dauair

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
dauair
Saab 340B der dauair
IATA-Code: D5
ICAO-Code: DAU
Rufzeichen: Dauair
Gründung: 2003
Betrieb eingestellt: 2006
Sitz: Lübeck, DeutschlandDeutschland Deutschland
Heimatflughafen:

Flughafen Dortmund

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung: Hans-Jörg Dau
Mitarbeiterzahl: ca. 60
Flottenstärke: 5
Ziele: National
dauair hat den Betrieb 2006 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

dauair (Dauair AG[1]) war eine deutsche Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Lübeck und Basis auf dem Flughafen Dortmund. Ihr Flugbetrieb fand zwischen dem 18. April 2005 und 16. August 2006 statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2003 von dem Sachverständigen für Luftfahrt, Dipl.-Ing. Hans-Jörg Dau, gegründet. Am 18. April 2005 wurde der erste Flug durchgeführt. Eingesetzt wurden zuletzt drei Turbopropflugzeuge des Typs Saab 340B sowie zwei von FLM Aviation geleaste kleinere Turbopropflugzeuge des Typs Fairchild Metro. Die 19-sitzigen Fairchild Metro wurden auf den aufkommensschwächeren Strecken Dortmund–Berlin/Tempelhof, Stuttgart–Posen und Paderborn/Lippstadt–Stuttgart eingesetzt.

Das Luftfahrt-Bundesamt hatte der Dauair AG am 9. August 2006 die Genehmigung als Luftfahrtunternehmen ausgesetzt, weil das Unternehmen die gesetzlichen Voraussetzungen nicht nachgewiesen habe.[2] Angeblich wurde dauair die Fluglizenz aufgrund finanzieller Probleme entzogen, dem aber seitens dauair widersprochen wurde.[3] Ein Einspruch der Gesellschaft beim Verwaltungsgericht am 10. August hatte Erfolg und die Flugerlaubnis wurde vorerst wieder erteilt. Noch bevor das Gericht erneut entscheiden konnte, hatte die Dauair AG am 16. August 2006 den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht eingereicht, an diesem Tag wurde auch der Flugbetrieb eingestellt. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. November 2006 eröffnet.

Flugziele[Bearbeiten]

Mehrmals täglich wurde die Strecke Dortmund–Berlin-Tempelhof bedient. Dortmund–Posen folgte am 25. April 2005. Seit September 2005 ergänzten die Strecken Dortmund–Zürich, PaderbornStuttgart das Flugangebot. Seit Januar 2006 wurden ab Rostock/Laage München, Köln und Dortmund angeflogen. Weitere Verbindungen, u. a. nach Heringsdorf (von Dortmund und Münster/Osnabrück) und Sarmellek (von Dortmund und Leipzig/Halle) am Plattensee wurden zum Sommerflugplan 2006 aufgenommen. Diese saisonalen Verbindungen zu primär touristischen Zielen wurden in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern durchgeführt. Eine weitere Linienverbindung wurde seit Ende März 2006 auf der Relation Stuttgart–Posen angeboten.

Flotte[Bearbeiten]

Letzter Stand am 16. August 2006 vor Einstellung des Flugbetriebs:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amtliche Schreibweise: Bundesministerium der Finanzen, 29. Januar 2007, abgerufen am 13. April 2010, 78 KB PDF-Dokument
  2. flightmag.de: Luftfahrtbundesamt entzieht Betriebsgenehmigung 10. August 2006
  3. westline.de: Maschinen sind sicher 12. August 2006