Rinkerode

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Dieser Artikel behandelt die ehemalige Gemeinde Rinkerode im Kreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen). Zu weiteren Bedeutungen, siehe Rinkerode (Begriffsklärung).

51.8457217.68274460Koordinaten: 51° 50′ 45″ N, 7° 40′ 58″ O

Rinkerode
Höhe: 60 m ü. NN
Fläche: 35,13 km²
Einwohner: 3824 (2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 48317
Vorwahl: 02538
Rinkerode (Nordrhein-Westfalen)
Rinkerode

Lage von Rinkerode in Nordrhein-Westfalen

Rinkerode
Bahnhof
Dorfplatz Rinkerode

Rinkerode ist ein Ortsteil der Stadt Drensteinfurt im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen mit 3.824 Einwohnern (2010).

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt etwa 12 km südlich von Münster, Nachbarorte sind Hiltrup (im Norden), Albersloh (im Nordosten), Drensteinfurt (im Südosten), Ascheberg und Davensberg (im Westen) sowie Amelsbüren (im Nordwesten). In Nord-Süd-Richtung wird Rinkerode von der Bahnstrecke Münster–Hamm mit Bedienung des Bahnhofs Rinkerode durch Nahverkehrszüge im Halbstundentakt und der nahezu parallel laufenden Bundesstraße 54 durchkreuzt.

Westlich des Ortes liegt das große Waldgebiet der Davert und nördlich die Hohe Ward. Rund 1,5 km östlich des Ortskerns fließt die Werse in nördlicher Richtung nach Albersloh.

Gliederung[Bearbeiten]

Dorf, Altendorf, Hemmer und Eickenbeck

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde die zuvor zum Amt Wolbeck im Kreis Münster gehörende Gemeinde in die Stadt Drensteinfurt im Kreis Warendorf eingemeindet[1], da ein eigentlich gedachter Zusammenschluss mit den damaligen Gemeinden Hiltrup und Amelsbüren durch die neuen Kreisgrenzen nicht mehr möglich war. Eine Eingemeindung in die Stadt Münster wurde von dieser abgelehnt. Für den Fall des Baus des geplanten Flughafens wären Drensteinfurt, Albersloh, Rinkerode und Sendenhorst zu einer größeren Stadt Drensteinfurt zusammengeschlossen worden.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Rinkerode liegt an der Bahnstrecke Münster-Hamm und wird werktags halbstündlich (samstags, sonntags und feiertags stündlich) von den Zügen der Eurobahn (RB 69/89 von Münster nach Bielefeld/Paderborn und zurück) bedient. Außerdem verkehrt werktags ein Zug um 5:39 Uhr direkt von Gleis 1 nach Krefeld über Hagen, Wuppertal und Köln. Ab 22 Uhr hält auch der RE 7 von Krefeld nach Münster in Rinkerode.

Zwischen 1915 und 1925 gab es eine Materialkleinbahn der Philipp Holzmann AG nach Ascheberg, die von 1917 bis 1925 planmäßig auch Personen beförderte, die Kleinbahn Rinkerode-Ascheberg.

Bus[Bearbeiten]

Werktags halten in Rinkerode drei Busse. Diese dienen hauptsächlich dem Schülertransport, sind aber keine Schulbusse sondern Busse der Linie 341 von Herbern nach Münster und zurück. In den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag verkehren zudem Nachtbusse der Linie N42 von Münster nach Drensteinfurt. Innerhalb des Dorfes werden die Haltestellen Meerkamp, Haverland und Niehoff bedient. In den jeweiligen Bauernschaften sind auch einige Haltestellen vorhanden.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Das Dorf hat sich seinen ländlich-westfälischen Charakter teilweise erhalten. Neben der barocken Pfarrkirche St. Pankratius im Ortszentrum, erbaut von 1721 bis 1724 von Gottfried Laurenz Pictorius, sind die im Westen gelegenen Wasserburgen Haus Borg und Haus Bisping nennenswert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Das Vereinsleben ist fester Bestandteil des Dorfes und sehr gut integriert. Der bekannteste Verein Rinkerodes ist der Sportverein Rinkerode 1912 e.V. mit den Sportarten Fußball, Tischtennis und Breitensport. Die erste Fußballherrenmannschaft des SVR spielt derzeit in der Bezirksliga. Andere bekannte Vereine in Rinkerode sind der TC Rinkerode (Tennis) sowie der ASC Rinkerode (Angeln). Die musiktreibenden Vereine sind das Kolping Blasorchester Rinkerode und der Spielmannszug Rinkerode. Das Schützenwesen wird in den zwei Traditionsvereinen Schützengilde Rinkerode von 1840 e.V. und der Hubertus Schützengilde "Lebensfreude" gepflegt. Außerdem hat die Freiwillige Feuerwehr Drensteinfurt einen Löschzug in Rinkerode.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 314.