Sankt Lorenzen bei Knittelfeld

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Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Wappen von Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld (Österreich)
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT (ab 1.7.2012; alt KF)
Fläche: 35,91 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 14° 53′ O47.2514.883333333333610Koordinaten: 47° 15′ 0″ N, 14° 53′ 0″ O
Höhe: 610 m ü. A.
Einwohner: 804 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8715
Vorwahl: 03515
Gemeindekennziffer: 6 20 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Lorenzen 4
8715 Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
Website: www.st-lorenzen-knittelfeld.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Wolfsberger (UBS)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
5
3
1
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Sankt Lorenzen bei Knittelfeld im Bezirk Murtal
Amering Apfelberg Bretstein Eppenstein Feistritz bei Knittelfeld Flatschach Fohnsdorf Gaal Großlobming Hohentauern Judenburg Kleinlobming Knittelfeld Kobenz Maria Buch-Feistritz Obdach Oberkurzheim Oberweg Oberzeiring Pöls Pusterwald Rachau Reifling Reisstraße Sankt Anna am Lavantegg Sankt Georgen ob Judenburg Sankt Johann am Tauern Sankt Lorenzen bei Knittelfeld Sankt Marein bei Knittelfeld Sankt Margarethen bei Knittelfeld Sankt Oswald-Möderbrugg Sankt Peter ob Judenburg Sankt Wolfgang-Kienberg Seckau Spielberg Unzmarkt-Frauenburg Weißkirchen in Steiermark Zeltweg SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Lorenzen bei Knittelfeld im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Lorenzen bei Knittelfeld ist eine Gemeinde mit 804 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Murtal und Gerichtsbezirk Judenburg in der Steiermark. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie ab 2015 mit den Gemeinden Rachau und Sankt Margarethen bei Knittelfeld zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde wird den Namen Sankt Margarethen bei Knittelfeld weiterführen. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sankt Lorenzen liegt im Murtal rund sechs Kilometer nordöstlich von Knittelfeld. Das Gemeindegebiet liegt rechts der Mur, die im Talboden über weite Strecken die Gemeindegrenze bildet, und zieht sich entlang des Preggrabens auf die Hänge der Gleinalpe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform werden (spätestens bis 2015) die Gemeinden Rachau, St. Lorenzen und St. Margarethen fusioniert werden.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind, beginnend im Norden im Uhrzeigersinn: Sankt Marein bei Knittelfeld, Feistritz bei Knittelfeld, Kraubath an der Mur, Sankt Stefan ob Leoben, Rachau und Sankt Margarethen bei Knittelfeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Murtal war bereits zur Römerzeit eine wichtige Verkehrsroute. Daher wurden auch auf dem Gemeindegebiet von Sankt Lorenzen römerzeitliche Gegenstände gefunden. Hervorzuheben ist ein größerer Silbermünzenfund aus der Zeit der Soldatenkaiser (Münzen von 222 bis 268 n. Chr.), der 1837 bei Bauarbeiten im Preggraben gefunden wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung betraf den Ort Listah (Leistach) in einer Urkunde aus dem Jahr 1047. Die Geschicke des Gebietes wurden über Jahrhunderte von den beiden Klöstern Admont und Seckau bestimmt. 1849/50 wurde die politische Gemeinde St. Lorenzen errichtet.[4]

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurden Sauerbrunnquellen genutzt. Die Anlagen verfielen jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsverteilung 2001
Fötschach 47
Gottsbach 24
Leistach 4
Pichl 21
Preg 95
Preggraben 105
Ritzendorf 11
Sankt Benedikten 25
Sankt Lorenzen bei Knittelfeld 457
Schütt 8
Untermur 8

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2012 803 Einwohner. 97,0 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 92,7 % der Einwohner, 1,1 % zur evangelischen Kirche. 5,1 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

St. Lorenzen bei Knittelfeld von Süden
Gottsbach und Sankt Benedikten von Nordwesten
Ritzendorf von Nordwesten
Die Ortschaft Gottsbach von Westen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Lorenzen bei Knittelfeld
  • Pfarrkirche hl. Laurentius, urkundlich 1075: spätgotischer Bau (um 1500) in St. Lorenzen.
  • Kirche von Sankt Benedikten, urkundlich 1147: „Doppelkirche“ aus Zusammenbau von benachbarten romanischer und gotischer Kapelle entstanden.
Kirche von Sankt Benedikten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gibt es 32 Arbeitsstätten mit 230 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 231 Auspendler und 153 Einpendler. Es gibt 56 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 29 im Haupterwerb), die zusammen 4.869 ha bewirtschaften (1999).

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind die Hartsteinwerke in Preg und der Betrieb der Kies-Union.

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Pregerstraße L 553. Die Murtal Schnellstraße S 36 verläuft direkt nördlich des Gemeindegebietes. Im Gemeindegebiet liegt auch der Bahnhof Fentsch-St. Lorenzen an der Südbahn.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus neun Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

  • 5 Unabhängige Bürgerliste St. Lorenzen (UBS)
  • 3 ÖVP
  • 1 SPÖ

Die Unabhängige Bürgerliste stellt mit Hubert Wolfsberger den Bürgermeister.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

St. Lorenzen bei Knittelfeld unterhält gemeinsam mit Feistritz bei Knittelfeld eine Gemeindepartnerschaft mit der italienischen Stadt Grado. Jährlich gibt es Ausflüge dorthin und auch Vertreter aus Grado besuchen regelmäßig die beiden Gemeinden. Feistritz und St. Lorenzen bringen außerdem jedes Jahr einen Christbaum nach Grado, welcher dort in der Weihnachtszeit die Basilika Sant’Eufemia schmückt. Obwohl die Partnerschaftsurkunde erst am 29. November 2003 offiziell unterzeichnet wurde, reicht der Kontakt und die Freundschaft der Gemeinden bis ins Jahr 1989 zurück.

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen wurde mit Bescheid der steirischen Landesregierung vom 1. Juli 1965 verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In einem von Gold und Grün schräglings geteilten Schild ein gleich gestellter roter Feuerrost mit Stiel und Ring im oberen, ein waagrechter silberner Wellenbalken in der Mitte des unteren Feldes“.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Alex Leitgeb: Chronik „900 Jahre St. Lorenzen“

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 8 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  3. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 10. November 2013.
  4. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Lorenzen bei Knittelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien