Sankt Stefan im Gailtal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Stefan im Gailtal
Wappen von St. Stefan im Gailtal
Sankt Stefan im Gailtal (Österreich)
Sankt Stefan im Gailtal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Hermagor
Kfz-Kennzeichen: HE
Fläche: 66,2 km²
Koordinaten: 46° 37′ N, 13° 31′ O46.61666666666713.516666666667726Koordinaten: 46° 37′ 0″ N, 13° 31′ 0″ O
Höhe: 726 m ü. A.
Einwohner: 1.594 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 24,08 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9623
Vorwahl: 0 42 83
Gemeindekennziffer: 2 03 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmölzing 7
9623 St.Stefan im Gailtal
Website: www.st.stefan-gailtal.at
Politik
Bürgermeister: Johann Ferlitsch (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(15 Mitglieder)
9 SPÖ, 3 ÖVP, 3 FPK
Lage der Gemeinde St. Stefan im Gailtal im Bezirk Hermagor
Dellach (Gailtal) Gitschtal Hermagor-Pressegger See Kirchbach Kötschach-Mauthen Lesachtal Sankt Stefan im Gailtal Bezirk Villach-Land Bezirk Spittal an der Drau KärntenLage der Gemeinde Sankt Stefan im Gailtal im Bezirk Hermagor (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Maria im Graben in Vorderberg
Schloss Bodenhof
Pfarrkirche Sankt Stefan im Gailtal
Schloss Greifenstein

Sankt Stefan im Gailtal (amtlich St. Stefan im Gailtal) (slow.: Štefan na Zilji) ist eine Gemeinde mit 1594 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Hermagor in Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

St. Stefan liegt beidseitig der Gail im Unteren Gailtal zwischen der der Hauptkette der Karnischen Alpen mit dem Oisternig (2052 m) im Süden und den Gailtaler Alpen im Norden.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in die sechs Katastralgemeinden Hadersdorf, Köstendorf, Matschiedl, St. Paul, St. Stefan und Vorderberg gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 20 Ortschaften (in Klammern der slowenische Ortsname[1])(in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):

  • Bach (Potok) (67)
  • Bichelhof (Zvenica) (16)
  • Bodenhof (Poden, Na Podnu) (8)
  • Dragantschach (Draganče) (57)
  • Edling (Kazaze) (97)
  • Hadersdorf (Hadre) (65)
  • Karnitzen (Krnica) (68)
  • Köstendorf (Gostinja vas) (219)
  • Latschach (Loče) (21)
  • Matschiedl (Močidle) (98)
  • Nieselach (Nizale) (14)
  • Pölland (Polana) (14)
  • Pörtschach (Poreče) (44)
  • St. Paul an der Gail (Šenpavel na Zilji) (122)
  • St. Stefan an der Gail (Štefan na Zilji) (148)
  • Schinzengraben (Senčni Graben) (14)
  • Schmölzing (Smolčiče) (50)
  • Sussawitsch (Žužače) (138)
  • Tratten (Pešišče) (105)
  • Vorderberg (Blače) (412)

Siehe auch: Windische Höhe

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Paternion Bad Bleiberg
Hermagor-Pressegger See Nachbargemeinden Nötsch
Malborghetto Valbruna Feistritz an der Gail

[Bearbeiten] Geschichte

Die ersten Siedler im mittleren Gailtal waren vermutlich um 600 slawische Einwanderer; später, als Kärnten im 8. Jahrhundert vom Frankenreich einverleibt wurde, hatte dies die Ansiedlung von Bayern und die Christianisierung des Gebiets zur Folge. Die Pfarrkirche in St. Stefan im Gailtal, dem hl. Stephanus geweiht, wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet, eine Kirche wird 1252 erstmals urkundlich erwähnt.

Das mittlere Gailtal gehörte lange zu den Besitzungen des Bistums Bamberg, bis es im 13. Jahrhundert zu Streitigkeiten mit den Grafen von Görz kam, was die Zerstörung der Burg Vorderberg zur Folge hatte. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1460 erneut zerstört und dann nicht mehr aufgebaut. Um 1500 kam das Gailtal teilweise in den Besitz der Habsburger.

Die Geschichte der Gemeinde ist begleitet von zahlreichen Bränden, der auch Aichelburg 1691 endgültig zum Opfer fiel, und Überschwemmungen der Gail.

Ab 1850 wurden in Kärnten die heutigen Ortsgemeinden gegründet. Das heutige Gemeindegebiet deckt sich weitgehend mit dem bis 1848 bestehenden Landgericht Aichelburg, 1850 wurden jedoch zunächst zwei Ortsgemeinden, St. Stefan an der Gail (1.983 Einwohner) und Vorderberg (681 Einwohner), gegründet. Sie wurden mit der Gemeindestrukturreform von 1973 zusammengeschlossen, die gemeinsame Einwohnerzahl war jedoch mittlerweile auf 1.900 gesunken. Vorderberg strebte in der Folge die erneute Selbständigkeit an, konnte aber bei einer Volksbefragung am 9. Dezember 1990 nur 42,1 % der Wahlberechtigten dafür gewinnen. 1993 wurde der Gemeindename in St. Stefan im Gailtal geändert.

Noch 1924 waren die Pfarren St. Stefan/Štefan na Zilji, Vorderberg/Blače und St. Paul/Šentpavel na Zilji slowenische Pfarren, lediglich die Filialkirche in Schloss Bodenhof wurde deutsch geführt.[2])

[Bearbeiten] Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat St. Stefan 1.777 Einwohner, davon sind 97,0 % österreichische und 1,7 % deutsche Staatsbürger. 91,7 % bekennen sich zur römisch-katholischen, 4,5 % zur evangelischen Kirche und 0,8 % zum Islam. 2,6 % der Bevölkerung ist ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan im Gailtal
  • Die Pfarrkirche St. Stefan, urkundlich erstmals 1275 erwähnt und namensgebend für die Ortschaft und die Gemeinde, war ursprünglich eine adlige Eigenkirche.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat von St. Stefan hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Johann Ferlitsch (SPÖ).

[Bearbeiten] Wappen

Im Wappen der Gemeinde symbolisiert der silberne Schildfuß die Gail, das silberne Pferd steht für die traditionell betriebene Pferdezucht und die daraus als Nebenerwerb resultierende Säumerei sowie das Kufenstechen, und die drei silbernen Felsbrocken sind das Attribut des Erzmärtyrers Stephanus, der um 36/40 vor Jerusalem durch Steinigung hingerichtet wurde.

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 1. März 1993 verliehen, die Blasonierung lautet: „Über silbernem Wellenschildfuß schräglinks geteilt; vorne in Rot wachsend ein silbernes Pferd, hinten in Grün 3 (1:2) silberne Felsbrocken.“[3] Die Fahne ist Rot-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

[Bearbeiten] Partnerschaften

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Paul Zdovc: Slovenska krajevna imena na avstrijskem Koroškem, razširjena izdaja. Die slowenischen Ortsnamen in Kärnten (Herausgegeben von: Slovenska akademija znanosti in umetnosti, Razred za filološke in literarne vede, Razprave/Dissertationes 21), Erweiterte Auflage, Ljubljana 2010. ISSN 0560-2920.
  2. Diözese Gurk (Hg.): Pfarrkarte der Diözese Gurk, 1924 (bearbeitet von Prof. Dr. Martin Wutte und Pfarrer Karl Streit)
  3. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 254.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen