seaQuest DSV

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Seaquest)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Deutscher Titel seaQuest DSV
Originaltitel seaQuest DSV
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Produktionsjahr(e) 19931996
Länge 45 Minuten
Episoden 59 in 3 Staffeln
Genre Sci-Fi
Idee Rockne S. O'Bannon
Musik John Debney,
Russ Landau
Erstausstrahlung 19. September 1993 (USA)
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
19. Januar 1994
Besetzung

seaQuest DSV ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Serie, die von Steven Spielberg produziert wurde. In den Jahren zwischen 1993 und 1996 entstanden 3 Staffeln mit 59 Episoden. Zu Beginn der dritten Staffel wurde die Serie in seaQuest 2032 umbenannt.

Die Handlung spielt in der nahen Zukunft (ab 2018) auf dem 300 Meter langen High-Tech-U-Boot „seaQuest DSV“, das in allen Weltmeeren der Erde Missionen meist im Auftrag der Forschung und Friedenserhaltung erfüllt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

[Bearbeiten] Überblick

Die Menschheit hat die letzte unerforschte Region bevölkert, den Ozean. Mit der seaQuest DSV (DSV steht für Deep Submergence Vehicle, englisch für „Tieftauchfahrzeug“), einem U-Boot der „United Earth/Oceans Organisation“ (kurz UEO genannt, dem Serien-Pendant zur UNO), begibt sich Captain Nathan Bridger (in der 3. Staffel: Captain Oliver Hudson) mit seiner Mannschaft auf große Fahrt.

Die einzelnen Staffeln der Serie sind inhaltlich höchst unterschiedlich.

[Bearbeiten] Erste Staffel

Die Folgen der ersten Staffel haben einen Charakter, der durch Abenteuerlust und Neugier geprägt ist. Sie greifen oft Entwicklungen der Umwelt auf, die zum Zeitpunkt der Produktion der Serie schon ersichtlich waren. Das gilt insbesondere für Veränderungen der Unterwasserwelt, die durch den Menschen ausgelöst wurden. Die Inhalte reichten von der Erforschung der Tiefsee über den Aufstand in einer Unterwassermine bis hin zur Verfolgung von Öko-Terroristen.

[Bearbeiten] Zweite Staffel

Da die Einschaltquoten für den Sender nicht zufriedenstellend waren, setzte dieser in der zweiten Staffel mehrere grundlegende Änderungen durch. Man wollte die Serie einerseits actionlastiger gestalten und andererseits auch die Besetzung verjüngen, um jüngere Zuschauer anzusprechen. Infolgedessen wurden die etwas älteren Darsteller Royce D. Applegate und John d'Aquino entlassen, außerdem entschieden sich Stephanie Beacham und Stacy Haiduk zu einem freiwilligen Ausstieg. Dafür stießen die wesentlich jüngeren Kathy Evison, Edward Kerr, Rosalind Allen sowie Michael und Peter deLuise neu dazu.

Darüber hinaus sollten die Abenteuer der seaQuest in der zweiten Staffel noch fantastischer werden und sich von der Gegenwartsbezogenheit der ersten Staffel lösen. So wurden schließlich Außerirdische, Urweltmonster, Dämonen, Atlantis und sogar altgriechische Götter eingeführt.

[Bearbeiten] Dritte Staffel

In der dritten Staffel wurde aufgrund schlechter Einschaltquoten abermals das Konzept der Serie drastisch verändert. Diese Staffel gibt sich deutlich düsterer und zynischer als die beiden früheren Staffeln, wobei die Action-Lastigkeit auch weiter betont wurde. So schickte man die seaQuest zehn Jahre in die Zukunft, um eine neue Ausgangssituation zu schaffen: Die UEO ist zerbrochen; die Erde in mehrere Machtblöcke aufgeteilt. Aufgabe der seaQuest-Besatzung ist es nun, die Interessen der verbliebenen UEO insbesondere gegen die des aufstrebenden diktatorischen Staates Macronesien zu schützen. Dieser konfliktreiche Handlungsstrang zieht sich durch die gesamte Staffel.

In der dritten Staffel stieg Roy Scheider, der sich zuvor bereits mehrfach negativ über den Werdegang der Serie geäußert hatte, aus der Produktion aus und war von da an nur noch in einigen Gastauftritten zu sehen. An seine Stelle trat Michael Ironside als Captain Oliver Hudson. Die Stammbesetzung wurde ebenfalls reduziert: Rosalind Allen und Marco Sanchez wurde gekündigt, dafür stieg Elise Neal bei seaQuest 2032 neu ein. Edward Kerr stieg aus eigenem Wunsch nach einigen Episoden ebenfalls aus der Serie aus. Nach der Fertigstellung der 13. Episode dieser Staffel wurde die Produktion der Serie überraschend eingestellt.

[Bearbeiten] Hintergründe

  • Die von Steven Spielberg als Co-Executice Producer (2. Herstellungsleiter) produzierte Serie forderte mit dem Selbstverständnis Star Trek unter Wasser, nur toller“ von Anfang an den Vergleich mit jenem Urgestein der TV-Science-Fiction heraus. Dass seaQuest dieser Wunschvorstellung kaum gerecht wurde, zeigen die dauernden Umstrukturierungen im Konzept der Serie und letztendlich die Absetzung nach 59 Folgen.
  • seaQuest DSV wurde zweimal mit dem Emmy ausgezeichnet und insgesamt viermal nominiert.
  • Am Ende jeder Episode der ersten und zweiten Staffel wird parallel zum Abspann Wissen über die Ozeane vermittelt; in der ersten Staffel noch durch den Meeresforscher und Entdecker der Titanic, Robert Ballard, in der zweiten durch einen der Schauspieler.
  • Mit Beginn der zweiten Staffel wechselte die Produktion von Los Angeles nach Florida, was den Ausstieg einiger Darsteller bedingte.
  • Die visuellen Effekte wurden von Amblin Imaging entwickelt und waren für die damaligen Verhältnisse bahnbrechend.

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen