Ruby Dee

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Ruby Dee (2006)

Ruby Dee eigentl. Ruby Ann Wallace (* 27. Oktober 1924 in Cleveland, Ohio) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Als Ruby Dee ein Jahr alt war, zog ihre Familie von Ohio nach Harlem. Ihre leibliche Mutter hatte da bereits die Familie verlassen. Ruby wurde von ihrer Stiefmutter erzogen, die dafür sorgte, dass sie Klavierunterricht erhielt. Die Familie vermietete Zimmer an afro-amerikanische Reisende, denen es in New York verboten war, in “weißen Hotels” zu wohnen.

Erste Schauspielerfahrungen sammelte Ruby Dee während der High School in Schulaufführungen. Während ihrer Collegezeit spielte sie am American Negro Theater in Harlem. Dort spielte sie gemeinsam mit Sidney Poitier und Harry Belafonte. Nach einigen Off-Broadwayproduktionen hatte sie 1943 ihr Broadwaydebüt. 1946 lernte sie während einer gemeinsamen Broadwayproduktion Ossie Davis kennen, den sie 1948 heiratete. Sie hatten drei Kinder und waren bis zu Ossie Davis’ Tod 2005 verheiratet. Ihre schauspielerische Ausbildung intensivierte sie am neugegründeten Actors Studio von Lee Strasberg, wo auch Marlon Brando seine Ausbildung erhielt. Anfang der 1950er Jahre begann Ruby Dee sich gemeinsam mit ihrem Ehemann für die schwarze Bürgerrechtsbewegung zu engagieren. Nach ersten Rollen in afro-amerikanischen Filmen erhielt sie auch erste Hollywoodrollen. Meist spielte sie jedoch nur Hausmädchen. Eine größere Rolle spielte sie erst 1958 in dem Musikfilm St. Louis Blues an der Seite von Nat King Cole, Eartha Kitt, Cab Calloway, Ella Fitzgerald und Mahalia Jackson. Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Komponisten W. C. Handy, gespielt von Nat King Cole.

1959 kehrte Ruby Dee ans Theater zurück und spielte eine der Hauptrollen in der Broadwayproduktion A Raisin in the Sun. Ihre Rolle spielte sie auch 1961 in der Verfilmung von Daniel Petrie. In den 1960er Jahren war sie die erste afro-amerikanische Frau, die eine Hauptrolle beim American Shakespeare Festival übernahm. 1968 schrieb sie gemeinsam mit Regisseur Jules Dassin das Drehbuch zu dessen Film Black Power und übernahm die weibliche Hauptrolle in diesem Film. Anfang der 1970er Jahre spielte sie in einigen Filmen der neuen afro-amerikanische Filmwelle. In den folgenden Jahren war sie vor allem in Fernsehfilmen zu sehen und spielte weiterhin Theater. Ende der 1980er Jahre besetzte sie Spike Lee gemeinsam mit Ehemann Ossie Davis in seinem Film Do the Right Thing.

2001 wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Ossie Davis für ihr Lebenswerk mit dem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet.

2005 weilte sie zu Dreharbeiten zu der neuseeländischen Familienkomödie No. 2, als ihr Mann Ossie Davis an einem Herzinfarkt starb. 2007 kehrte sie auf die Kinoleinwand zurück und spielte die Mutter von Denzel Washington in dem Film American Gangster. Die Rolle brachte ihr eine Oscarnominierung für die beste weibliche Nebenrolle. 2008 erhielt sie die Spingarn Medal.

Filmographie[Bearbeiten]

Ruby Dee, 1962 fotografiert von Carl Van Vechten

Weblinks[Bearbeiten]