Saab 340
| Saab 340 | ||
|---|---|---|
Saab 340 der Regional Express Airlines |
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| Typ: | Regionalverkehrsflugzeug | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | Saab | |
| Erstflug: | 25. Januar 1983 | |
| Produktionszeit: | 1984 bis 2005 | |
| Stückzahl: | 459 | |
Die Saab 340 ist ein von Saab und Fairchild als SF340 gemeinsam entwickeltes Regionalverkehrsflugzeug, das 1983 seinen Erstflug durchführte.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Ziel der Entwickler war es, ein Flugzeug zu entwerfen, das im Segment der Regional-Flugzeuge angesiedelt sein, aber der Konkurrenz in der Geschwindigkeit und im Komfort überlegen sein sollte. Auf der Basis der erhältlichen Turboprop-Antriebe wurde ein Flugzeug entwickelt, das in seinen Ausmaßen den heute üblichen Regional-Jets mit Strahltriebwerken ähnlich war.
Nachdem sich Fairchild 1984 aus dem Projekt zurückzogen hatte, wurde die Entwicklung von Saab im schwedischen Linköping alleine fortgesetzt und die Bezeichnung in Saab 340 A geändert. Komponenten wurden in anderen europäischen Ländern gefertigt und zugeliefert. Im Jahre 1989 wurde eine verbesserte Version unter dem Namen Saab 340 B auf den Markt gebracht. Des Weiteren existieren mit der Saab 340AEW Erieye ein militärischer Aufklärer und die Saab 340 SAR. Die Produktion wurde 2005 eingestellt.
Aus der Saab 340 wurde später die gestreckte Version Saab 2000 entwickelt.
Konstruktion [Bearbeiten]
Die Saab 340 ist ein Tiefdecker, der vom äußeren Erscheinungsbild wie ein modernes Mittelstreckenflugzeug aussieht. Statt der Strahltriebwerke besitzt das Flugzeug Turboprop-Triebwerke mit vierblättrigen Propellern. Sie befördert 30 bis 37 Passagiere und wird vorwiegend in den USA eingesetzt.
Technische Daten [Bearbeiten]
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Länge | 19,73 m |
| Spannweite | 21,44 m |
| Höhe | 6,97 m |
| Startgewicht | 13.200 kg |
| Passagiere | 33–37 |
| Besatzung | 3 |
| Höchstgeschwindigkeit | 463 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 25.000 ft (7620 m) |
| Reichweite | 1.730 km |
| Motoren | General Electric CT7-9A/9B |
| Propeller | Dowty Rotor oder Hamilton Standard (Durchmesser 3,35 m) |
Varianten [Bearbeiten]
- Saab Fairchild SF-340
- Saab 340A
- Saab 340B
- Saab 340B Plus
- Saab 340B plus SAR-200
- Saab 340QC
- Saab Tp 100 (militärischer Transporter)
- Saab S100E Argus (militärischer Elint-Aufklärer)
- Saab 340AEW Erieye: militärisches AWACS-System zum Preis von rund 100 Millionen Euro pro Stück. Verfügt über ein Radar mit elektronischer Strahlschwenkung, bei welchem die 9 m lange Antenne aus 192 Sende-Empfangs-Modulen auf dem Rücken der Maschine angebracht ist. Es soll eine Reichweite von 350 km bei der Erkennung von typischen Kampfflugzeugzielen erreichen. Das System wird für Pakistan auch auf einer Saab 2000 montiert.
Zwischenfälle [Bearbeiten]
- Beim Crossair-Flug 498 stürzte am 10. Januar 2000 eine Saab 340 der ehemaligen Fluggesellschaft Crossair kurz nach dem Start in Zürich ab. Alle zehn Insassen wurden getötet.
- Eine mit 19 Passagieren, zwei Piloten und einer Stewardess besetzte Maschine der Argentinischen Fluggesellschaft Sol Líneas Aéreas stürzte am 18. Mai 2011 in der argentinischen Provinz Río Negro ab. Sie befand sich auf einem Inlandsflug von der Stadt Neuquén nach Comodoro Rivadavia am Atlantik. Alle Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben[1].
Zivile Nutzer [Bearbeiten]
Die größten Kontingente werden von Mesaba Airlines (49) und Regional Express Airlines (45), welche ihren Bestand von der Vorgängergesellschaft Hazelton Airlines übernahm, für Regionalflüge betrieben.
Militärische Nutzer [Bearbeiten]
9 × (3 × TP 100, 2 × FSR 890, 2 × ASC 890 und 2 × FSR TP)
2 × Saab 340B AEW-300 (wovon eine bereits ausgeliefert ist)
Vereinigte Arabische Emirate: Luftstreitkräfte der VAE
2 × Saab 340B AEW-300 (bestellt im November 2009)
Siehe auch [Bearbeiten]
- Embraer R-99A (EMB-145SA mit selbem Eriye-Radar wie Saab 340AEW)
- KongJing-2000 „Mairing“ (Il-76 AWACS)
- KJ-200 (Shaanxi Y-8 AWACS)
- Boeing E-3A „Sentry“ (AWACS)
- Boeing 737 AEW&C (Boeing 737-700ER AWACS)
- Grumman E-3C/D „Hawkeye“
- Berjew A-50A „Mainstay“
- Tupolew Tu-126 „Moss“ (inzwischen außer Dienst)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
| Zivile Baureihen: | |
| Militärische Baureihen: |
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