Kreis Warendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Warendorf Deutschlandkarte, Position des Kreises Warendorf hervorgehobenp1
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Warendorf
Fläche: 1.316,8 km²
Einwohner:

280.107 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WAF
Kreisschlüssel: 05 5 70
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf
Webpräsenz:
Landrat: Olaf Gericke (CDU)
Lage des Kreises Warendorf in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Der Kreis Warendorf liegt im Münsterland im Regierungsbezirk Münster im Norden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Räumliche Lage

Das Gebiet des Kreises ist weitgehend flache münsterländische Parklandschaft, die höchste Erhebung sind die Beckumer Berge mit dem 173 Meter hohen Mackenberg in Oelde.

Größte Flüsse im Kreisgebiet sind Ems, die den Kreis in Ost-West-Richtung durchfließt, und Lippe, die in Ahlen und Wadersloh die südliche Kreisgrenze bildet.

[Bearbeiten] Kreisgliederung

Der Kreis Warendorf gliedert sich in 13 kreisangehörige Gemeinden, von denen vier Mittlere kreisangehörige Städte sind.

Städte

  1. Ahlen, Mittlere kreisangehörige Stadt (53.877)
  2. Beckum, Mittlere kreisangehörige Stadt (36.965)
  3. Drensteinfurt (15.342)
  4. Ennigerloh (20.178)
  5. Oelde, Mittlere kreisangehörige Stadt (29.582)
  6. Sassenberg (14.264)
  7. Sendenhorst (13.283)
  8. Telgte (19.190)
  9. Warendorf, Mittlere kreisangehörige Stadt (38.268)

Gemeinden

  1. Beelen (6310)
  2. Everswinkel (9378)
  3. Ostbevern (10.665)
  4. Wadersloh (12.805)
Nordrhein-Westfalen Kreis Paderborn Kreis Soest Kreis Unna Hamm Kreis Gütersloh Kreis Coesfeld Münster Kreis Steinfurt Niedersachsen Drensteinfurt Warendorf Everswinkel Ennigerloh Oelde Ahlen Wadersloh Beelen Beckum Sendenhorst Telgte Sassenberg OstbevernMunicipalities in WAF.svg
Über dieses Bild

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2008[2] )

[Bearbeiten] Nachbarkreise bzw. -städte

Der Kreis Warendorf grenzt im Norden an den Kreis Steinfurt und den niedersächsischen Landkreis Osnabrück, im Osten an den Kreis Gütersloh und im Süden an den Kreis Soest und an die kreisfreie Stadt Hamm und im Westen an den Kreis Coesfeld und an die kreisfreie Stadt Münster (Westfalen).

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Landkreis Warendorf (1803−1975)

Die Säkularisierung nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 führte zur Auflösung des Fürstbistums Münster. Die beiden Städte Warendorf und Münster wurden eigenständig und unter die Aufsicht von Steuerräten gestellt. Ferner wurden am 23. Dezember 1803 die Kreise Warendorf, Beckum, Lüdinghausen und Münster eingerichtet, die von Landräten zu verwalten waren. Dem umfassenden Gebiet nach waren diese Kreise Nachfolger der Ämter in Sassenberg, Stromberg, Wolbeck und Werne, die seit dem Mittelalter existierten und das Fürstbistum gliederten. Bei dieser Neueinteilung wurden die Kreise etwa gleich groß und der Verwaltungssitz wurde zentral in die Kreise verlegt. Erster Landrat in Warendorf wurde Maximilian Freiherr von Ketteler (* 1779; † 1832) , der zuvor Drost in Sassenberg war.

Bereits 1806 wurde das Münsterland neu geordnet. Der Kreis Lüdinghausen wurde aufgehoben und der Kreis Warendorf wurde mit den Kirchspielen Telgte und Amselbüren, mit Ost- und Westbevern wesentlich nach Westen erweitert. 1808 wurde das Münsterland zum Großherzogtum Berg zugeordnet. Der Kanton Warendorf gliederte sich in die Mairien Warendorf Stadt, Warendorf Kirchspiel, Freckenhorst, Hoetmar und Westkirchen.

Am 1. Januar 1816 entstand die preußische Provinz Westfalen zu dem auch der Kreis Warendorf gehörte. In der Hauptstadt Warendorf lebten etwa 4.000 Einwohner und sie gehörte zu den zwanzig größten Städten in Westfalen.

