo.)
22
(28 Wo.)
6
(50 Wo.)
7
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2008

Chartplatzierungen solo[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen [6] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2004 Locked Up
Trouble
15*
(14 Wo.)
64*
(2 Wo.)
19*
(19 Wo.)
5
(16 Wo.)
8
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. April 2004
(feat Styles P. / *Azad)
2005 Ghetto
Trouble
92
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Dezember 2004
Lonely
Trouble
1
(18 Wo.)
1
(20 Wo.)
1
(25 Wo.)
1
(16 Wo.)
4
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2005
Belly Dancer (Bananza)
Trouble
32
(9 Wo.)
54
(7 Wo.)
40
(15 Wo.)
5
(8 Wo.)
30
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2005
2006 Smack That
Konvicted
5
(21 Wo.)
9
(20 Wo.)
3
(28 Wo.)
1
(23 Wo.)
2
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 2006
(feat. Eminem)
I Wanna Fuck/Love You
Konvicted
14
(13 Wo.)
29
(17 Wo.)
16
(18 Wo.)
3
(20 Wo.)
1
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. September 2006
(feat. Snoop Dogg)
2007 Don't Matter
Konvicted
29
(9 Wo.)
31
(11 Wo.)
19
(21 Wo.)
3
(19 Wo.)
1
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Januar 2007
Mama Africa
Konvicted
47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 2007
Sorry, Blame It on Me
Konvicted
46
(8 Wo.)
22
(13 Wo.)
7
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juli 2007
2008 Right Now (Na Na Na)
Freedom
44
(11 Wo.)
38
(13 Wo.)
15
(27 Wo.)
6
(27 Wo.)
8
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 2008
I'm So Paid
Freedom
59
(3 Wo.)
31
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2008
(feat. Lil Wayne)
Troublemaker
Freedom
97
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Januar 2009
(feat. Sweet Rush)
Beautiful
Freedom
34
(9 Wo.)
42
(12 Wo.)
34
(26 Wo.)
8
(30 Wo.)
19
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Januar 2009
(feat. Colby O’Donis & Kardinal Offishall)
2009 We Don’t Care
Freedom
61
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juli 2009
2010 Oh Africa 52
(2 Wo.)
56
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Januar 2010
(feat. Keri Hilson)
Angel 56
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. September 2010
2013 So Blue Erstveröffentlichung: 12. November 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Akon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wie alt ist Akon wirklich? (MTV News)
  2. Akon tells Ellen his real name (englisch)
  3. Akon Apologizes -- I Didn't Know She Was Underage (TMZ.com)
  4. Verizon Ends Partnership With Hip-Hop Star Akon Following Simulated Rape (FOX News)
  5. Akon: So what if I own a diamond mine? (The Independent)
  6. a b Chartquellen: DE AT CH UK US (Version vom 17. März 2006 im Internet Archive)