Bahnhof Warburg (Westfalen)

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Warburg (Westf)
Bahnhof Warburg (Westf) 2013-09.JPG
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung HWAR
IBNR 8000196
Eröffnung 1851
Webadresse www.bahnhof.de
Architektonische Daten
Architekt Julius Eugen Ruhl
Lage
Gemeinde Warburg
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 29′ 34″ N, 9° 9′ 49″ O51.4927777777789.1636111111111Koordinaten: 51° 29′ 34″ N, 9° 9′ 49″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
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Der Bahnhof Warburg (Westfalen) (kurz Bf Warburg (Westf)) liegt am nord-östlichen Rand der Stadt Warburg in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heute denkmalgeschützte Empfangsgebäude von 1852/53 wurde von Julius Eugen Ruhl konzipiert und wies ein Fürstenzimmer auf.

Das Gebäude wurde ab 2010 zum Verkauf angeboten.[1] Ende 2011 wurde es für den symbolischen Preis von einem Euro an eine örtliche Ärztin verkauft. Als Beginn für Umbau und Sanierung war März 2012 geplant,[2] tatsächlich starteten die Bauarbeiten im Juni 2012.

Nach einer fünfzehnmonatigen Sanierung verfügt das Empfangsgebäude wieder über die historischen Staffelgiebel mit 16 Laternen. Auf den 840 Quadratmetern Nutzfläche in Erd- und Obergeschoss wurde neben Toiletten und einem Bistro für Reisende ein buddhistisches Meditationszentrum mit Tempel, Meditationsraum, Speiseraum und Küche errichtet. 120 Quadratmeter nimmt der buddhistische Meditationsraum im Ostflügel des Erdgeschosses ein.

Eine offizielle Einweihungsfeier des neugestalteten Bahnhofs fand am 28. Juni 2014 statt. Bei diesem Anlass taufte die Deutsche Bahn einen ICE-T-Zug auf den Namen Hansestadt Warburg.[3] Am 29. Juni 2014 erfolgte die feierliche Einweihung des buddhistischen Tempels.[4]

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof Warburg liegt an der zweigleisigen und elektrifizierten Bahnstrecke nach Hamm, der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn nach Kassel und der nicht elektrifizierten oberen Ruhrtalbahn nach Hagen. Der Bahnhof war ursprünglich ein Inselbahnhof, neben dem Bahnhof Minden (Westfalen) einer der letzten erhaltenen der frühen Eisenbahngeschichte in Westfalen. Die ehemalige Verbindung nach Volkmarsen als Teil der Bahnstrecke Warburg–Sarnau wurde 1977 stillgelegt und 1983 zurückgebaut.

Bedienung[Bearbeiten]

In Warburg halten zwei Linien des Schienenpersonennahverkehrs, der Regional-Express RE 17Sauerland-Express“ nach Hagen Hauptbahnhof und die Regionalbahn RB 89Ems-Börde-Bahn“ über Paderborn nach Münster.

Bis zum Dezember 2013 begannen bzw. endeten in Tagesrandlagen einzelne Züge der RegioTram-Linie RT 3 Richtung Kassel in Warburg.[5]

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Takt
RE 17 Sauerland-Express HagenSchwerte (Ruhr) - FröndenbergArnsberg (Westf)Warburg (Westf)Kassel-Wilhelmshöhe 60 min-Takt bis Warburg, 120 min-Takt bis Kassel
RB 89 Ems-Börde-Bahn Münster (Westf)Hamm (Westf)PaderbornWarburg (Westf) (– Kassel-Wilhelmshöhe) 120 min; einzelne Züge bis Kassel

Im Schienenpersonenfernverkehr verkehren mehrere Intercity-Expresse und Intercitys, u. a. eine tägliche Direktverbindung nach München:

Linie Linienverlauf Takt
ICE 41 (Köln – ) Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund - Hamm (Westf) – Paderborn – Warburg (Westf) – Kassel-Wilhelmshöhe - Würzburg – Nürnberg – München  ein Zugpaar
ICE 50 (Köln –) Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm (Westf) – Paderborn - Warburg (Westf) - Kassel-Wilhelmshöhe - Erfurt – Leipzig - Dresden  ein Zugpaar
IC 51 (Köln - ) Düsseldorf - Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm (Westf) – Paderborn – Warburg (Westf) - Kassel-Wilhelmshöhe – Erfurt (– Leipzig  / Halle (Saale) – Berlin – Stralsund – Ostseebad Binz ) ein Zugpaar

Der Bahnhof Warburg gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (nph). In Richtung Hessen gilt der Tarif des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Vom Busbahnhof vor dem Gebäude bestehen Busverbindungen in die Innenstadt von Warburg sowie in die umliegenden Ortschaften.

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Dieter Scholz: Verstärkte Suche nach einem Investor. In: Neue Westfälische. 22. Dezember 2010 (nw-news.de, abgerufen am 10. Februar 2013).
  2.  Simone Flörke: Wo die Seele zur Ruhe kommt. In: Neue Westfälische. 16. Dezember 2011 (warburg.de, abgerufen am 10. Februar 2013).
  3. Deutsche Bahn AG: ICE auf den Namen Hansestadt Warburg getauft. Presseinformation vom 28. Juni 2014. (Letzter Zugriff: 8. September 2014)
  4. Westfalen-Blatt (29. Juni 2014): Bahnhof wird zum Tempel. (Letzter Zugriff: 8. September 2014)
  5. Göran Gehlen: RegioTrams enden künftig in Hümme. In: HNA. 25. Januar 2014, abgerufen am 16. Dezember 2013.