[Bearbeiten] Kreis Warendorf (seit 1975)

Der heutige Kreis Warendorf entstand am 1. Januar 1975 durch Zusammenschluss der früheren Kreise Beckum und Warendorf. Hinzu kamen noch die Gemeinden Drensteinfurt und Walstedde, die bis dahin dem Kreis Lüdinghausen angehörten, und Albersloh, Rinkerode und Telgte aus dem damals aufgelösten Kreis Münster. Der alte Kreis Warendorf verlor die Stadt Harsewinkel an den neu gegründeten Kreis Gütersloh. Im Süden wurde die neue Kreisgrenze nach Norden verschoben, sodass die Gemeinden Lippborg und Herzfeld der neuen Gemeinde Lippetal und somit dem Kreis Soest angehörten. Ebenfalls dem Kreis Soest wurde der bis dahin zum Kreis Beckum gehörende Kur- und Badeort Bad Waldliesborn zugeordnet. Die Gemeinde Benteler kam aus dem Kreis Beckum zur Gemeinde Langenberg im Kreis Gütersloh. Das neue Kreiswappen ist ein Zusammenschluss der beiden alten Wappen der bis dahin selbständigen Kreise Beckum und Warendorf.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Landrat

[Bearbeiten] Oberkreisdirektoren

  • 1946–1951: Hermann Terdenge
  • 1952–1955: Paul Eising
  • 1955–1974: Karl Schnettler
  • 1975–1986: Winfried Schulte
  • 1987–1999: Wolfgang Kirsch CDU

[Bearbeiten] Kreistag

Die Kommunalwahl 2004 ergab folgendes Ergebnis:

CDU SPD Bündnis 90/Die Grünen FWG FDP Gesamt
 % 49,5 24,1 9,6 9,2 7,6
Sitze 27 13 5 5 4 54

[Bearbeiten] Wappen

In Rot ein schräger goldener Wellenbalken, begleitet von je einer goldenen Rosette.

Das Kreiswappen ist eine Kombination der Wappen der ehemaligen Kreise Beckum und Warendorf. Die Farben Rot und Gold deuten auf die Farben des Fürstenbistums Münster hin, zu dem das Gebiet beider Kreise bis 1803 gehörte. Der Wellenbalken aus dem Beckumer Kreiswappen weist auf den Wasserreichtum des Beckumer Hügellandes und auf seinen Hauptwasserlauf, Werse, hin. - Die Sonnenräder (Rosetten) des alten Warendorfer Kreiswappens sind dem Familienwappen der Familie Vogt von Warendorpe entnommen.

Verliehen am 20. Mai 1976.

[Bearbeiten] Partnerschaften

[Bearbeiten] Infrastruktur/Verkehr

[Bearbeiten] Verkehr

Der Kreis wird im südlichen Kreisgebiet von der Bundesautobahn 2 mit den Abfahrten Beckum und Oelde erschlossen. An der Westflanke des Kreises führt die Bundesautobahn 1 vorbei. Hier besteht allerdings keine eigene Abfahrt im Bereich des Kreises Warendorf (Ahlen und Drensteinfurt) sondern erst im Nachbarkreis Coesfeld. Weiterhin wird der Kreis durch zahlreiche Bundes- und Landesstraßen (B 51,B 58, B 61, B 64, B 475, B 476) erschlossen.

Die Eisenbahnlinien

dienen dem Personenverkehr im Kreisgebiet.

Die Strecken Neubeckum - Beckum, Neubeckum - Ennigerloh und Münster - Neubeckum sowie Beckum - Lippstadt - Warstein werden zurzeit nur im Güterverkehr durch die Westfälische Landeseisenbahn bedient.

Busverbindungen im Kreis werden hauptsächlich durch die Regional-Verkehr-Münsterland (RVM) angeboten, die einen Stunden-Takt bieten. In den Randgemeinden kann dies teilweise auch durch Busunternehmen der Nachbarkreise geschehen.

[Bearbeiten] Gesundheitswesen

[Bearbeiten] Krankenhäuser

  • St.-Franziskus-Hospital, Ahlen - Haus der Grundversorgung
  • Kinderklinik St. Franziskus, Ahlen - Haus der Grundversorgung, Perinataler Schwerpunkt
  • St.-Elisabeth-Hospital, Beckum - Haus der Grundversorgung
  • Marienhospital, Oelde - Haus der Grundversorgung
  • St.-Josef-Stift, Sendenhorst - Fachklinik für Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie
  • St.-Rochus-Hospital, Telgte - Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
  • Josephs-Hospital, Warendorf - Haus der Grundversorgung

[Bearbeiten] Literatur

  • Kreis Warendorf - Der Landrat (Hrsg.): 200 Jahre Kreis Warendorf. Museum Abtei Liesborn, 2003.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Kreis Warendorf – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen - Amtliche Bevölkerungszahlen (Hilfe dazu)
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen - Amtliche Bevölkerungszahlen
Persönliche Werkzeuge