Schloss Burgau

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Dieser Artikel behandelt ein Schloss in Nordrhein-Westfalen. Ein gleichnamiges Schloss gibt es auch in Burgau in der Steiermark.

Schloss Burgau (gesprochen: Burg Au) ist ein Wasserschloss und liegt im Stadtwald von Düren, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Schloss Burgau
Schloss Burgau um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das auf einem Hügel stehende Schloss wurde am 19. November 1313 erstmals erwähnt, als Wilhelmus de Barchowe anlässlich einer Heinsberger Belehrung als Zeuge auftritt.

1474 wechselte der Besitz von der Familie von Aue durch Vererbung zur Familie von Elmpt. Sie blieben Besitzer bis 1890. In diesem Jahr erbte die Gräfin von Keyserlingk das Schloss. 1905 verzogen die von Keyserlingks nach Bohlschau in Westpreußen. Seit dieser Zeit wurde das Schloss nicht mehr bewohnt und war dem Verfall preisgegeben. Zwischen 1912 und 1917 verkaufte Margarete Gräfin von Keyserlingk Burgau an Rirrmeister Ernst Nienhausen aus Rotthausen. Von ihm erwarb die Stadt Düren 1917 das Rittergut Burgau für 600.000 Mark. Dazu gehörten das Schloss, eine Mühle in Niederau, ein Forsthaus und 388 Hektar Wald.

Markenzeichen des Schlosses ist der 1515 errichtete Erker.

1974 bildete sich eine Bürgerinitiative unter Führung der St. Cyriakus Schützenbruderschaft Niederau. Mit viel Engagement und finanzieller Förderung ging es an den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses.

Heute ist Schloss Burgau die „gute Stube“ der Stadt Düren und wird in vielfältiger Weise genutzt. Als Ausflugsziel ist es mit seinem Weiher, auf dem Modellbauer ihre Schiffe fahren lassen, bekannt. Ein Schlosscafé sowie Wohnungen sind ständig im Schloss zu finden. Außerdem finden Konzerte, Ausstellungen der bildenden Kunst, mittelalterliche Märkte, Sommerfeste, Oldtimertreffen und vieles mehr in der Schlossanlage statt. Die Räumlichkeiten können für Feste gemietet werden und das Standesamt bietet Trauungen in festlichem Ambiente an. Bis 2006 war Burgau Heimat der Celan Theaterschule und des Theaters TAS.

[Bearbeiten] Die Sage (Kurzfassung)

Der Teufel konnt es nicht leiden, dass auf dem Schloss ein sich liebendes gräfliches Paar wohnte. Deshalb beauftragte er die Dorfbewohnerin Sofia Hak, genannt Hackefey, Zwietracht bei den beiden zu säen. Sie erzählte der Gräfin, dass ihr Mann am Hals Haare tragen würde, die ihn entstellten. Sie sollte sie nachts abrasieren. Dem Grafen erzählte sie aber, dass seine Frau ihn ermorden wolle. Als die Gräfin ihrem Mann nun die Haare am Hals wegrasieren wollte, fand er darin die Bestätigung, dass sie ihn ermorden wolle und verstieß sie auf immer.

Der Dürener Mundartdichter Joseph van der Giese hat über diese Sage ein Theaterstück geschrieben. Auf mehreren Reliefs, die in die Burg eingebaut sind, ist Hackefey dargestellt.

[Bearbeiten] Literatur

Paul Larue, Schloss Burgau und seine Geschichte, 1981, herausgegeben von der St. Cyriakus-Schützenbruderschaft Niederau-Krauthausen

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Schloss Burgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.7669066.49749Koordinaten: 50° 46′ 1″ N, 6° 29′ 51″ O

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